Samstag, 30. April 2016

Rezension zu: Der Teufel vom Hunsrück von Ursula Neeb

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- Klappentext -
 
Im Jahre 1581 bricht der Gelehrte Martin Molitor zu einer Reise nach Trier auf. Seine Schwester Sybille ist voller Sorge. Es ist kein Geheimnis, dass ein Serienmörder an der Mosel sein Unwesen treibt und viele Wanderer nicht zurückkehren. Als ihre schlimmsten Befürchtungen wahr werden und Martin verschollen bleibt, bricht Sybille gegen die Widerstände ihrer Familie auf und will die Wahrheit ergründen. Sie trifft auf den Schriftenhändler Sebastian Wildgruber und verliebt sich unsterblich in ihn. Gemeinsam mit Sebastian beginnt Sybille, das grausame Rätsel um den Teufel vom Hunsrück zu entwirren.
 

- Mein Leseeindruck -

Als großer Fan historischer Romane ist mir natürlich die Autorin, Ursula Neeb, längst bekannt. Als ich von ihrem neuen Werk erfahren habe, wusste ich, dieses Buch möchte ich unbedingt lesen.
Gesagt - getan.

Schon der Prolog hat mich fasziniert. [Achtung Spoiler] Diese Angst, die bereits auf den ersten Seiten verbreitet wird, hatte mich total neugierig gemacht. Wer war diese Frau? Was ist mit ihr passiert?
Das Buch teilt sich dann in zwei Teile. Teil 1: Das böse Handwerk und Teil 2: Die Todesermittlerin
Der erste Teil beginnt am 29. Oktober 1566 in der Umgebung von Kerpen. Dort lernt der junge Förstersohn Christman den Fremdem Peter Nitsch kennen. Christmann, ungesellig und menschenscheu ist dem Teufel treu. In dem Fremden sieht er einen Gleichgesinnten und schließt sich ihm an.
Zeitsprung
Frankfurt am Mai, 29. April 1581: Die Patriziertochtee Sibylle Molitor erfährt von einem Herold, dass ihr Bruder verschwunden ist. Er wollte zu einem Kongress nach Trier, um einen Vortrag zu halten. Jedoch ist er dort nicht angekommen. Sybille, die ein sehr enges Verhältnis zu ihrem Bruder hat, beginnt ihn zu suchen.

Der zweite Teil befasst sich mit der Aufklärung der Mordes.
Aber mehr möchte ich jedoch nicht verraten.

Die Autorin lässt den Leser an einer spannenden und (un)wirklichen Geschichte rund um den größten deutschen Serienmörder aller Zeiten teilhaben. Ist es nun Wahrheit, Sage oder einfach nur eine Erfindung? Auch das Nachwort der Autorin lässt Zweifel offen. Einerseits taucht der Name Christman Gniperdoliga in Datenbanken auf, wiederum gibt es keine Belege für seine Taten.
Auch dieses trägt zur Spannung bei.

Anfangs dachte ich noch, huch...schreibt Frau Neeb nun etwa eine Vampirgeschichte, aber nach und nach wurde deutlicher, welche Absicht tatsächlich dahinter steckte.

Die Geschichte an sich hat mir recht gut gefallen, jedoch hatte sie meines Erachtens deutliche Hänger. Deshalb war der Lesefluss und Lesespass seitenweise doch etwas getrübt.

-FAZIT -

 
Wer Schauergeschichten mag, wird mit diesem Buch gut bedient sein. Wer jedoch auf einen historischen Roman hofft, wird wohl eher enttäuscht werden.
Für mich war es eine mittelmäßige Geschichte. Interessante Story, die man jedoch auch auf 30 Seiten erzählt hätte. Deshalb vergebe ich nur 3 Sterne.
 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Der Teufel vom Hunsrück
  • Originaltitel:
  • Autor: Ursula Neek
  • Verlag: Ullstein Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Roman
  • Seitenzahl: 416 Seiten
  • ISBN: 978-3548287508
  • Erscheinung: 15. Januar 2016




Freitag, 29. April 2016

Rezension zu: Herbstmondin - ein Roman von Isabella Rameder


- Klappentext -
 
Polizist Mark hat im Leben alles, was er sich erträumt hat: Eine schicke Wohnung in München, eine erfolgreiche und attraktive Frau, die Anerkennung seiner Kollegen. doch dann bricht seine Welt plötzlich zusammen und er findet sich in einem Pensionszimmer in einem kleinen Dorf wieder. Alles hier steht für Dinge, die Mark nicht leiden kann: Altmodische Ansichten, Klatsch und Tratsch, Gruselgeschichten und – als wäre das alles nicht schon genug – rennt die ganze Ortschaft auch noch einem dubiosen Schamanen hinterher. Zum Glück gibt es wenigstens einen Vermisstenfall an einem dunklen Ort mit schwerer Vergangenheit, so dass Mark sich in Arbeit stürzen kann. Doch als dann auch noch die hübsche Vroni auftaucht, verstrickt er sich so endgültig in seinem Gefühlschaos, dass er droht, darin verloren zu gehen..
 
- Mein Leseeindruck -

Für eine Blogtour wurden auf Facebook noch Blogger gesucht. Da dieses meine erste Blogtour war, bin ich mit gemischten Gefühlen an das zur Verfügung gestellte Buch gegangen. Wenn das Buch einfach so verschenkt wurde, nur weil man Werbung auf seinem Blog dafür macht... hatte es dann wirklich etwas zu bieten? Angekündigt als Liebesgeschichte mit Krimianteil, wurde ich dann doch neugierig.Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht.
Aber beginnen wir von vorn:

[Achtung Spoiler] Mark, ein Polizist, scheint so ein kleiner Macho zu sein. Jedoch hat seine Ehre einen kräftigen Knock erhalten, denn seine Frau hat sich von ihm getrennt. (Ratet mal warum? 😃)
Statt in seiner schicken Wohnung zu leben, muss er sich ein neues Zuhause suchen und landet bei Helga. Helga führt eine nicht gerade sehr komfortable Pension. Die Zimmer sind etwas altbacken eingerichtet (mit Häkeldeckchen und so weiter). Das Badezimmer ist auf dem Flur, so dass Mark es sich mit den anderen Gästen teilen muss. Einer der anderen Langzeitmieter ist Josef Adler, ein Schamane. Aber das ist nur Eines was Mark auf der Fassung bringt. Zum Anderen gibt es nämlich noch Vroni.
Mehr möchte ich jedoch nicht verraten.

