Mittwoch, 29. Juni 2016

👀 Rezension zu: Mörderische Angst - der sechste Fall mit Kate Burkholder 👀

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- Mein Leseeindruck -
 
Da ich schon mehrere Bücher der Autorin gelesen habe, war es fast schon ein MUSS, auch dieses Buch zu lesen.
Schon allein beim Anblick des Covers, mit den acht Frauen in Amishen Kleidung, mit den umkreisenden Vögel, ließ mir einen leichten Schauer über die Arme rieseln. Dazu noch der Titel .... neugierig wollte ich sofort anfangen zu lesen.

In diesem nunmehr sechsten Fall dreht sich wieder alles um die Amishen in Painters Mill.
Der Prolog versetzt den Leser in das Jahr 1979, als der vierzehnjährige Billy mit ansehen muss, wie zuerst sein Vater erschossen, dann seine Mutter entführt wird und zum Schluss auch ich seine Geschwister qualvoll in ihrem Zuhause verbrennen. Zurück bleibt aber die Frage, weshalb die Mutter entführt wurde und wo sie nun ist.
Mit diesen Fragen gleitet der Leser ohne Umwege direkt in das erste Kapitel und damit in die Gegenwart.
Ein toter Mann wird auf einem Scheunenboden gefunden. Offensichtlich hatte er sich erhängt. Jedoch findet Kate an seiner Kleidung Blutspuren. Was es wirklich Selbstmord? Kate ermittelt und findet dabei Erstaunliches und Abscheuliches heraus.

Wie bereits bei den Vorgängerbänden gelingt es der Autor auch hier wieder, den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Die Kapitel gehen so rasant zuende, das man unbedingt mehr wissen möchte. Allerdings muss ich auch sagen, dass der Schluss für mich vorhersehbar war. Aber deshalb nicht weniger spannend.

Die Protagonisten waren sehr gut auf einander eingespielt, auch deshalb lohnt es sich die Vorgängerbänden zu lesen, um die Entwicklung der Charakteren besser zu verstehen und nachvollziehen zu können. Hier meine ich im Speziellen, die Beziehung zwischen Kate und Tomasetti.

Ich bin immer wieder von dem Pennsylvaniadeutsch fasziniert. Überhaupt finde ich das Leben der Ameisen in der heutigen, modernen Welt total faszinierend. Aber am meisten gefällt mir eben diese Sprache. Ein Mischmasch aus Deutsch, Holländisch und englisch wie z.B. "Die Kinder! Die Zeit fern in Bett is nau" (siehe Seite 13)

Abschließend kann ich sagen, dass ich Kate und den Amischen richtig verfallen bin und kann schon kaum den Nachfolgeband erwarten.

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: ;Mörderische Angst
  • Autor: Linda Castillo
  • erschienen im S. Fischer Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Thriller
  • Seitenzahl: 352 Seiten
  • ISBN 978-3-596-03240-2
  • Erscheinung: 23. Juli 2015


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Dienstag, 28. Juni 2016

👀 Rezension zu: K - Kidnapped von Chelsea Cain 👀

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- Mein Leseeindruck -
 

Schon beim Betreten der Buchhandlung ist mir dieses Cover direkt ins Augen gefallen. Schwarzweiß gehalten, mit dem rot unterlegten, geschlitzten K.
Erst nach dem zweiten Blick fiel mir der Hintergrund auf. Diese Frau, die scheinbar einsam über das Feld läuft, begleitet von einigen Vögeln. Dieses Cover sorgt für die richtige Einstimmung auf den Thriller.

Nachdem ich ein paar Seiten des Prologs gelesen hatte, war dann auch schnell klar, wie der Titel des Buches entstanden sein muss. Ein Buchstabenplättchen, ist also der Grund.

Durch den superspannenden Prolog, bin ich voller Erwartung an die Story selbst gegangen, musste jedoch schon bald feststellen, dass es einige Schwächen gibt. So hat mich die Protagonisten Kathreen oder Kit oder Kick, wie sie immer mal wieder abwechselnd genannt wird, überhaupt nicht mehr
angesprochen. Vielleicht war ich von ihrer Leidensgeschichte, die sie als Kind erlebt hat, auch so gefangen, dass ich keine Bindung zur erwachsenen Kick aufbauen konnte.

Auch hat mir die Spannung gefehlt. Der wirklich gewaltige Einstieg hatte große Erwartungen erzeugt, jedoch empfand ich die Story sehr langatmig. Es wollte einfach keine Spannung aufkommen. Meines Erachtens hat die Geschichte einfach nur so vor sich hin geplätschert.
Für mich waren auch die immer wiederkehrenden Waffen etwas hemmend. Möglicherweise denkt ein Waffenfreak da ganz anders, jedoch war es für mich einfach zu viel "Geballer".

Abschließend kann ich sagen, dass ich doch sehr enttäuscht bin. Ein wirklich gewaltiger Prolog, und eine eher schwache Story.

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: K - Kidnapped
  • Autor: Chelsea Cain
  • erschienen im blanvalet Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Thriller
  • Seitenzahl: 384 Seiten
  • ISBN 978-3-7341-0041-3
  • Erscheinung: 20. Juli 2015


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Freitag, 24. Juni 2016

👀 Rezension zu: Meine Seele so kalt - ein wirklich spannender Psychothriller 👀

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- Mein Leseeindruck -

Wow... was für ein Thriller. Spannung und Action pur. Aber auch die Unterhaltung ist nicht zu kurz gekommen.

Schon nach den ersten Seiten hatte mich das Buch fest in Griff. Die Autor hat es geschafft, mich an das Buch zu fesseln. Der Spannungsbogen ist meiner Meinung nach hervorragend, und reicht von der ersten bis zur letzten Seite.

Die Protagonisten sind ausreichend charakterisiert, so dass ich mich schnell in die einzelnen Rollen hinein versetzen konnte. Stellenweise habe ich sogar mitgefiebert und alles um mich herum vergessen.

