Sonntag, 31. Januar 2016

Rezension: Girl on the train von Paula Hawkins

Cover: mit freundlicher Genehmigung des blanvalet Verlags

Girl on the train
von Paula Hawkins
erschienen 2015 als Paperback mit 448 Seiten
 
 
- Klappentext -
 
Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.

Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse ...
 
- Mein Leseeindruck -
 


Puh, dieses Buch hat mich wirklich beschäftigt. Aber mal schön der Reihe nach.
 
👍
 
Da ja in jedem Buch etwas gutes steckt, musste ich zugegebenermaßen bei diesem Buch etwas suchen um das Positive zu finden.
Da wäre zum Einen das Cover, das mich sehr neugierig gemacht hat.  Es vermittelt eine Geschwindigkeit, Rasantheit, ein aufeinander peitschen von Geschehnissen. 
So kommen wir auch schon zum Negativen.

👎
 
Nämlich gerade die Rasantheit, das aufeinanderpeitschen der Ereignisse hat mir die ganz Zeit gefehlt. Zugegeben, im letzten Drittel hat die Geschichte etwas angezogen. Aber sonst .... gähn!
Die Protagonisten völlig nichtssagend. Die Handlung schwach.

Sehr oft war ich geneigt das Buch einfach abzubrechen. Ich habe mich jedoch entschlossen, einfach mal quer zu lesen. An keiner Stelle des Buches hatte ich jedoch das Gefühl dadurch etwas übersehen, überlesen oder gar, nicht verstanden zu haben.

- Fazit -

Wieder einmal ist es mir völlig unverständlich, weshalb so ein Hype um dieses Buch gemacht wurde. Bei mir ist dieses Buch leider durchgefallen. Schade!

©Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

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Donnerstag, 28. Januar 2016

Rezension: Versunken - ein wirklich packender Thriller von Sabine Thiesler

Cover: mit freundlicher Genehmigung des Heyne Verlags
Versunken
von Sabine Thiesler
erschienen 2015 als Taschenbuch mit 512 Seiten


- Klappentext -
 
Malte ist auf der Flucht. Er wird wegen Mordes gesucht, hat keine Papiere, kein Geld, kein Zuhause und keine Freunde. Im Hafen von Nizza lernt er durch Zufall Werner kennen, der mit seiner Luxusjacht im Mittelmeer Urlaub macht. Werner bietet ihm an, mit ihm zusammen nach Korsika überzusetzen. Sein Schiff ist ein Traum. Ein Traum, für den es sich zu töten lohnt ...
 
 
- Mein Leseeindruck -
 

Wow, so schnell hatte ich schon lange keine Thriller mehr gelesen. Aber daran kann man erkennen, dass mich die Geschichte absolut in ihren Bann gezogen und gefesselt hat.

👍
 
Wie gewohnt, entführt die Autorin den Leser wieder nach Italien, wo ein deutscher Mörder tätig ist. Ich kann wirklich sagen, dass die Autorin ihrem Stil bislang treu genlieben ist. Immer wieder das gleiche Land, aber auch immer wieder wunderschön beschrieben. So farbenprächtig, dass man schon fast den Duft der Zitronen, oder des Meeres wahrnehmen kann.

Auch der Spannungsbogen verläuft in den Büchern der Autorin immer gleich. Anfänglich sehr langsam steigend, mit Pauken und Trompeter zum Höhepunkt kommend, leicht wieder abfallende um zum Ende hin wieder einen Knaller zu landen.

Die Protagonisten waren sehr deutlich charakterisiert, so dass ich mich beim lesen sofort auf die Personen einlassen konnte, wenngleich auch manche Handlungen etwas zweifelhaft waren. Aber auch dieses war stimmig zu den jeweiligen Charakteren.

- Fazit -

Ein toller Thriller, der mich von der ersten Seite an voll in seinen Bann gezogen hat.
Mein Lesetipp!