Da ich zuerst etwas skeptisch war, war in anschließend umso mehr überrascht, wie sehr mich diese Geschichte in ihren Bann gezogen hat. Die Autorin versteht es, den Leser stets auf die Gedankenreise mitzunehmen. Sei es beim Krimianteil oder auch bei der Liebesgeschichte. Nie hatte ich das Gefühl, hier wären einfach nur ein paar Sätze hingeklatscht. Nein, die Geschichte macht eher den Eindruck, dass da ganz viel Gefühl darin steckt. Gefühle und Gedanken. Es ist keine Geschichte, die man einfach nur liest. Nein, sie ist mehr. Vielleicht liegt es auch daran, weil sie die Autorin sehr mit Spirituellen befasst. Es hat den Anschein, als würden die beiden Protagonisten, Mark und Vroni, ihre Mitte suchen und zum Ende hin auch gefunden haben.
Mich hat die Geschichte auch irgendwie berührt, wenngleich der Krimianteil nicht zu vergessen ist.

-FAZIT -

 
Ich kann das Buch nicht wirklich einem bestimmten Genre zuordnen. Eine Liebesgeschichte? Eine spirituelle Geschichte? Ein Krimi? Ich weiß es nicht, und gerade diese Tatsache macht es für mich sehr spannend.
Das Buch hat mich sehr gut unterhalten. Deshalb vergebe ich 5 Sterne!
 
  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Herbstmondin
  • Originaltitel:
  • Autor: Isabella Rameder
  • Verlag: Books on Demand
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Roman
  • Seitenzahl: 256 Seiten
  • ISBN: 978-3739226163
  • Erscheinung: 17. Februar 2016





Mittwoch, 27. April 2016

Rezension zu: Selection - Band 1 von Kiera Cass

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- Klappentext -
 
Die Chance deines Lebens?
35 perfekte Mädchen – und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?


- Mein Leseeindruck -

Schon seit längerer Zeit beobachte ich den Hype um die "Selektion" Reihe von Kiera Cass. Jedoch habe ich immer gezögert mir die Bücher zu kaufen, da ich bislang von diesen Supermegahypes echt enttäuscht war. Durch eine Wanderbuchgruppe auf Facebook habe ich den Schritt nun gewagt und ich für das Buch eingetragen. Sollte es mich enttäuschen... was solls .... einfach weiter schicken.

Als ich das Buch dann in Händen hielt war ich jedoch, zugegebenermaßen vom Cover schon etwas angetan. Dieses Kleid hat schon etwas grazieles, wenngleich mir das rothaarige Mädchen nicht wirklich gefällt. Nun denn, dachte ich, les ich mal so ein, zwei Seiten und warte ab. Hm....was soll ich sagen? Aus den ein-zwei Seiten wurden Stunden und schwupps war ich mit dem Buch durch.

Aber beginnen wir mal von vorn: [Achtung Spoiler]
America Singer (ja, sie heißt wirklich so) lebt mit ihrer Familie in . Sie leben ein recht bescheidenen Leben, da die Menschheit im sogenannte Kasten unterteilt ist. (Mehr dazu siehe weiter unten) Eines Tages erhält die Familie einen Brief, bzw. eine Einladung zu einem Casting ins Königshaus, da eine Frau für den Prinzen gesucht wird. Aus jeder Provinz wird dem Prinzen eine Frau zwischen sechzehn und zwanzig Jahren vorgestellt. America möchte jedoch unter gar keinen Umständen an diesem Casting teilnehmen. Der Grund dafür ist intern anderem, dass sie in Aspen verliebt ist. Diese Liebe ist jedoch nicht erwünscht, weil die Kasten nicht zusammenpassen und sich America finanziell verschlechtern würde. Auch würde ihr darunter leiden. Dieses Geheimnis mit der Liebe behält sie jedoch für sich. Sie gibt stattdessen an, dass sie Prinz Maxon nicht mag und ihn arrogant findet. Nie und nimmer würde sie bei diesem Casting mitmachen. Nun greift ihre Mutter zu einer List, indem sie ihr Geld bietet, das sie behalten darf. (Dieses ist in der Kaste nicht üblich) America sieht nun die Hochzeit mit Aspen vor sich, da sie finanziell besser gestellt wäre und willigt ein. Schnell sind die notwendigen Formulare ausgefüllt. Als alles soweit geklärt ist, macht Aspen mit ihr Schluss. Sie ist am Boden zerstört. Hatte sie doch nur aus Liebe zu ihm diese ganzen Formulare ausgefüllt und sich fürs Casting entschieden. Aber Aspen bleibt bei seinem Entschluss.
Dann war es endlich soweit... America durfte ihre Uniform der Erwähnten anziehen. Eine schwarze Hose und eine weiße Bluse. (Weshalb mich das an C&A oder an Banken erinnert hat.... tz tz tz...keine Ahnung.) Dazu trug man die Wappenblume seiner Provinz im Haar. (In meinem Fall wäre es wohl dieses Wappen:      ) Bei der Verabschiedung sieht sie Aspen wieder. Und neben ihm...händchenhaltend...Brenna Butler.  (Boah, was für ein A...) Und so wird aus America Singer, Lady America.

Mehr möchte ich jedoch nicht verraten. Klar müsste jedoch sein, dass die Liebe weiterhin eine große Rolle spielt.
Obwohl ich anfangs erst zögerte, habe ich dieses Buch einfach nur genossen. Eine tolle Lektüre zwischen all den blutrünstige Thrillern, die ich sonst gerne lese. Dieses Buch hat mich total entspannt. Die Protagonisten, zu nennen wäre hier hauptsächlich America, Aspen und Maxon, waren alle sehr überzeugend charakterisiert. Ich konnte mir jede Bewegung, jede Mimik, jedes Verhalten absolut vorstellen. Die Handlungen waren für mich stets nachzuvollziehen.
Immer wieder hat mich diese bezaubernde Geschichte an "Bachelor" oder auch "Germanys next Topmodel" erinnert. (Jedoch hat America keine Rose von Maxon erhalten😢)
Die einzelnen Szenen fand ich sehr gut und bildhaft dargestellt, so dass ich das Gefühl hatte, inmitten des Salons zu sein, ebenfalls ein grandioses Zimmer zu bewohnen oder durch den Park zu wandeln.
Deutlich wird auch der Zwiespalt, in dem sich Lady America befindet.