Abschließend kann ich sagen,  dass es für mich ein absoluter Lesegenuss war, der mich Zeit und Raum haben vergessen lassen. Ein Psychothriller, ganz nach meinem Geschmack.


© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Meine Seele so kalt
  • Autor: Clare Mackintosh
  • erschienen im Bastei Lübbe Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Psychothriller
  • Seitenzahl: 480 Seiten
  • ISBN 978-3-404-17292-4
  • Erscheinung: 14. Januar 2016


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Mittwoch, 22. Juni 2016

📚 Rezension zu: Die Reise der Amy Snow - ein historischer Roman von Tracy Rees 📚



- Mein Leseeindruck -

Schon das Cover hatte mich fasziniert. Eine Frau im roten Kleid läuft durch Laub auf ein altes Haus zu. Dieses Farbenspiel gefällt mir sehr gut. Es strahlt eine gewisse Wärme aus, jedoch wirkt es gleichzeitig auch mysteriös, zweifeln und unbeständig.

Anfangs war ich etwas irritiert, aber gleichzeitig auch neugierig. Warum? Na ja, Aurelia findet ein Baby und rennt los. Hier fehlte mir ein bisschen der Gedanke warum, weshalb, und vor allem, wer genau ist Aurelia. Dennoch hatte ich den Drang unbedingt weiterlesen zu wollen, nein weiterlesen zu müssen.
Schon nach wenigen Sätzen war in gefangen. Gefangen inmitten einer sehr beeindruckenden Geschichte aus der Zeit des viktorianischen Englands.
Die Autorin versteht es, den Leser gedanklich mit eine ganz eigene Welt zu entführen. Eine Welt voller Entbehrung aber auch Hoffnung. Eine Geschichte voller Emotionen. Nun muss ich jedoch auf einen negativen Punkt ansprechen. Teilweise waren mir die Emotionen und Gedanken viel zu seitenfüllend. Ein bisschen Weniger wäre meines Erachtens hier viel Mehr gewesen. Stellenweise zog sich die Geschichte sehr in die Länge. Sie war nicht uninteressant, nein, hatte aber dennoch gewisse Längen.

Die Hauptprotagonisten hat mir sehr gut gefallen. Sehr gut charakterisiert, so dass ich sie bei ihren Handlungen bildlich vor mir sehen konnte. Auch ihre Gedanken konnte ich, zumindest größtenteils, nachvollziehen.

Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat. Eine tolle Unterhaltung für ruhige Lesestunden.

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Die Reise der Amy Snow
  • Autor: Tracy Rees
  • erschienen im List Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Historischer Roman
  • Seitenzahl: 480 Seiten
  • ISBN-13 9783471351369
  • Erscheinung: 14. März 2016


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Dienstag, 21. Juni 2016

👀 Rezension zu: Wenn du mich tötest - ein Psychothriller von Karen Winter 👀

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- Mein Leseeindruck -


Schon das Cover drückt eine gewisse Kälte aus. Nicht warmes, nettes, freundliches. sondern schwarz und hellblau. Eine Eiseskälte!

Der Klappentext und der Hinweis auf einen Psychothriller hatten mich sehr neugierig gemacht. Jedoch musste ich schon nach ein paar Seiten feststellen, dass es wohl doch keine sehr spektakuläre Geschichte ist. Vielmehr wurden immer und immer wieder die Eheprobleme beleuchtet. Von vorne nach hinten, von rechts nach links... immer nur die Eheprobleme. Wo war der Thrill, der doch genau einen Psychothriller ausmacht? Wo war die Spannung? Wo war der Nervenkitzel?
Gut, zugegeben, zum Schluss erhält alles nochmal eine interessante Wendung, dennoch würde ich dieses Buch eher in das Genre: Krimi einreihen.

Die einzelnen Szenen oder Orte waren sehr gut dargestellt, so dass ich mir beim lesen sehr genau die Lokalität, die Menschen und da Umfeld vorstellen konnte.
Die Protagonisten hingegen fand ich eher farblos dargestellt.

Abschließend kann ich sagen, dass ich wesentlich mehr Pepp erwartet habe. Eine Empfehlung werde ich für dieses Buch nicht aussprechen.

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Wenn du mich tötest
  • Autor: Karen Winter
  • Verlag: Droemer
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Psychothriller
  • Seitenzahl: 320 Seiten
  • ISBN: 978-3-426-30512-6
  • Erscheinung: 1. April 2016


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Freitag, 17. Juni 2016

📚 Rezension zu: Der Kaffeedieb - ein historischer Roman 📚

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- Mein Leseeindruck -

Zugegeben, ich bin ein Kaffeegenießer, deshalb ist mir wohl auch dieses Buch sofort ins Auge gestoßen. Oder lag es doch am Cover, auf dem es unendlich viel zu sehen und erkennen gibt? Sehr schön wird eine Schiffsszene dargestellt, die den Leser schon etwas in das Kommende einstimmt.

Das Kommende? Na ja, wie sollte es anders bei dem Titel auch sein, geht es natürlich um Kaffee.
Wir versetzen uns in die Zeit um das 17. Jahrhundert. Kahve ist gerade erst richtig in Mode gekommen. Aufgrund des Klimas gibt es jedoch nur bestimmt Regionen in denen die Pflanze richtig wachsen kann.
Obediah, der seinen Lebensunterhalb mit Diebstählen bestreitet landet in einem Gefängnis und lässt sich dort von der Ostindien-Kompanie anwerben, um die Kaffeepflanzen den Osmanen zu stehlen. Er gerät dabei in unliebsame Gefilde und hat einige Abenteuer und Gefahren zu bestreiten. Und am Ende ....

Na ja, dieses Ende erzähle ich jetzt nicht. Es soll ja spannend bleiben.

Tja, und da wäre ich auch schon bei meiner ersten und dringlichsten Kritik: Die Spannung. Es ist eine durchaus nette Geschichte, mit allerlei historischer Begebenheiten, aber leider ist die Spannung etwas auf der Strecke geblieben.
Ein durchaus netter Abenteuerroman mit historischem Hintergrund erwartet den Leser auf den fast 500 Seiten.