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

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Mittwoch, 27. Januar 2016

Rezension: Die fünfte Welle - der erste Teil einer packenden Trilogie von Rick Yancey

Cover: mit freundlicher Genehmigung des Goldmann Verlags

Die 5. Welle
von Rick Yancey
erschienen 2016 als Taschenbuch mit 496 Seiten
 
 
- Klappentext -
 
Sie kommen, um uns auszulöschen. Jeden einzelnen von uns. Bist du bereit zu kämpfen?

Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. Nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Cassie hat seit der Ankunft der Anderen fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie vor dem Tod. Aber kann sie ihm trauen? Sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält ...

- Mein Leseeindruck -
 

Ich bin gegenüber Zukunftsgeschichten immer etwas skeptisch, da sie ja doch nur sehr selten positiv sind. Düster wird der Untergang der Menschheit prophezeit. Oft betrieben von der Machtbesessenheit, der Gier oder Hass, aber eben auch durch die Bedrohung von außen.
Mit diesen Gefühlen in ich auch an dieses Buch rangegangen. Und .... wurde positiv überrascht.

👍
 
Der Autor nimmt sich die Zeit, Personen sehr ausführlich zu beschreiben, dieses ist meiner Meinung nach für die Geschichte auch wichtig. Denn nur so kann man das Handeln von Cassie und ihrem kleinen Bruder Sam auch wirklich verstehen. Auch die Schulkameraden werden erwähnt, um die Tragweite der Welpen deutlich zu machen, da es ja auch emotionale Hintergründe für gewisse Situationen gibt.
Sehr gut hat mir auch die Beschreibung der fünften Welle gefallen, obwohl ich sie anfangs gar nicht als Welle empfunden hatte, nachdem die anderen irgendwie anders ausgefallen waren. Aber im Fortgang der Geschichte wurde alles immer klarer.
Interessant fand ich auch die kleine zarte Liebesgeschichte, die sich aber nicht in den Vordergrund gedrängt hat.

👎

Einen Punkt ziehe ich jedoch für das Ende ab. Klar ich weiß, es soll einen zweiten und einen dritten Teil geben, trotzdem fand ich das Ende merkwürdig. Außerdem blieb auch die Frage, wie "die Anderen" bzw. das Raumschiff miteinander Kontakt aufgenommen haben.

- Fazit -

Ein düsteren Thema: Die Ausrottung der Menschheit bzw. die Manipulation der Menschen. In diesem Buch wird es jedoch nicht nur düster sondern durchaus auch sehr spannend beschrieben.
Es ist zwar nicht gerade ein Buch, das ich unbedingt in einem Zug durchlesen muss, dennoch hatte s mich in seinen Bann gezogen.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung ... möglicherweise auch im Kino!?

(c) Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

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Dienstag, 26. Januar 2016

Rezension: Am Ende der Schuld von Alexa Stein

Verlag: Carl Schünemann Verlag

Am Ende der Schuld
von Alexa Stein
erschienen 2015 als broschierte Ausgabe
 
als ebook mit Dateigröße: 593 KB
ASIN: B00W5PP5B2
 
 
 
- Klappentext -
 
Jana ist eine unauffällige junge Frau. Bei ihren Kunden ist sie beliebt, zu Kollegen und ihren Mitmenschen hat sie möglichst wenig Kontakt. Bloß nicht auffallen, ist ihr Mantra.
Doch dann gerät ihre Welt, ihr ungeliebtes Leben ins Wanken.

Eine schreckliche Entdeckung reißt einen Abgrund vor ihr auf und sie erkennt, dass nicht sie die Schuld für ihr schattenhaftes Dasein trägt. Der Alkoholismus der Mutter, der alles zerstört hat, die Lieblosigkeit in ihrem Leben und die fast schon zwanghaften Bemühungen um Ordnung – daran ist er Schuld.
Und Jana ist entschlossen, ihn das spüren zu lassen, sein so wundervoll geschütztes, perfektes, makelloses Leben zu zerstören, bis die Schuld getilgt ist.