Hier nochmal zur Verdeutlichung der Kasten:
1=Königshaus
2=
3=Künstler
4=Arbeiten in einer Fabrik, in einem Geschäft oder auf einem Bauernhof
5=
6= Bedienstete, auch im Haushalt
7=
8= Obdachlose und Vagabunden

-FAZIT -

 
Mir hat der Auftakt zur Serie sehr gut gefallen, so dass ich unbedingt wissen möchte, wie die Geschichte weitergeht.
Wer gerne Romane mit ein wenig modernem Herzschmerz liest, wird diese Serie lieben.
Von mir gibt es 5 Sterne!
 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Selection
  • Originaltitel: The Selection
  • Autor: Kiera Cass
  • Verlag: Fischer Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Jugendbuch
  • Seitenzahl: 368 Seiten
  • ISBN: 978-3733500306
  • Erscheinung: 22. Januar 2015



Die Reihe umfasst folgende Bände:
1.)  Selection
2.) Die Elite
3.) Der Erwählte
4.) Die Kronpinzessin





Dienstag, 26. April 2016

Rezension zu: Zerschunden - ein True Crime Thriller von Michael Tsokos

Bildquelle: Knaur Verlag
 
- Klappentext -
 
Ein Serienkiller, der europaweit in der Nähe von Flughäfen zuschlägt. Er ist schnell, er ist unberechenbar, und er ist nicht zu fassen. Seine Opfer: Alleinstehende Frauen, auf deren Körper er seine ganz persönliche Signatur hinterlässt. Ein Fall für Rechtsmediziner Fred Abel vom Bundeskriminalamt, der plötzlich tiefer in den Fall involviert ist, als er möchte. Denn der Hauptverdächtige ist ein alter Freund, dessen kleine Tochter im Sterben liegt.
- Zitat -
 
"Die Schatten, die uns umgeben, sind nichts anderes als unsere eigenen sündigen Gedanken." (Seite 14)

- Mein Leseeindruck -

Als absoluter Thriller-Fan kommt man an Autoren wie Sebastian Fitzek nicht vorbei. Durch ihn bin ich auf Michael Tsokos aufmerksam geworden. Wenn Fitzek mit ihm zusammen so spannende Bücher schreibt, muss Tsokos ja auch schreiben können, so war mein Gedanke. Somit war klar, dass ich unbedingt den vorliegenden True-Crime-Thriller lesen wollte.

Im ersten Teil der Abel-Trilogie erwartet den Leser bereits auf den ersten Seiten Spannung pur. 
Wir erfahren, dass Dr. Fred Abel in der rechtsmedzinischen Abteilung des BKA arbeitet. Um genau zu sein, in der Abteilung für "Extremdelikte". Und extrem fängt auch die Story an.

Mord an einer älteren Dame. Auf ihren Beinen schreibt der Mörder die Worte: Respectez Asia. das das wohl zu bedeuten hat? Abel und seine Kollegen ermitteln und treffen dabei auf Unglaubliches.

Unglaublich? Oh ja! Gerade im Hinblick darauf, dass es sich dabei größten Teils um eine wahre Geschichte handelt. Auch besser bekannt als der  Miles&More Killer, der die Welt in Atem hielt.

Der Autor, Michael Tsokos, hat es wirklich geschafft, dass ich das Buch kaum aus den Händen legen wollte. Spannung und Action wechselten sich immerzu ab. Leider gab es auch hin und wieder ein paar kleine Hänger, die jedoch wirklich nur kurzzeitig waren.

Die Protagonisten, speziell Abel, fand ich sehr gut ausgearbeitet und man merkt, dass der Autor eine ganz bestimmte Person vor Augen hatte. Jede Geste, jede Mimik wurde detailliert beschrieben, so dass ich selbst das Gefühl hatte, Abel schon längere Zeit zu kennen.

-FAZIT -

 
Ich bin vom ersten Teil der Trilogie sehr angetan und freue mich darauf, schon bald die Fortsetzung lesen zu können.
Für Thriller Fans man ich dieses Buch absolut empfehlen.
Ich vergebe 4 Sterne!
 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Zerschunden
  • Originaltitel:
  • Autor: Michael Tsokos
  • Verlag: Knaur Verlag
  • Ausgabe: Broschiert
  • Genre: Thriller
  • Seitenzahl: 432 Seiten
  • ISBN: 978-3426517895
  • Erscheinung: 1. Oktober 2015






Freitag, 22. April 2016

Rezension zu: In der ersten Reihe sieht man Meer von Klüpfel und Kobr

- Klappentext -
Teutonengrill trifft Dolce Vita

Mensch, war das schön:
Im Morgengrauen ging’s los, eingepfercht auf der Rückbank der vollbeladenen Familienkutsche.
Zehn Stunden Fahrt an die Adria, ohne Klimaanlage und Navi, dafür mit Modern Talking aus dem Kassettenradio.
Am Strand ein Duftgemisch aus Tiroler Nussöl und Kläranlage, und statt Cappuccino gab’s warme Limo.
Willkommen zurück im Urlaubsparadies der 80er Jahre.
Darin findet sich Familienvater Alexander Klein wieder, als er über einem Fotoalbum einnickt und als pickliger Fünfzehnjähriger erwacht – dazu verdammt, die Italien-Premiere seiner Jugend noch einmal zu erleben. Und zwischen Kohlrouladen und Coccobellomann die beste Zeit seines Lebens hat.


- Mein Leseeindruck -

Schon der Titel hatte mich sehr neugierig gemacht. Und als ich dann noch festgestellt hatte, dass sich das abgebildete Foto tatsächlich wie ein eingeklebtes Foto anfühlt, war es um mich geschehen. Die Neugier hatte mich gepackt.