Nachdem ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte,  stolperte ich immer wieder über sehr langatmige und ausschweifende Szenen, die den Lesegenuss bzw. - spaß doch sehr getrübt haben.
Aufgrund der vielen Nebenstränge, blieb meines Erachtens die Hauptgeschichte - der Diebstahl - leider etwas auf der Strecke. Schade, denn genau hierauf hatte ich mich am meisten gefreut.

Sehr schön fand ich allerdings die farbigen Karten zu Beginn und am Ende des Buches.

Abschließend kann ich nun sagen, dass mich das Buch bzw. die Geschichte etwas enttäuscht hat. Ich liebe historische Romane, aber ein bisschen mehr Struktur und die Eine oder Andere spannende Szene hätte diesem Buch bestimmt sehr gut getan.

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Der Kaffeedieb
  • Autor: Tom Hillenbrand
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Ausgabe: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
  • Genre: historischer Roman
  • Seitenzahl: 480Seiten
  • ISBN: 978-3-462-04851-3
  • Erscheinung: 10. März 2016


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Donnerstag, 16. Juni 2016

💕 Rezension zu: Die Eismacher - ein tiefgründiger Roman von Ernest van der Kwast 💕

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- Mein Leseeindruck -

Was gehört zum Sommer? Na klar, Sonne und Eis. Deshalb ist mir dieses Buch auch sofort aufgefallen. Die Farben sind hervorragend gewählt und einfach sehr passend zum Titel.
Beim Anfassen des Buch fiel mir dann dieses samtig Gefühl auf. Zwar Papier, aber irgendwie nicht so glatt. Sehr interessant auf jeden Fall.

Klar, dass ich mich sofort "dem Eisgenuss" widmen wollte. Was mich dann erwartete ist kaum in Worten zu beschreiben. Es ist die Lebens- und auch ein bisschen die Liebesgeschichte der Familie Talamini. Eine Geschichte über fünf Generationen, die sich der Herstellung von Eis widmen. Ihr Leben wird von der Saison bestimmt.
Eine Geschichte, die stellenweise anrührend ist, traurig stimmt und zum Nachdenken anregt.
Es ist kein Roman, den man mal eben so nebenbei lesen kann. Nein, er ist sehr tiefgründig und man muss schon sehr genau lesen, um nichts zu verpassen.

An manchen Stellen war mir die Story doch etwas zu pathetisch und langatmig. Der Autor versetzt den Leser in eine etwas melancholische Stimmung, die zeitweise fast schon depressiv macht.

Die Protagonisten waren sehr gut charakterisiert, jedoch stellenweise auch sehr unnahbar.

Abschließend kann ich sagen, dass ich selten so einen tiefgründigen Roman gelesen habe. Man sollte sich viel Zeit für "Die Eismacher" Familie nehmen, dann kann die nächste Eissaison kommen.

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Die Eismacher
  • Autor: Ernest van der Kwast
  • Verlag: btb
  • Ausgabe: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
  • Genre: Roman
  • Seitenzahl: 384 Seiten
  • ISBN: 978-3-442-75680-3
  • Erscheinung: 9. Mai 2016


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Mittwoch, 15. Juni 2016

👀 Rezension zu: Das Dunkel in dir - ein Psychothriller von Samantha Hayes 👀

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- Mein Leseeindruck -

Ein ziemlich düster wirkendes Cover, bedingt durch die farblichen Akzente, zusammen mit dem Klappentext haben mir gute Unterhaltung, Spannung und auch ein bisschen Nervenkitzel versprochen.
Doch ... weit gefehlt.

Schon nach dem doch sehr umfangreichen Prolog war ich etwas verwirrt. Die Motorradszene war zwar grausam, aber doch sehr vorhersehbar. Ich sag nur, mit Flipflops Motorrad fahren. 😒

Dann ging es weiter mit sehr unscheinbaren Personen, die bestimmt eine sehr interessante Geschichte hatten. Aber leider hat die Autor versäumt, etwas Spannung in den "Psychothriller" zu packen. Mehrmals habe ich auf das Cover gesehen, doch, da steht Psychothriller. Ich hatte bis zum Schluss gehofft, den Spannungsbogen irgendwo entdecken zu können. Dem war aber leider nicht so. Schade. 😒😒

Möglicherweise ist auch bei der Übersetzung etwas schief gegangenen, mich konnte das Buch jedenfalls nicht begeistern geschweige denn fesseln.

Abschließend kann ich sagen, dass dieses Buch wohl eher als Roman einzustufen wäre. Begeisterte Psychothrillerleser wird man hier wohl enttäuschen.

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Das Dunkel in dir
  • Autor: Samantha Hayes
  • Verlag: blanvalet
  • Ausgabe: Taschenbuch, Broschur
  • Genre: Psychothriller
  • Seitenzahl: 384 Seiten
  • ISBN: 978-3-7341-0210-3
  • Erscheinung: 18. Januar 2016


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Dienstag, 14. Juni 2016

💕 Rezension zu: Die Canterbury Schwestern - ein sehr gefühlvoller Roman von Kim Wright 💕

 
 
- Mein Leseeindruck -

Dieses etwas minimalistische Cover hat mich neugierig gemacht. Ein Farbenspiel, das Berge und Täler und eine große Weite darstellt. Dazu die unterschiedlichen Blautöne, die den Himmel und mach oben hin das Unendliche ausstrahlen. Einfach, aber sehr schön. Dazu
noch der Klappentext und ich war schon mittendrin.
Mitten in einer Geschichte, die viel bietet. Viel Emotionen, viel Hoffnung aber auch viel Kraft.

Beginnen wir mit Che. Benannt nach dem kubanischen Revolutionär  Che Guevara. Nach dem Tod ihrer Mutter erhält sie einen Brief ihres Freundes, der die Beziehung beendet. Einfach so, per Post. Che's Gefühlswelt scheint nun total durcheinander und sie lädt sich auf den letzten Wunsch ihrer Mutter ein, eine Pilgerreise nach Canterbury zu machen.
Mit acht weitere Damen, die unterschiedlicher nicht sein können, macht sie sich auf die Reise.