 
 

- Mein Leseeindruck -
 

Durch die zahlreichen positiven Bewertungen bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Als das Buch dann für eine Wanderbuchrunde angeboten wurde, habe ich mich direkt als Mitesser gemeldet. Ich wollte ja unbedingt selbst in den Genuss dieses Buches kommen.

👍
 
Das Cover, so einfach es auf den ersten Blick wirkt, so geheimnisvoller wirkt es bei näherer Betrachtung. Auch die Farbgebung hat mir sehr gut gefallen.
Auch die Protagonistin, Jana, hatte anfangs noch ihren Reiz und machte mich sehr neugierig, das hinter den Änderungen stecken würde. Hier hat die Autorin wirklich Geschick bewiesen, den Leser bei Laune zu halten. Spannung und Unterhaltung waren ganz klar im Vordergrund.

👎
 
Ab der zweiten Hälfte des Buches jedoch, hat mich die Story überhaupt nicht mehr gepackt. Und auch Jana fand ich nur noch nervig und durchgedreht. Irgendwie hatte ich den Zugang zu ihr verloren.

- Fazit -

Ich habe zwar tapfer bis zum Schluss durch gehalten. jedoch habe ich derzeit kein Verlangen, mehr von der Autorin zu lesen.
Die Story ist okay, verliert jedoch ab der zweiten hälfte enorm an Potential. Schade!

(c) Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

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Sonntag, 24. Januar 2016

Rezension: Ein Liebe im Schatten der Krone von Bettina Pecha

Cover: mit freundlicher Genehmigung des books2read Verlag

Eine Liebe im Schatten der Krone
von Bettina Pecha
erschienen 2015 als ebook
 
 
 

- Klappentext -
 
Edinburgh, 1561. Voller Stolz blickt das Land auf seine neue Königin. Das Glück von Fiona Fraser scheint vollkommen, als Mary Stuart sie unverhofft an ihren Königshof beruft. In den Hallen von Holyrood Palace erwartet sie die Chance auf eine glänzende Zukunft. Doch das Leben als Vertraute der Monarchin zeigt schon bald seine Schattenseiten. Marys Hochzeit war ein folgenschwerer Fehler. Unerbittlich intrigiert der neue König gegen seine Frau und ihren Hofstaat. Ein blutiges Ränkespiel um Macht und Verrat nimmt unaufhaltsam seinen Lauf – und schon bald muss Fiona erkennen: Hier entscheidet sich nicht nur das Schicksal einer leidenschaftlichen Herrscherin, sondern auch ihr eigenes. 

- Mein Leseeindruck -

Bereits das Cover hatte mich schon in seinen Bann gezogen. Okay, ich gebe es zu: Ich bin ein bekennender Cover-Käufer. Aber sag doch mal selbst, ist dieses nicht wirklich toll. Passend zu Zeit, ein bisschen geheimnisvoll, romantisch. Aber trotzdem auch irgendwie eigensinnig. Auf jeden Fall hatte es mich neugierig gemacht. Deshalb war ich überglücklich, als ich durch eine Leserunde in den Genuss der Geschichte kommend durfte.
Genuss? Oh ja! Ein wahrer Genuss.
Wir kennen ja alle aus dem englischen Geschichtsunterricht: Königin Mary. Ihr politisches Denken und Handeln, aber auch ihr Ende.
👍
 