Sehr eindrucksvoll und in Erinnerung schwelgend, beschreiben die beiden Autoren, die ich bislang nur von den Kluftinger Krimis kannte, eine Urlaubsreise samt ihre Vorbereitungen in den 80igern. Mama, Papa und zwei Kinder.... zwei Wochen... in Italien....  Ganz so, wie es auch bei uns zuhause war.

Es wird bei den Vorbereitungen vom großen Shell-Atlas gesprochen, von belegten Wurstbroten usw. Beim Lesen habe ich mich total an meine Kindheit erinnert. Das hätte alles genauso von uns erzählt werden können. Auch der Stress und Streit vor der Anfahrt.... original wie bei uns.

Toll fand ich, dass die beiden Autoren ihre eigenen Urlaubsfotos und Andenken für das Buch verwendet haben.

Der Leser erlebt auf fast 320 Seiten eine Zeitreise in die 80iger, die jedoch keiner Fantasy entsprungen ist. Ich denke, dass die Mehrheit der Deutschen solche Urlaube verbracht hat.
Nicht unerwähnt lassen möchte, die kleine Gastrolle des Kluftingers, die mit eingebaut wurde. Tja, die Autoren können es eben einfach nicht lassen.


-FAZIT -

 
Wer gerne in Erinnerungen schwelgen möchte, wird sich in diesem Buch total wieder finden. Wer die Begriffe Commodore-Computer, Shell-Atlas usw. noch kennt, wird seine wahre Freude haben.
Auf die Erinnerung!!!


  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: In der ersten Reihe sieht man Meer
  • Originaltitel:
  • Autor: Volker Klüpfel, Michael Kobr
  • Verlag: Droemer Verlag
  • Ausgabe: Hardcover
  • Genre: Roman
  • Seitenzahl: 320 Seiten
  • ISBN: 978-3-426-19940-4
  • Erscheinung: 9. März 2016




Donnerstag, 21. April 2016

Rezension zu: Die Zerrissenen von Stephanie Fey

Vielen Dank an das Bloggerportal
 
- Klappentext -

Der dritte Thriller rund um die Münchner Rechtsmedizinerin und Gesichtsrekonstrukteurin Carina Kyreleis! Bevor die Münchner Rechtsmedizinerin und Gesichtsrekonstrukteurin Carina Kyreleis auf einen Unbekannten stößt, der Frauenleichen ausgräbt, obduziert sie den Ex-Kollegen ihres Vaters, der erhängt in seiner Zelle aufgefunden wurde. Kriminalhauptkommissar Matte Kyreleis glaubt fest daran, dass Kurt Krallinger ermordet worden ist, und sieht Parallelen zu RAF-Terroristen, deren angebliche Selbstmorde ähnliche Ungereimtheiten aufweisen. Unter dessen kämpft Carina gegen Panikattacken und fühlt sich verfolgt. Zu recht, denn jemand will unbedingt verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt.



- Zitat -

"Am gleichen Strang zu ziehen, heißt noch gar nichts. Auch Henker und Gehenkter tun das."
(Helmut Qualtinger) - Seite 39

- Mein Leseeindruck -

Da ich die beiden Vorgänger gelesen habe, wollte ich nun wissen, wie alles weitergeht. Nach einigen Seiten habe ich jedoch festgestellt, dass der vorliegende Band 3 nahtlos an den Vorgänger anknüpft. Ob das wirklich ratsam ist?

Doch beginnen wir von vorn. [Achtung Spoiler] Nachdem Carina im letzten Band fast getötet wurde, möchte sie in Mexiko Urlaub machen. Koffer sind gepackt, alle Papiere geordnet. Da kommt der Anruf, dass Krallinger tot in seiner Zelle aufgefunden wurde. Sie zögert nicht lange, und fährt zurück zur Rechtsmedizin. Auch ihr Vater wartet schon ungeduldig auf die ersten Untersuchungsergebnisse. Schließlich war Krallinger sein Exkollege und Fastmörder.
Bei der Untersuchung stellt Carina einen leichten Zitronengeruch an Krallingers Händen fest. Hat ihm jemand nach seinem Tod noch die Hände gereinigt? Carina ahnt, dass irgendwas vertuscht werden soll und ermittelt auf eigene Faust. Dabei erfährt sie auch einiges aus ihrer Vergangenheit.

Die Protagonistin ist ja bereits aus den vorliegenden Bände bekannt und hat sich meiner Meinung nach, nicht wirklich weiter entwickelt. Im Allgemeinen fand ich, dass die Autorin ihrem Schreibstil sehr treu geblieben ist.

Hin und wieder wurde versucht ein bisschen humorig zu wirken. z.B. Trotha, mit A hinten, nicht mir EL. Hier musste ich schon etwas länger über den Witz nachdenken.  Humorig fand ich auch St. Adelheim. als Nichtbayer habe ich nicht sofort die Verknüpfung zum Gefängnis verstanden. Ich möchte damit ausdrücken, dass mir die Witze etwas zu platt waren und mir nur ein ganz müdes Lächeln anbringen konnte.

Anfangs fand ich auch die Rückblenden etwas verwirrend, da mir dort Personen begegnet sind, mit denen ich auf Anhieb nichts anfangen konnte.

Interessant fand ich jedoch die Kapitelbezeichnung in Sekunden, sowie die Zitate.

Lehrreich war wiederum, dass auch die Friedhöfe "ums Überleben" kämpfen müssen. Die Hinterbliebenen möchten sparen und die Kosten der Friedhöfe sind scheinbar kaum mehr zu decken. Durchaus ein interessantes Thema.
 


-FAZIT -

 
Ich kann jedem Leser raten, vorher Band 1 und 2 zu lesen, da man sonst kaum eine Chance hat, die Geschichte zu verstehen. Ständige Rückblenden und Verknüpfungen zur Vergangenheit. Bei Beendigung des vorliegenden Buches, erscheint die Trilogie jedoch schlüssig. Die Autor wagt sich nämlich an ein ganz heikles Thema der deutschen Terrorgeschichte ran. Die RAF und die Nachfolger.
Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat, bis auf den "erzwungenen" Humor. Ich bin froh, dass ich Band 1 und 2 vorab gelesen habe.