Man merkt hier schnell, dass es kein Buch ist, das man mal eben so ganz nebenbei liest. Es ist vielmehr ein stilles, leises Buch, das noch lange in Erinnerung bleibt.

Die Autorin versteht es, durch ihre Wortwahl, den Leser an sich zu binden. Jede Zeile wird verschlungen, da man sich auch ein Stückweit selbst auf die Reise begibt. Eine Selbstfindungsreise sozusagen.

Es gibt aber auch witzige Elemente in dem Buch. Zum Beispiel die Geschichte mit Lorenzo dem Hummer. Aber auch er passt sehr gut zur gesamten Geschichte. Nichts scheint unüberlegt.

Die Protagonisten, hier speziell Che, fand ich hervorragend charakterisiert. Es fiel mir sehr leicht, ihre Gedanken nachzuvollziehen. Mit ihr zu lachen, aber auch mit ihr zu leiden.

Anschließend kann ich sagen, dass mich dieses Buch emotional sehr berührt hat. Ein Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte. Man wird es nicht bereuen.

Montag, 13. Juni 2016

📚 Rezension zu: Die Bierbrauerin - ein toller historischer Roman von Gabriele Breuer 📚


 
 
- Mein Leseeindruck -

Wie schon oft in meinen Rezensionen erwähnt, bin ich ein absoluter Cover-Käufer. So auch im vorliegenden Fall. Die dargestellte Gelageszene bzw. wie der Klappentext verrät, der Bierumzug verspricht viel historisches Wissen aber auch gute Unterhaltung.
 
So treffen wir gleich zu Beginn auf Marlein (an diesen Namen musste ich mich erst gewöhnen). Seit dem Tod ihres Mannes betreibt sie den Stachusbräu in Ingolstadt allein. Sie hat zwar tatkräftige Unterstützung von Edi, dem Bäcker und seiner Frau Nyss, jedoch macht ihr Jacob, ein anderer Brauhausbesitzer das Leben schwer. Schon lange besteht eine Fehde zwischen beiden Familien. Ausgerechnet Linhart, sein Sohn, hat ein Auge auf die Witwe geworfen. Wenn beide heiraten würden, gäbe es nur noch eine große Brauerei und auch die Geldsorgen hätten sich erledigt. Aber so einfach ist das nicht. 
Als das Reinheitsgebot vom Rat ausgesprochen wird, brechen schwere Zeiten für die Brauereien an. Gerade auch Marleins Bier wird geprüft und konfisziert, da sie Kräuter beimischt.
Eines Tages erscheint ein Gesandter des Grafen von Neuburg bei Marlein. Dem Grafen schmeckt das Bier mit den Zusätzen  und somit ist der Neid und die Missgunst vorprogrammiert.
Aber als dann auch noch Katherls Muttermal entdeckt wird, nimmt die Geschichte ihren Lauf.
 
Selten habe ich soviel über Bier gelesen. Klar, das Reinheitsgebot war mir ein Begriff, auch dass das Bier nur aus Wasser, Hopfen und Malz aus der Gerste sein darf. Aber bislang hatte ich mir darüber auch noch keine Gedanken gemacht. Meines Erachtens wurde dieses Reinheitsgebot jedoch ein bisschen zu oft erwähnt. 😒 Nach dem fünften Mal, mit den Erklärung wie sich Bier von nun an nur noch zusammensetzen darf, habe ich aufgehört zu zählen. Ich wollte einfach weiter mit der Geschichte lesen.

Interessiert habe ich von der Zwei-Stunden-Prüfmethode gelesen. Und daran sollte man die Reinheit erkennen? 😃 Witziges Idee, die wohl niemand wirklich bestanden hat. Hier hätte ich mir mehr Informationen darüber gewünscht. Wessen Idee das war? Und ob die Herren mit den nassen Hosen dann weiter zogen. Denn die Hosen musste ja erstmal wieder trocknen. Somit hätten ja die anderen Brauereien einen zeitlichen Vorsprung gehabt.


Eindrucksvoll wird von Katherls Muttermal erzählt. Da ich selbst ein gut sichtbares Muttermal habe (andere nennen es Schönheitsfleck) stelle ich es mir wirklich furchtbar vor, deshalb verunglimpft zu werden. Ein Hexenmal, oder Teufelsmal. Von Leibhaftigen gezeichnet.

Neben den beiden Hauptprotagonisten Marlein und Linhart. hat mir Alheyt sehr gut gefallen. Etwas dement, aber auch durchaus witzig in ihren wachen Momenten. Sie hat das Mundwerk am rechten Fleck und setzt es auch stets gekonnt ein.
Witzig fand ich die Szene, als sie vom Netz im Walde gefangen war. Ich konnte mir das Gezeter sehr gut vorstellen. 😃

Abschließend kann ich sagen, dass die fast 390 Seiten ein wahrer Lesegenuss waren. Ein, für mich bei Romanen, völlig neues Thema gepaart mit ein bisschen Herzschmerz und Rundreise. Ich fühlte mich von der ersten bis zur letzten Seite sehr gut unterhalten und freue mich schon auf einen weiteren historischen Roman der Autorin.
 
 


Sonntag, 12. Juni 2016

💕 Rezension zu: Inselhochzeit - Der zweite Band der Inselhotelreihe von Sandra Lüpkes 💕

 
 
- Mein Leseeindruck -

Auch im zweiten Band dreht sich wieder alles um das kleine Inselhotel. Jannike und Danny führen nun auch Hochzeiten auf dem Leuchtturm, mit anschließender Bewirtung im Hotel durch. Eigentlich könnte alles so schön sein. Dennoch wird Jannike auch ein wenig wehmütig, wenn sie die glücklichen Brautpaare sieht. Eines Tages erreicht sie der Anruf, dass die Autorin Gabriella eine Trennungsparty arrangiert haben möchte. Ob das gut geht? Aber auch die Hoteltester haben sich angekündigt. Und nicht zu vergessen: Mattheusz, der auf die Insel zurückkommt.
Tja, es wird wieder turbulent im kleinen Inselhotel.