In diesem Buch verknüpft nun die Autorin, die Geschichte Marys mit einer noch ganz anderen Frau: Fiona.  Durch sie erweckt die Autorin wieder die Faszination der Monarchie. Allein durch die ausgeprägten Beschreibungen der Charaktere lässt die Autorin die Protagonisten lebendig erscheinen. Und zwar so lebendig, dass ich mich stellenweise schon selbst am Hofe sah und nicht nur als Leserin. Fiona wurde während des Lesens sozusagen zu meiner Freundin. Ich habe mit ihr gelitten als Duncans sie benutzt, beschimpft und ausgebeutet hat. Ich habe mich aber auch mit ihr und ihrer neuen Liebe gefreut. 
Sehr schön beschreibt die Autorin das politische Handeln, aber ohne je zu einseitig zu wirken. Im Gegenteil. Entscheidungen die getroffen wurden, waren nachvollziehbar. Wenngleich sie auch für oder von Mary nicht immer klug waren.
Hervorragend fand ich auch die Beschreibung Edinburghs, die mir sofort wieder die Erinnerungen an einen traumhaften Schottland Urlaub vor einigen Jahren ins Gedächtnis rief.

- Fazit -
 
Künstlich geschaffene Figuren vermischt mit Historie - ein Lesegenuss und -spass für Liebhaber historischer Romane.
Mein Lesetipp!!!

(c) Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

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Freitag, 22. Januar 2016

Rezension: Post mortem - Auftakt der Reihe um die Gerichtsmedizinierin Kay Scarpetta von Patricia Cornwell



mit freundlicher Genehmigung des Goldmann Verlages

Post Mortem
1. Band mit der Gerichtsmedizinerin Kay Scarpetta
von Patricia Cornwell
erschienen 2010 als Taschenbuch mit 416 Seiten
im Goldmann Verlag
 
als gebundene Ausgabe mit 384 Seiten
im Hoffmann und Campe Verlag
 
als ebook mit einer Dateigröße: 748 KB
im Hoffmann und Campe Verlag
ASIN: B004WRIVQC



Klappentext:

Ein Serienmörder versetzt Richmond, Virginia, in Angst und Schrecken. Drei Frauen wurden bisher brutal ermodet – und es gibt keinen Anhaltspunkt, der auf ein Motiv hinweist. Allein der Zeitpunkt ist allen Taten gemeinsam: der frühe Samstagmorgen. Dr. Kay Scarpetta, seit kurzem Leiterin der Gerichtsmedizin, sieht ihre einzige Chance darin, dem Täter eine Falle zu stellen. Schließlich weiß sie, wann er wieder zuschlagen wird: Der nächste Samstagmorgen rückt unaufhaltsam näher ...

Schon lange hatte ich einzelne Bände der Scarpetta Reihe in meinem Regal. Irgendwie hatte es mich aber nie gereizt, mit der Serie zu beginnen. Nun, durch eine Reihen-Abbau-Challenge habe ich mich doch dazu durchgerungen.
Der Autorin ist meiner Meinung nach mit der Protagonistin eine großartige Ermittlern gelungen. Durch die Beschreibung der Charakters wirkt sie sehr nah und menschlich. Sie hat ihre kleinen Schwächen, wirkt liebenswert und klug.
Die Story allerdings hatte ein paar Hänger, so dass ich zeitweise geneigt war, Seiten zu überblättern. Dialoge erschienen mir langatmig und nichtssagend.


Ich zweifle momentan noch, ob ich die Fortsetzungen lesen soll. Obwohl die Ermittlern wirklich interessant ist, bin ich bezüglich der Story sehr verhalten und werde bei der Reihe erstmal eine Pause einlegen.

Donnerstag, 21. Januar 2016

Rezension: Feuer und Flut

Cover: mit freundlicher Genehmigung des cbt Verlags

Feuer & Flut
von Victoria Scott
erschienen 2015 als gebundene Ausgabe mit 448 Seiten
ISBN-13: 978-3570162934
 