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Die Zerrissenen
  • Originaltitel:
  • Autor: Stephanie Fey
  • Verlag: Heyne Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Thriller
  • Seitenzahl: 384 Seiten
  • ISBN: 9783453417601
  • Erscheinung: 9. Februar 2015







Mittwoch, 20. April 2016

Rezension zu: Winter Family von Clifford Jackman


Vielen Dank dem Bloggerportal
 
- Klappentext -

Georgia 1864: Amerika blutet im Bürgerkrieg. Sergeant Quentin Ross schart eine Gruppe hemmungsloser Gewalttäter um sich. Unter ihnen ist einer, der selbst Ross Angst macht: Der unscheinbare Farmerjunge Augustas Winter entpuppt sich als monolithischer Todesengel und wird zum neuen Anführer der Bande, die fortan unter dem Namen Winter Family eine blutige Spur durch Amerika zieht. Zunächst als Söldnergarde angeheuert, wird die Winter Family nach dem Bürgerkrieg von gewissenlosen Politikern für deren eigene Zwecke eingesetzt. Doch niemand kann die Winter Family kontrollieren ...


- Mein Leseeindruck -

Dieses Cover hatte mich sofort in seinen Bann gezogen. Irgendwie sehr einfach gehalten, aber doch auch irgendwie außergewöhnlich. Und als ich dann noch entdeckt hatte, dass es sich um einen Heyne Hardcore Roman handelt, wusste ich, ....dieses Buch muss ich haben.

Der Autor Clifford Jackman beschreibt in seinem Debütroman, die dunkle Seite Amerikas. Er widmet sich nämlich dem Bürgerkrieg. Ob es sich nu um einen Western handelt oder um einen Biografieähnluchen Roman.... ich weiß ich nicht. Vielleicht beides!

Schon auf den ersten Seiten fühlt man sich in die Zeiten des Wilden Westens zurück versetzt. Eine Zeit, die wir aus dem Fernsehen kennen. Sei es durch Serien wie Bonanza, oder Filme wie High Noon.
Sofort fühlt man sich mitten im Geschehen. Man spürt förmlich den Staub im Gesicht und hört die Pferde schrauben. Man erwähnt die schwingende Saloontüre und hört das Quietschen des Schaukelstuhls auf der Veranda. So ein typisches Westernfeeling eben.
Aber dann wären da auch noch die fast biografieähnlichen Passagen. Ich konnte sie nicht wirklich zuordnen. Für die Entwicklung der Story waren sie zu nüchtern und in dieser ausschweifenden Form auch unnötig.

Anfangs waren mir auch viel zu viele Personen aktiv, was mich etwas verwirrt hat. Klar, es handelt sich um die "Family", aber dieses zeigt sich erst nach und nach.

-FAZIT -

 
Wer gerne Western liest, wird sich in diesem Buch bestimmt sehr wohl fühlen. Ich bin jedoch etwas zwiegespalten. Für mich ist dieses Buch "weder Fisch noch Fleisch".
 

 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Winter Family
  • Originaltitel: The Winter Family
  • Autor: Clifford Jackman
  • Verlag: Heyne Verlag
  • Ausgabe: Broschiert
  • Genre: Roman
  • Seitenzahl: 512 Seiten
  • ISBN: 978-3453676923
  • Erscheinung: 11. Januar 2016



Dienstag, 19. April 2016

Rezension zu: Das Haus - ein Hardcore Thriller von Richard Laymon

Vielen Dank dem Bloggerportal.
 
- Klappentext -

Halloween. In der amerikanischen Kleinstadt Ashburg gibt es dieses Jahr eine große Party. Geladen wird ins Sherwood- Haus. Ein ganz besonderes Haus. Vor vielen Jahren ist dort eine Familie bestialisch ermordet worden. Seitdem wird es gemieden. Doch trotz dieser finsteren Vorboten öffnen sich am Abend die Tore. Das blutige Spiel beginnt ...


- Mein Leseeindruck -

Schon seit einigen Jahren lese ich die Hardcore Thriller des Heyne Verlags. Am liebsten die Bücher, eines ganz bestimmten Autors. Nämlich Richard Laymon!

Durch seinen treffenden Schreibstil schafft er es immer wieder, mich an seine Geschichten zu fesseln. Ein Buch angefangen, möchte ich es nicht mehr aus den Händen legen. So nun auch mit diesem vorliegenden Buch.
Die Beschreibungen des Sherwood Hauses haben mich sehr neugierig gemacht. Zugleich fand ich es auch gruselig, was dann eben wieder der Nervenkitzel war. Alt, im Kolonialstil erbaut, düster, verlassen.... all dieses lässt schon mal das Kopfkino in Gang setzen.

Wer Laymon kennt. weiß, das der Gruselfaktor stets gegeben ist.  Sei es die Beschreibung von Dex' Kopf in der Toilettenschüssel oder durch die Vampire.... stets jagt er dem Leser Schauer über den Rücken.

Im vorliegenden Buch war es jedoch so, dass mir ab und zu kleine Schwächen aufgefallen sind. Ich fand z.B., dass die Überleitung zu den Ermittlungen von Sam sehr viel Zeit in Anspruch genommen haben. Viel Wortgeplänkel, bei dem der Spannungsbogen leider nicht gehalten wurde.

-FAZIT -

 
Fans echter Horror-Schocker werden etwas enttäuscht sein, da Laymon hierbei etwas ruhiger zu schreiben scheint. Wer also auf absoluten Nervenkitzel steht, die Fingernägel bis zum Nagelbett abkauen und beim Knacken von Holzbalken zusammenzucken möchte, wird leider nicht wirklich Spaß am Buch haben.
Leser, die auf Spannung, Unterhaltung und etwas Action stehen, werden jedoch auf ihren Geschmack kommen.