Ich kann wirklich sagen, dass die Autorin ihrem Schreibstil treu geblieben ist. Leichte, schnörkellose Sätze, die hervorragend zur Geschichte passen.
Witzige Anekdoten bzw. Ereignisse locken zudem alles nochmal auf, so dass der Lesefluss nicht unterbrochen wird. Ich erinnere nur mal an die Brautszene auf dem Leuchtturm. Möwe, nicht füttern, platsch😃

Schade fand ich, dass dieses Mal das aggressive Kaninchen so kurz gekommen ist. Im Vorgängerband hatte es noch Seiten für sich in Anspruch genommen, nun sind es nur noch Sätze. Ich hätte mir hier ein bisschen mehr gewünscht. Gerade bei den Hochzeit- oder Hoteltesterszenen hätte ich es mir durchaus witzig vorstellen können.

Interessant fand ich auch die Frage, weshalb es eigentlich keine Matratzen aus Sand gibt. Wasserbetten ja, aber warum nicht Sand? (Seite 71)

Schön finde ich, dass sich die Liebe zwischen Jannike und Mattheusz so langsam aus einer tiefen Freundschaft heraus entwickelt. Es ist nichts hopplahopp, sondern schön langsam. Man spürt förmlich das Knistern, aber auch die tiefe Verbundenheit.

- Fazit -

Abschließend kann ich sagen, dass mir diese Fortsetzung sehr gut gefallen hat. Es ist eine locker, leichte Geschichte, die weder hektische noch laute Elemente verbirgt. Es macht einfach sehr viel Spaß die Geschichten rund um das Inselhotel zu lesen. Nicht zu vergessen, macht es Lust auf einen Strandurlaub.

Samstag, 11. Juni 2016

👀 Rezension zu: Remember Mia - ein aussergewöhnlicher Thriller von Alexandra Burt 👀


 
 
- Mein Leseeindruck -

Schon das Cover hatte mich sehr neugierig gemacht und dann der Titel. Da konnte ich einfach nicht widerstehen. Ich MUSSTE dieses Buch unbedingt haben.

Schon nach wenigen Seiten hatte mich die Geschichte in Beschlag genommen. Hier kurz zum Inhalt: Estelle Paradise erwacht in einem Krankenhaus. Man erzählt ihr, dass sie einen Autounfall hatte. Jedoch kann sie sich selbst nicht an den Unfall erinnern. Nicht an den Unfall und nicht daran, was vor dem Unfall war. Nur eines spukt immer wieder in ihrem Kopf herum: Ihre 7 Monate alte Tochter Mia.
Die Ärzte stellen fest, dass sie von einer Kugel getroffen wurde. Da sich Erstelle aber an nichts erinnern kann ist unklar, ob sie angeschossen wurde oder sich selbst umbringen wollte.
Als ihr Mann Jack ins Krankenhaus kommt, hagelt es statt Besorgnis und verzweifelten Fragen, lediglich nur Schuldzuweisungen. Letztendlich lässt er Erstelle eine Selbsteinweisung in eine psychiatrische Klinik unterschreiben. Aber noch immer stellen sich die Fragen: Was ist passiert? Wo ist Mia? Und, wo sind Mias Sachen?

Mehr möchte ich jedoch nicht über den Inhalt verraten.

Ich muss ehrlicherweise zugeben, dass ich Jack als richtigen Kotzbrocken empfunden habe. Er war mir von Anfang an sehr unsympathisch. Obwohl er, mit Abstand betrachtet, sich nicht wirklich falsch verhalten hat, hm....vielleicht einfach nur sehr unglücklich ausgedrückt. Jedoch fand ich die Schuldzuweisungen schon sehr heftig.

Estelles krankhaftes Verhalten bei der Schwangerschaft war mir schon ein bisschen zu viel des Gutes. Das "Frau" sich Sorgen macht, ist ja verständlich. Aber so???  Da konnte ich Jacks Verhalten teilweise schon verstehen und fand ihn stellenweise sogar sehr ruhig.

Interessant fand ich auch die abgesetzten Polizei Nachrichten. Somit wurde dem Leser auch die Berichterstattung vermittelt. Raus aus der Geschichte, rein in die öffentliche Berichterstattung. Ein emotionales Loslassen von der Dramatik.

An manchen Stellen waren mir die Untersuchungen bzw. Befunde doch etwas zu .... na ja, sagen wir mal seitenfüllend. Sie waren nicht langweilig, aber manchmal doch schon sehr ausschweifend.

- Fazit -

Die Autorin hatte es geschafft, mich auf fast 380 Seiten sehr gut zu unterhalten. Ein Thriller, der wirklich die Psyche der Protagonisten widerspiegelt. Für mich war es ein sehr spannendes Leseerlebnis, das ich mit 4 Sterne bewerte.

Freitag, 10. Juni 2016

📚 Rezension zu: Die Nightingale-Schwestern - der erste Teil einer Trilogie von Donna Douglas 📚




- Mein Leseeindruck -

Schon lange fasziniert mich die Person Florence Nightingale. Welch großartige Leistung sie erbracht hat, erleben wir heute beinahe täglich. Der Gedanke daran, Menschen zu helfen, ihnen beizustehen sollte heutzutage wieder mehr in den Vordergrund treten.

Als ich dann in der Vorankündigung des Verlages das vorliegende Buch sah, wusste ich sofort, dass ich es unbedingt haben wollte.