als ebook mit einer Dateigröße: 1617 KB
ASIN: B00QR2COQ8
 
 
- Klappentext -
 
Ein atemberaubendes Wettrennen um Leben und Tod

Die 17-jährige Tella zögert keine Sekunde, als sie eine Einladung zum mysteriösen Brimstone Bleed erhält, einem tödlichen Wettrennen, das sie und andere Teilnehmer durch einen tückischen Dschungel und eine sengend heiße Wüste führt. Als Preis winkt das Heilmittel für ihren todkranken Bruder. Zur Seite steht ihr ein Pandora, ein genetisch verändertes Tier, das sie bei ihrer Aufgabe unterstützen soll. In ihrem Fall ist es ein Fuchs namens Madox, und gemeinsam kämpfen sie sich durch die erste Etappe des mörderischen Rennens. Doch es kann nur einen Sieger geben, und jeder Teilnehmer ist bereit, sein Leben für das eines geliebten Menschen aufs Spiel zu setzen. Tella muss mehr über das Brimstone Bleed erfahren, bevor ihre Zeit abläuft. Doch dann verliebt sie sich in den mysteriösen Guy – und alle freundschaftlichen Gefühle scheinen dahin, als es auf die Zielgerade zugeht …
 
 
- Mein Leseeindruck -
 

"Der Gewinn wird das Mittel sein - ein Heilmittel für jede Krankheit für jeden Menschen. "

Ich muss gestehen, dass ich mich dieses Mal von dem Hype habe anstecken lassen. Überall habe ich gehört und gelesen, dass dieses Reihe sooooo toll sein soll. Etwas anders, aber sooooo schön. Deshalb hatte ich den Entschluss gefasst, mich von der Masse anstecken zu lassen. 😃

👍
 
Den Daumen hoch gebe ich ganz klar der Idee für diese Geschichte. Mit den Hauptprotagonisten Tella und Guy, sind der Autorin wirklich tolle Charaktere gelungen. Jung, dynamisch und auch neugierig machen sie sich mit einigen anderen auf eine gefährliche Reise. Gefährlich und gnadenlos!
Sehr schön finde ich die Übergänge von den geschlüpften Tieren und damit Wegbegleitern, zu den menschlichen Protagonisten. Die Eigenschaften der Tiere wurde m.E. hervorragend zu den Charakteren der Menschen abgestimmt und ausgewählt.
So wie z.B. Madox, der Fuchs, der aus Tellas Ei geschlüpft ist. Okay, dass ein Fuchs nicht schlüpft wissen wir alle, trotzdem passt diese Geschichte sehr gut. Auch die Ängste, die diese Geburt bei Tella auslöst, wurden sehr anschaulich geschildert. Ich habe fast schon ein bisschen mitgezittert, ob das Ei wohl unbeschädigt bleiben wird.
Die Umgebung, Dschungel und Wüste, wurden sehr deutlich dargestellt, so dass ich beim lesen selbst schon Schweissperlen auf der Stirn hatte.
Jedoch muss ich auch einen Punkt abziehen.

👎
 
Tella erschien mir manchmal etwas zu voreilig oder die Autorin hatte den Weg zu den Entscheidungen einfach ausgelassen. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass so ein kleiner Weg bzw. Gedankengang - der zu der Entscheidung geführt hat - fehlte.
Auch hätten mir Details zu der Feder gefehlt, die Tellas Mutter geerbt hatte.

- Fazit -

Ein toller Auftakt, bei dem man unbedingt wissen möchte, wie es weiter geht. Wird Tella das Medikament finden um ihren Bruder retten zu können? Was ist mit er Freundschaft zu Guy?
All diese Fragen werden hoffentlich im zweiten Band geklärt, auf den ich schon sehr neugierig bin.