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Das Haus
  • Originaltitel: Allhallow's Eve
  • Autor: Richard Laymon
  • Verlag: Heyne Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Thriller
  • Seitenzahl: 288 Seiten
  • ISBN: 978-3453676480
  • Erscheinung: 8. März 2016






Freitag, 15. April 2016

Rezension zu: Das Geheimnis der Hebamme - der erste Band der Hebammen Saga von Sabine Ebert

- Klappentext -

Weil sein Sohn tot geboren wurde, will Burgherr Wulfhart der jungen Hebamme Marthe Hände und Füße abschlagen lassen. Nur mit knapper Not gelingt ihr die Flucht aus ihrem Dorf. Um zu überleben, schließt sie sich einer Gruppe fränkischer Siedler an, die ostwärts in die Mark Meißen ziehen, um sich dort in noch unerschlossenem Gebiet ein neues, besseres Leben aufzubauen. Anführer der Siedler ist der Ritter Christian, der mehr und mehr von Marthe und ihrem Heilwissen fasziniert ist. Doch dies erregt auch die Aufmerksamkeit von Christians erbittertstem Feind, einem einflussreichen Ritter in Diensten des Meißner Markgrafen Otto von Wettin. Da wird in Christians Dorf Silber gefunden …

- Mein Leseeindruck -

Dieses Buch lag nun schon lange Zeit auf meinem SUB. Mehrfach hatte ich dieses Buch angefangen, aber immer wieder nach kurzer Zeit abgebrochen.  Nun hatte ich mir vorgenommen, bis zum Ende zu lesen. Tja, und was soll ich sagen ...
Fangen wir mit dem Positiven an: Gut gefallen hat mir das Dramatis Personae. Hier wird schnell klar, welche Personen wirklich historisch und damit urkundlich erwähnt sind.

Kommen wir zur Geschichte [Achtung Spoiler] Alles beginnt um 1167 in Franken. Marthe, die Tochter einer Heilkundigen, wird  zum Burgherrn gerufen, da seine Frau ein Kind gebären soll. Bei der Geburt entstehen Probleme und das Kind wird tot geboren. Als der Burgherr vom Tod seines Kindes erfährt, droht er Marthe sie umzubringen. Marthe flieht und sucht Schutz in den Wäldern. Dort trifft sie auf Christian, der einen Tross anführt. Sie schließt sich der Gruppe an. Klar, dass es nun erst richtig los geht.

Von den Protagonisten hat mir ganz klar Marthe am besten gefallen, jedoch hätte ich mir trotzallem etwas mehr Tiefe gewünscht. Oft hatte ich das Gefühl, dass es aus allen Ecken nur noch rief: Marthe hier, Marthe dort...überall nur noch Marthe. Meines Erachtens wurde sie so ein bisschen in den Himmel gehoben. Aber trotzdem blieb sie für mich etwas blaß.

Christian...tja, eigentlich auch hier wieder nichts neues. Ein klassischer Ritter eben. Auch keine wirklich spannende Erscheinung. Er ist eben da.

Teilweise fand ich auch die  geschichtlichen Szenen sehr ausgedehnt, so dass mir "Das eigentliche Geheimnis der Hebamme" wiederum zu kurz kam.

-FAZIT -

 
Leser von historischen Romanen werden an dieser Serie nicht vorbeikommen. Allerdings trifft man hier leider auf nichts neues.
 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Das Geheimnis der Hebamme
  • Originaltitel:
  • Autor: Sabine Ebert
  • Verlag: Knaur Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Historischer Roman
  • Seitenzahl: 652 Seiten
  • ISBN: 978-3426634127
  • Erscheinung: November 2006



Donnerstag, 14. April 2016

Rezension zu: Götter von Will Hofmann

- Klappentext -

In Deutschland gibt es vier geheime Reservate, in denen, nach Geschlechtern getrennt, Männer und Frauen wie Sklaven gehalten und körperlich sowie sexuell durch sogenannte Götter ausgebeutet werden. Diese gebärden sich zu ihrem eigenen Vorteil als Herren über Leben und Tod und führen über ihre Untertanen ein strenges Regiment bis hin zur Todesstrafe.
Diesem Terrorregime entfliehen unabhängig voneinander Agnes und Günter. Sie treffen sich zufällig in der Freiheit, tun sich zusammen und müssen das zivilisierte Leben von Grund auf neu lernen. Mithilfe von Freunden gelingt ihnen dieser Prozess erstaunlich schnell. Zugleich entsteht bei ihnen der Wunsch, die vermeintlichen Götter zu entmachten. Werden sie diesen Kampf erfolgreich bestehen?



- Mein Leseeindruck -

Durch eine Leserunde bei Lovelybooks bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Im Allgemeinen neige ich zu Spontankäufen bei ansprechendem Cover, mit dem vorliegenden Buch war es jedoch anders. Das Cover finde ich nicht wirklich toll, aber trotzdem hat es mich irgendwie angesprochen. War es der Hubschrauber? Oder war es der Stacheldraht? Ich weiß es nicht!

Während des Lesens mußte ich jedoch feststellen, dass die versprochene bzw. erwartete Brutalität ausblieb. Vielmehr traf ich auf eine Geschichte, die etwas unglaublich auf mich wirkte. 

Doch beginnen wir von vorn.ACHTUNG SPOILERGEFAHR. Wir treffen auf Agnes, die in einem Ghetto aufwächst und der ihre ganze Identität und Eigenständigkeit genommen wurde. Die flieht nach einiger Zeit und wird mit dem "wahren" Leben konfroniert. Ein Leben, in das sie sich trotzallem recht schnell zurecht findet.
Hier setzen auch schon meine Zweifel ein. Ich fand die Befreiung aus dem Reservat leider etwas zu kurz geraten. Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Dahingegen waren die Themen Flucht und Überleben sehr ausgeprägt, was mir an manchen Stellen schon etwas langatmig erschien.
Im Allgemeinen fand ich die Personen sehr blaß dargestellt, so dass ich keinen wirklichen Bezug herstellen konnte.

Ich fand die Geschichte zwar durchaus lesenswert und unterhaltsam, aber irgendwie hat sie mich nicht gepackt. Es war vielmehr nur ein Lesen, aber nicht wirklich ein Lesegenuss.

-FAZIT -

 
Meines Erachtens, handelt es sich bei diesem Buch eher um das Genre: Dystropie. Als Sifi oder Thrller würde ich es nicht bezeichnen. Möglicherweise war ich deshalb auch etwas enttäuscht.
  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Götter
  • Originaltitel:
  • Autor: Will Hofmann
  • Verlag: fabulus Verlag
  • Ausgabe: Hardcover
  • Genre: Roman
  • Seitenzahl: 400 Seiten
  • ISBN: 978-3944788197
  • Erscheinung: 29. März 2016 (1.000 Auflage)

Mittwoch, 13. April 2016

Rezension: Locked in - ein beeindruckender Roman von Holly Seddon

- Klappentext -

Du denkst, sie hört dich nicht. Aber du täuschst dich.