Doch kommen wir mal zur Geschichte.
Das Nightingale Hospital ist ein Lehrkrankenhaus und auf der Suche nach neuem Pflegepersonal. Drei Kandidatinnen stehen in der engere Auswahl. Da wäre zum Einen: Dora. Sie stammt aus einer ärmlichen Familie. Ihre Familie sieht ihre Ausbildung mit gemischten Gefühlen. Die Mutter freut sich, dass es ihre Tochter geschafft hat und aus dem Mief entkommen kann. Ihre Großmutter sieht alles nur schwarz. Und ihr Stiefvater, nun ja, er hat ganz eigene Interesse daran, dass Dora bleibt.
Im Nightingale angekommen trifft sie direkt auf Schwester Sutton, die ziemlich angsteinwirkend scheint. Ihre scheinbar immer schlechte Laune lässt einfach jeden zusammenzucken, wenn sie den Raum betritt. Dora muss sich das Zimmer mit zwei weiteren Mädchen teilen. Millie, eigentlich heißt sie ja Lady Amelia Charlotte Benedict, ist bereits das zweite Jahr im Nightingale. Sie muss das erste Praktikum wiederholen und zeigt sich eher an anderen Dingen interessiert, als am Krankenhausgeschehen. Da wäre dann auch noch Helen Tremayne, deren Mutter Mitglied des Kuratoriums ist, und durch Helen stets sehr gut über alle Ereignisse informiert wird.

So, mehr möchte ich eigentlich gar nicht über die Geschichte erzählen, da sich am besten jeder selbst ein Bild von diesem typisch britisch anmutenden alten Charme des Krankenhauses anstecken lassen sollte. Wer diese alten Filme noch kennt, in denen "ja, meine Lordschaft" und die stets tief geneigten Butler zu hören bzw. zu sehen sind, wird diese Reihe lieben.
Die Autorin hatte es auf jeden Fall geschafft, mich bereits nach den ersten Sätzen gefangen zu nehmen. Gefangen durch eine gedanklich ganz hesondere Reise. Mit jedem Satz erlebt man den Alltag der Mädchen hautnah mit, so zumindest kam es mir die ganze Zeit vor. Als wäre ich nicht Leser, sondern mitten in der Mädchenschaar.

Die Szenen sind so lebhaft dargestellt, dass man selbst das Atmen hören kann. Selbst die Protagonisten wirken echt.

- Fazit -

Es ist für mich absolut klar, dass ich den zweiten Band ebenfalls lesen möchte, da ich wirklich neugierig bin, wie die Charakteren der Mädchen weiter entwickeln.

Donnerstag, 9. Juni 2016

👀 Rezension zu: Blutige Stille - der zweite Band mit Kate Burkholder - von Linda Castillo 👀




- Mein Leseeindruck -
 
 
Da mir bereits der erste Band mit Kate Burkholder (Zahlen des Todes) sehr gut gefallen hat, wollte ich nun auch unbedingt mehr wissen. Mein Interesse galt hierbei besonders den Amischen, deren Leben mich irgendwie fasziniert. Sie leben zurückgezogen in ihrer Gemeinschaft, ohne Strom oder sonstigem modernen Schnickschnack.
 
In diesem zweiten Band bleiben wir in Painters Mill, einer Kleinstadt im ländlichen Ohio. Hier gehören etwa ein Drittel der Einwohner der Amisch-Gemeinde an. Wie wir aus dem Vorgängerband wissen, gehörte auch Kate dieser Glaubensgemeinschaft an.
 
[Achtung Spoiler]
Während seiner Nachtschicht stürzt sich ein Mann vor Skids Polizeiwagen. Es ist Ruben Zimmerman, der ist Melken bei der Amischen Familie Plank. Zimmerman berichtet, dass auf dem Hof Tote gibt. Offensichtlich wurden der Familienvater und dessen Kinder erschossen. Das seltsame jedoch ist, dass die Kinder gefesselt waren, nur der Vater nicht. Hatte er seine Söhne umgebracht und dann sich? Kate entdeckt im Hof und in der Scheune noch weitere tote Familienmitglieder. Die Mutter samt Baby.... erschossen. Und zwei Töchter, nackt, mit gefesselten Handgelenken an einem Balken hängend und mit Foltermerkmalen. Da nur der Vater nicht gefesselt war, gelangt man zu der Erkenntnis, dass es sich wohl um einen Mord-Selbstmord handeln würde. Kate ist jedoch nicht gänzlich von der Theorie überzeugt und entdeckt, dass die Handfessel des Jungen ein Lautsprecherkabel ist. Aber so etwas bei den Amisch? Unvorstellbar! Bei ihrer weiteren Suche findet sie heraus, dass der Vater ebenfalls gefesselt war und man die Fesseln wohl wieder entfernt hat um ihm die Schuld zu geben. Wer war für diese schrecklichen Morde verantwortlich?

Wie man es vom Vorgängerband schon kennt, zögert die Autorin, Linda Castillo, nicht lange, sondern schickt den Leser direkt auf eine Reise. Eine Reise in das Land der Amisch, in der noch "Ordnung" herrscht. Schnörkellose werden durch die geschriebenen Worten Bilder projeziert, die einem Glauben machen, direkt neben dem Geschehen zu stehen und alles ganz genau verfolgen zu können. Der Leser wird sozusagen selbst zum Ermittler.

Sehr gekonnt werden die Kapitel zu Cliffhanger gestaltet, so dass man unbedingt weiter lesen muss. Schließlich möchte man selbst, dass der Täter seine gerechte Strafen erhält.

Geschickt wird auch Kates Privatleben in die Geschichte eingeflochten. Ihre Fragen ob sie damals richtig gehandelt hat bezieht sich nicht nur auf den Ausstiegs bei den Amischen sondern auch auf die Abtreibung. Starke Unterstützung erhält sie jedoch von John Tomasetti. Auch in dieser Beziehung ist Kates zurückhaltende Art sehr gut dargestellt.

Interessant fand ich die Bemerkung, dass es wohl unter den Amischen sehr häufig zu einer Sprachbehinderung kommt. Ein rollendes R und kein D aussprechen zu können, deutet auf eine mentale Retardierung hin. Die Ursache liegt wohl im beschränkten Genpool. Amisch heiratet Amisch.

Schon öfter habe ich davon gelesen, dass die Sprache der Amisch - Pennsylvaniadeutsch - noch sehr deutsch bzw. niederländisch ist. Einige Dialekte finden sich in der Sprache wieder. So z.B. "alleweil". das gerne im schwäbisch-badischen Raum benutzt wird. Oder auch "rumspringa", ebenfalls im schwäbisch-badischen Raum zu finden und bedeutet dort hüpfen, hin und her hüpfen oder laufen.

Mit einem Zitat von Benjamin Franklin möchte ich meine Rezension schließen:
"Drei könne ein Geheimnis bewahren, wenn zwei von ihnen tot sind."
 

Mittwoch, 8. Juni 2016

👀 Rezension zu: Freedom's Child - ein spannender Thriller von Jax Miller 👀


 
 
- Mein Leseeindruck -
 
Schon der Titel hatte mich neugierig gemacht. Weshalb dieser wohl nicht übersetzt wurde? Beim ersten Blick auf das Buch dachte ich nämlich, dass es auf englisch geschrieben wäre. (Ist es im Original auch) Aber warum hatte man den Titel nicht mit übersetzt? Genau durch diese Frage habe ich mir das Buch etwas näher angesehen und bin dann tatsächlich am Klappentext hängen geblieben.
Da war von Erschießen, Zeugenschutzprogramm, Facebook die Rede.
Nun war ich wirklich gespannt, was mich hier erwarten würde.

Ganz langsam, aber in einer sehr direkten Sprache wird die ganze Geschichte erzählt. Da wäre z.B. Nessa Delaney, die aufgrund eines Zeugenschutzprogrammes nun Freedom Oliver heißt. Sie lebt in Kentucky und arbeitet in einer Bar. Na ja, es ist wohl eher so eine Spelunke.
Sie erhält eines Tages die Nachricht, dass ihr Sohn Matthew nach achtzehn Jahren Gefängnis wieder frei ist. Diese Freiheit bedeutet für sie jedoch wieder Angst. Auch ihre beiden Kinder hatte man damals ins Zeugenschutzprogramm genommen, wo sie beide ebenfalls neue Namen erhielten.
Lange wird in der Geschichte um den Mord drumrum geredet, so dass ich mir immer wieder die Frage stellte, was denn eigentlich geschehen war. Nur ganz langsam, öffnet die Autorin das Geheimnis. Diese Spannung hält sich die gesamte Story über.

Auch die Protagonisten werden immer nur bruchstückhaft beschrieben, was den Spannungsbogen ebenfalls aufrecht hält. Ich hatte nur einen Gedanken - weiter lesen. Ich wollte unbedingt wissen wie und wer und was.
Da die Autorin unter einem Pseudonym schreibt, wird sie selbst wissen, wie es ist und was es bedeutet, unter einem anderen Namen zu leben bzw. mit dem neuen Namen angesprochen zu werden.

Die ganze Story war für mich glaubhaft und nachvollziehbar dargestellt.


Ich kann mich den Worten Karin Slaughters nur anschließen: "Ein Wahnsinnsbuch - von einer neuen starken Autorin".

Dienstag, 7. Juni 2016

🔪Rezension zu: Steinroller - Der Steinzeit Kommissar von Martin Lassberg🔪



Mein Leseeindruck
 
 
Selten habe ich bei einem Krimi so gelacht. Stellen wir uns vor, wir reisen zurück. Nein nicht 10 Jahre oder 100 Jahre. Nein, wir reisen in die Steinzeit. Dort treffen wir auf den Höhlenmaler Kamu, auch Steinroller genannt. Steinroller lebt inmitten seines Gemeinschaft, halt sich aber etwas traurig darüber, dass seiner Kunst niemand wirklich Beachtung schenkt. Da kommt es gerade recht, dass er eines Tages einen Toten findet. Schnell wird klar, dass hier ein Mord geschehen war. Die Leiche war zudem noch sein älterer Vetter, Taamu, der beste Höhlenbärjäger der Sippe.
Steinroller bittet seinen Vater, den Tod aufklären zu dürfen. Sein Vater erklärt ihn somit zum Besserwisser, vor dem alle anderen der Sippe großen Respekt haben sollte. Eine Frau soll ihn noch unterstützen. Auch hier ist schnell die geeignete Partnerin gefunden: die schöne Weichhaar. Schon lange findet Steinroller die Frau attraktiv und ist sehr glücklich, nicht nur eine schöne, sondern auch überaus schlaue Partnerin an seiner Seite zu haben. Eine Partnerin, nicht nur bei den Ermittlungen, sondern auch sonst im Leben. (Hier ist dann von Wolfssprung die Rede, den ich jedoch nicht näher ausführen möchte 😃) 
Als zweiter Mann soll ihn Otterfang unterstützen, der ein gutes Herz und die besten Augen hatte.
Somit nehmen die Ermittlungen ihren Lauf.
 
Ich kann mit absoluter Gewissheit sagen, dass ich bislang noch keinen Krimi gelesen habe, der in der Steinzeit spielt.
Auf witzige Weise entführt der Autor seine Leser in eine längst vergessene Zeit. Der Wortwitz, die Bedeutung heutiger Begriffe zu Zeiten der Neandertaler einzuflechten, ist wirklich eine grandiose Idee. Aber wie man am Ende des Buches lesen kann, beschäftigt sich der Autor sehr mit der Steinzeit.
 
Gefallen haben mir die Personenbeschreibungen. Hauptsächlich Weichhaar, die doch sehr moderne Züge zeigt. Ich erinnere hier nur an den Handtaschentick. Oder auch die Pinzette aus dünnen Vogelknochen, um ihre Augenbrauen zu zupfen.😃 Ihre moderne Art lockert die Geschichte oftmals richtig auf.
 
Auch die Beschreibungen der Umgebung, der Tiere etc. haben mir sehr gut gefallen.
 
 
- Fazit -
 

Wer Krimis mag, die nicht 08/15 sind und gerne auch mal mit einem Lächeln liest, ist bei diesem Buch sehr gut aufgehoben. Ich hoffe sehr, dass der Autor noch genügend Material für eine Fortsetzung hat. Ich werde dieses Buch meinen Krimi-Freunden ans Herz legen.
Vielen Dank für die sehr gute Unterhaltung.