Alex Dale ist eine brillante Journalistin. Doch sie hat ein Alkoholproblem. Mehr als ein paar Stunden am Tag hält sie ohne Drink nicht aus, beruflich hangelt sie sich von einem Freelance-Job zum nächsten. Bei der Recherche für einen Artikel stößt sie auf den Fall von Amy Stevenson, die seit vielen Jahren im Koma liegt. Und plötzlich erwacht Alex’ untrüglicher journalistischer Spürsinn wieder. Sie ahnt, dass Amy ein Geheimnis hat. Aber wer soll einer Alkoholikerin schon glauben?



- Mein Leseeindruck -

Puh, selten habe ich ein Buch gelesen, das mich so beschäftigt hat. Doch beginnen wir mal von vorn.
Zuerst blickte ich auf dieses eher unspektakuläre, aber doch irgendwie interessante Cover. Diese metallicblaue Farbe hat mich schon neugierig gemacht. Und was mich in dann in der Story erwartete, war echt der Hammer.
[Achtung Spoiler] Da treffen wir als erstes im Jahr 1995 auf Amy Stevenson. Sie wirkt ein bisschen aufwändig und anders als ihre Freundinnen. Man würde heute einfach sagen, eine Göre. Aber auch liebenswert.
Nun kommt der Zeitsprung. Die Autorin versetzt uns ins Jahr 2010 und wir lernen Alex kennen. Sie ist schreibt für eine Zeitung und stolpert sozusagen über eigene Vergangenheit, da sie einen Artikel über Komapatienten schreiben soll. Bei ihrer Recherche trifft sie nämlich auf Amy die im Wachkoma ist. Und Alex, im übrigen Alkoholikern, erinnert sich noch an den Fall, da sie in derselben Straße gewohnt hatte. Alex ist von Amys Schicksal betroffen, möchte aber mehr wissen. Mehr über das Wachkoma und vor allem, wie es bei Amy überhaupt dazu kam. Alex beginnt zu ermitteln und wird auch dabei immer wieder von ihrer Vergangenheit eingeholt.
Als dritter Hauptprotagonist treffen wir noch auf Jakob. Ein Mann der nach außen hin, sehr tough wirkt, aber in seinen vier Wenden doch immer wieder zusammenbricht.
Mehr möchte ich zur Story nicht erzählen, da dieses Buch so toll ist, dass man es einfach gelesen haben muss.
Sehr feinfühlig oder doch auch ohne Umschweife, erzählt die Autorin vom Schicksal von Komapatienten, im speziellen vom Wachkoma. Ich hatte hierbei den Eindruck, dass die Autorin sehr genau recherchiert hat oder sogar davon betroffen war/ist. Dieses ist jedoch rein spekulativ. Klar wird jedoch, wie das Gericht und die Medizin mit solchen Patienten umgeht. Sehr interessant fand ich hierbei die Tests, die mit den Patienten durchgeführt werden, und auch die unterschiedlichen Reaktionen. Ein für mich absolut faszinierendes Thema.
Als zweites, schwerwiegendes Thema, widmet ich die Autorin im vorliegenden Buch, dem Alkoholismus. Am Beispiel von Alex wird beschrieben, welche körperlichen und geistigen Gebrechen auftreten können. Hier fand ich die Inkontinenz sehr erschreckend, aber auch die Gedächtnislücken.
Insgesamt kann ich sagen, dass mir die Charakterisierung der Protagonisten sehr gut gefallen hat. Die Spannung war für einen Roman hervorragend. Am Ende blieb ich doch etwas fassungslos und betroffen zurück. 

-FAZIT -

 
Wer einen eher aussergewöhnlichen Roman mit Spannungselementen lesen möchte, ist hier genau richtig. Die beiden Hauptthemen Wachkoma und Alkoholismus halten die Geschichte die ganzen Zeit über am Laufen, wirken aber nie aufdringlich.
Mich hat dieses Buch stellenweise sehr berührt.
Ein Buch, das mich noch lange Zeit beschäftigen wird - 5 Sterne

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Locked in: Wach auf, wenn du kannst
  • Originaltitel: Try Not to Breathe
  • Autor: Holly Seddon
  • Verlag: Heyne Verlag
  • Ausgabe: Broschiert
  • Genre: Roman
  • Seitenzahl: 432 Seiten
  • ISBN: 978-3453419223
  • Erscheinung: 14. März 2016



Dienstag, 12. April 2016

Rezension zu: Das Siechenhaus - 3. Teil der Serafina Reihe von Astrid Fritz

- Klappentext -

Tausend Schritte vor der Stadt: Hier im Freiburger Siechenhaus wohnen die Aussätzigen – Sie gelten als lebende Tote. Gerade ist der Bäcker Kannegießer symbolisch zu Grabe getragen worden. Der wähnt sich gesund und bittet Begine Serafina um Hilfe. Serafina will den Wundarzt Achaz hinzuziehen, doch in der Nacht wird Achaz niedergeschlagen und scheint fortan nicht mehr recht bei Verstand. Dabei drängt die Zeit: Selbst wenn Kannegießer gesund ist, unter den anderen Kranken wird er es bald nicht mehr sein. Also fängt Serafina an zu forschen.
Gelingt es Serafina, die Wahrheit rechtzeitig ans Licht zu bringen?




Zitat: " Der Mensch wächst an seinen Aufgaben." (Seite 40)

- Mein Leseeindruck -

Oh, wie hatte ich mich auf den 3. Teil der Serafina Reihe gefreut! Ich konnte es kaum erwarten in dem Buch zu blättern und den Fortgang der Geschichte zu lesen bzw. zu erleben.

Schon das Cover hatte mich beeindruckt, wenngleich mir die Frau etwas blass erschien. Aber durch den Blick des Torbogen auf Auszüge der Stadt, war ich schon mittendrin im Roman.