Montag, 6. Juni 2016

📚 Rezension zu: Die Töchter von Rosengarten - ein historischer Roman von Gudrun Maria Krickl 📚

Hier geht es zur Verlagsseite - klick


- Klappentext -
 
Rosengarten bei Hall, 1634: Inmitten der Wirren des Dreißigjährigen Krieges pflegt die Bauerntochter Marie den schwer verletzten böhmischen Adeligen Janek von Schwanberg gesund. Sie verliebt sich in den beeindruckenden Regimentsführer, doch die zarte Romanze endet, als Janek weiterzieht.
Wenige Monate später kommt es bei Nördlingen zur Entscheidungsschlacht. Die mit Schweden verbündete württembergische Armee erleidet eine katastrophale Niederlage, der Herzog verlässt daraufhin überstürzt sein Land und gibt es den Feinden preis.
Bald sieht Marie keine Zukunft mehr in ihrer Heimat, denn im Schlepptau der fremden Söldnerheere kommen Gewalt und Not, die Pest und der Tod. Gemeinsam mit ihrer Schwester und einem Knecht macht sie sich auf den Weg ins sichere Straßburg, nicht ahnend, welche Folgen diese Entscheidung haben wird.

Mein Leseeindruck

Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt, die, wie sollte es anders sein, später ineinander übergehen. [Achtung Spoiler] Da wäre zum Einen: Johann Georg von Schwanberg. auch Janek genannt.
Er gehört zu einer Gruppe von Söldner und bildet den Oberst der Gruppe.

Als der Söldner verletzt wird, drängt der mitreisenden Mönch und Heiler Bartholomäus, im nahegelegenen Hof eine Rast zu machen. Dort trifft Janek auch auf Marie Susanne Schenk, die älteste Tochter des Hofbauer auf Gut Rosengarten. Als sich Janeks Wunde entzündet und der Wundbrand
fortschreitet, kümmert sich Marie um ihn. Klar, das nun auch etwas Gefühle wachsen. Hierzu habe ich einen wunderschönen Satz gefunden:

"Irgendwo auf dieser Reise zwischen Tod und Leben war sie der Liebe begegnet" (Seite 82)

Doch Janek und sein Gefolge muss schon bald wieder aufbrechen, da der Feind die Grenzen schon wieder durchbrochen hat. Der Abschied fällt beiden schwer.
Während die Gefolgschaft weiter in den Krieg zieht. verlassen Marie und ihre Familie Gut Rosengarten. Aber am nächsten Ort wartet bzw. wütet schon die Pest, woran auch Maries Vater, Jakob, stirbt. Marie, ihre Schwester und der Knecht Conrad ziehen wieder weiter. Dieses Mal nach Straßburg.

Ohne noch mehr von der Geschichte erzählen zu wollen, kann ich trotzdem verraten, dass es weiterhin spannend bleibt. Werden sich Janek und Marie wieder sehen? Klar, wird der eifrige Historienleser sagen. Aber wenn klar, unter welchen Umständen? Schließlich tobt im Land der Krieg.

Die Autorin versteht es, mit sehr viel Geschick, den Leser auf fast 400 Seiten in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges zu versetzen. Immer wieder trifft man auf geschichtliche Details, die anfangs zwar etwas häufig vorkommen und die Spannung so ein bisschen zum Erliegen bringen, aber mit der Zeit sich sehr angenehm in die Geschichte der beiden Hauptprotagonisten einfügen. So wird schnell deutlich, von welchen Kriegswirren die Länder bestimmt werden.

Die zahlreichen - auch fiktiven - Persönlichkeiten, die im Übrigen im Personenverzeichnis im Anhang aufgelistet werden, spiegeln eine Zeit großer Unruhe wieder. Ein Herrscher, dem der Boden unter den Füßen zu heiß wird und dann lieber das Land verlässt, statt seinem Volk beizusteuern, ist auch heute leider nicht so ganz abwegig. Hier hat sich also von der Vorgehensweise der Regentschaften nicht allzu viel geändert. (Ausnahme bestimmen die Regel)

Als Ortskundige, hatte es mir natürlich doppelt so viel Freude bereit, all die kleinen, feinen Details der Örtlichkeiten zu lesen. Sollte ich doch vielleicht wirklich mal wieder das alte Schloss in Stuttgart besuchen?

Als mein Lieblingsprotagonist hat sich Bartholomäus gezeigt. Seine humorvolle und kluge Art, hat mich sofort fasziniert. Er zählt nun nicht als Hauptprotagonist, trotzdem ist mein Augenmerk auf ihn gefallen. Durch die Beschreibung seines Handels, konnte ich mir im Kopf ein Bild zaubern, das mich so ein bisschen an Bruder Tuck von Robin Hood erinnerte.😃

- Fazit -

Abschließend kann ich sagen, dass ich das Lesen dieses Buches sehr genossen habe. All die kleinen, feinen Details die in die Geschichte geschickt verwoben wurden, lassen so manch fiktive Charaktere sehr lebendig wirken. In jeder Zeile ist zu erkennen, wie gut die Autorin recherchiert hat und mit wieviel Freude und Engagement die Gedanken umgesetzt wurden.

Ich kann dieses Buch allen Lesern großartiger Historienromane nur empfehlen. Ob Ortskundige oder nicht, lehrreich ist dieses Buch auf jeden Fall.

Nun heißt es gespannt warten, bis die Autorin ihren neuen Roman veröffentlicht hat.

Mein Dank geht an die Autorin Gudrun Maria Krick sowie den Silberburg-Verlag, für das kostenlose Leseexemplar.


© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Die Töchter von Rosengarten
  • Autor: Gudrun Maria Krickl
  • Verlag: Silberburg
  • Ausgabe: kartoniert
  • Genre: historischer Roman
  • Seitenzahl: 400 Seiten
  • ISBN: 978-3-8425-1465-2
  • Erscheinung: 1. März 2016


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