Vom Dramatis Personae war ich jedoch sehr erstaunt. 7 Seiten mit Personen, die alle eine Rolle in dem Roman spielen sollten? Puh, wenn das mal gut geht und nicht nur verwirrt. Aber.... ich wurde eines besseren belehrt. In kleinster Weise haben mich die Protagonisten verwirrt, da die Autorin alle Personen so geschickt in die Geschichte eingefügt hat, dass nichts überlagert wurde. 
Die Hauptprotagonisten waren meiner Meinung nach, sehr gut charakterisiert. Hervorzuheben ist natürlich Serafin, die als sehr toughe Frau beschrieben wird. Forsch und neugierig meistert sie  ihre Aufgaben und schleicht sich in die Herzen der Leser.

Aber da ist auch noch der Stadtmedicus Adalbert Achaz. Er wirkt etwas zurückhaltend, was sich aber im Laufe der Geschichte relativiert.

 Aber kommen wir zur Geschichte... zum Plot. [Achtung Spoiler]Der Prolog wirkt sehr geheimnisvoll und hat mich sehr neugierig gemacht. Wer war der Täter?  Schon bald landet man in der Geschichte, die recht langsam anfängt, aber keinesfalls langweilig ist. Oh nein... eher im Gegenteil. So nach und nach entwickelt sich nämlich alles zu einem Krimi. Ist der Bäckermeister wirklich zum Tode verdammt? Oder wer trachtet ihm nach seinem Leben? Wird Serafina es schaffen, ihn aus dem Siechenhaus zu holen? 
All dieses beschreibt die Autorin, Astrid Fritz auf fast 300 Seiten. Seiten, die megaspannend sind.
So lernt der Leser, ganz nebenbei, wie damals eine Siechenschau abgelaufen ist. Oder auch die darauffolgende eigene Aussegnung. Ich muss gestehen, dass ich hierbei schon einen Kloß im Hals hatte. Kaum vorstellbar, welche Gefühle die Menschen dabei hatten.

Der Leser lernt aber  auch mehr über ein Siechenhaus. Die Umständen einer Überstellung ans Haus, das Leben und auch das Leid dort. Hier gab es Passagen, die mich sehr betroffen machten.

Die Charakteren sowie das gesamte Umfeld wurden so detailliert beschrieben,  dass ich mich fast schon als Zuschauer empfunden habe. Ja, ich könnte mir tatsächlich vorstellen, dass diese Reihe um Serafina, aber speziell dieses Buch, verfilmt wird. Ich denke, dass hierfür ganz viel Potential da ist.
Nicht unerwähnt möchte ich das ausführliche Glossar lassen. Ich denke, dass hierin wirklich alle relevanten Begriffe ausführlich erklärt wurden. 

-FAZIT -

 
Mir hat dieser Roman mit seiner kriminalistischen Handlung sehr gut gefallen, da ich immer miträtseln und den Täter am Schluss wirklich überführen konnte. Ich hatte schon lange den Verdacht, dass ..... nee, das werde ich nun wirklich nicht verraten.
Ich freue mich schon sehr auf eine Fortsetzung und da das Buch mit dem Satz endet "Nun ja, eine Begine muss nicht immer eine Begine bleiben.", denke ich, dass unser Lesern hier noch einige turbulente Abenteuer erwarten werden. Ich bin gespannt.


  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Das Siechenhaus
  • Originaltitel:
  • Autor: Astrid Fritz
  • Verlag: Rowohlt Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Historischer Roman
  • Seitenzahl: 304 Seiten
  • ISBN: 978-3499269455
  • Erscheinung: 26. Febr. 2016 (2. Auflage)




Sonntag, 10. April 2016

Rezension zu: Muerte con Carne - ein Horrorthriller von Shane McKenzie

- Klappentext -


Menschenfleisch-Tacos, Todes-Wrestling und Kannibalen-Mexikaner ... Willkommen an der Grenze! 
 
Felix und Marta wollen in einer kleinen Grenzstadt einen Dokumentarfilm über illegale mexikanische Einwanderer drehen. Als Marta spurlos verschwindet, erkennt Felix, dass im Niemandsland zwischen den USA und Mexiko der perfekte Ort für jede Art von Verbrechen liegt. Er begreift, dass es viel Schlimmeres als korrupte Cops oder Drogenbanden gibt. Etwa die Familie, die Flüchtlinge zum Fressen gern hat ...



- Mein Leseeindruck -

Ich kenne mittlerweile die Bücher aus dem Festa Verlag sehr genau und kann auch immer wieder zustimmen, dass sie nichts für zarte Gemüter sind.

So auch im vorliegenden Fall.
Allein schon das Cover macht deutlich, in welchem Genre sich der Leser befindet. Horror-Splatter! Ganz nach dem Verlagsmotto...Wenn Lesen zum Albtraum wird...

Leider blieb bei mir der Nervenkitzel bzw. der Alptraum aus. Möglicherweise lag es auch daran, dass die Geschichte sehr mexikanisch wirkt und mein spanisch nicht wirklich gut ist. Gerade in diesen mexikanischen Szenen hatte ich sehr oft das Gefühl, mir würden wichtige Details entgehen. Vielleicht war das auch der Grund, weshalb mir das Buch nicht wirklich gefallen hat.

Schon beim Prolog konnte ich eigentlich nur die Stirn runzeln. Spannung - nein, Gewalt - ja

Die Protagonisten haben mich auch nicht wirklich berührt. Sie waren einfach da, könnten aber auch jederzeit durch x-beliebige Figuren ausgetauscht werden.

-FAZIT -

 
Ich weiß, dass es beim Festa Verlag deutlich bessere Bücher gibt, deshalb bin ich mit meiner Leseempfehlung auch sehr zurückhaltend. Wer Horror-Splatter Geschichten mag, aber nicht zu anspruchsvoll ist, wird Gefallen an dem Buch haben.

Für mich ist es leider nur ein sehr mittelmäßiges Buch.  Schade
 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Muerte con Carne
  • Originaltitel:
  • Autor: Shane McKenzie
  • Verlag: Festa Verlag
  • Ausgabe: Broschiert
  • Genre: Thriller / Horror
  • Seitenzahl: 256 Seiten
  • ISBN: 978-3865523280
  • Erscheinung: 24. Nov. 2014