(c) Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

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Mittwoch, 20. Januar 2016

Rezension: Killerjagd - ein Thriller, der wirklich an die Nerven geht von Christine Drews

Cover: mit freundlicher Genehmigung des Bastei Lübbe Verlags

Killerjagd
von Christine Drews
erschienen 2015 als Taschenbuch mit 336 Seiten
ISBN-13: 978-3404170852
 
als ebook mit Dateigröße: 2815 KB
ASIN: B00WT0PTMI
 
 
 
- Klappentext -
 
Rachel Hyatt ist eine der besten Profiler bei Scotland Yard. Als sie zum Schauplatz eines besonders brutalen Mordes gerufen wird, weiß sie daher sofort: Hier war ein Profi am Werk - aber einer, der persönliche Gründe für seine Tat hat. Zumal sein Opfer nicht irgendwer ist, Sir Ian war ein wichtiges Mitglied des britischen Geheimdienstes. Noch ahnt Rachel nicht, dass sie soeben den Weg des gefährlichsten Killer Englands gekreuzt hat. Und sie sehr bald von der Jägerin zur Gejagten werden wird.
 
- Mein Leseeindruck -
 

Schon das Cover machte mich neugierig. Der Titel, der augenscheinlich mit Blut geschrieben sein soll, hatte mich auf einen actionreichen und spannenden Thriller hoffen lassen.
Ich wurde nicht enttäuscht.

👍
 
Positiv aufgefallen ist mir sofort der Schreibstil der Autorin. Schnörkellos, aber nicht zu brutal, startet bereits der Prolog. Damit hatte mich die Geschichte bereits in ihren Bann gezogen. Wer war dieser Killer? Und vor allem, weshalb hatte er sich den Mann im Rollstuhl ausgesucht?
All dieses klärt sich auf den darauf folgenden 300 Seiten. Stets schaffte die Autorin es, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Es wurde nie zu viel preisgegeben, wurde aber auch nie langweilig.
Ich hatte das Gefühl, dass die Charakteren der Protagonisten sehr sorgsam ausgewählt wurden.
Somit komme ich aber auch schon zu meinem einzigen Kritikpunkt.

👎
 
Rachel Hyatt,  strebsam, stammt aus einer Akademikerfamilie, Psychologiestudium in Oxford, Profilerin. Sie erschien mir trotz allem sehr bloß und stellenweise auch nichtssagend. Oder anders ausgedrückt, ich konnte keine Beziehung zu ihr aufbauen. Es hat mir so das gewisse Etwas an ihr gefehlt. Der Pfiff, das Interessante... ich weiß es nicht - ich fand sie austauschbar. Und das ist schade. Sollte doch gerade in einem Mehrteiler die Protagonisten besonders wirken.

- Fazit -

Ein toller gelungener Thriller, der den Leser wirklich an das Buch fesselt und auf die Fortsetzung neugierig macht.

(c) Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

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Dienstag, 19. Januar 2016

Rezension: Der Jungfrauenmacher - ein absolut spannender Thriller von Derek Meister

Cover: mit freundlicher Genehmigung des blanvalet Verlags


Der Jungfrauenmacher
von Derek Meister
erschienen 2015 als Taschenbuch mit 416 Seiten
ISBN: 978-3734100604
 
und als ebook mit einer Dateigröße: 1156 KB
ASIN: B00QZEQIZ6
 
 
- Klappentext -
 
Eine Sturmflut spült die Leiche einer Frau an den Strand, die wie eine Kreatur des Wassers wirkt: Die Meerestiere haben ihren Körper in Besitz genommen, und in ihrem Hals befinden sich Wunden, die wie Kiemen aussehen. Als eine zweite Frau tot in der Nordsee treibt, ahnt der junge Polizeichef Knut Jansen: Er hat es mit einem Serienkiller zu tun. Mithilfe der ehemaligen Profilerin Helen Henning gelingt es ihm, die Spur des Mörders aufzunehmen. Doch als den beiden bewusst wird, mit welchem Gegner sie es zu tun haben, sind sie längst im Begriff, vom Jungfrauenmacher in die Tiefe gezogen zu werden


- Mein Leseeindruck -
 

Bislang kannte ich den Autor nur von seinen historischen Romanen und war nun um so mehr gespannt, was sich hinter dem Titel "Jungfrauenmacher" verbirgt.

👍

Schon beim Prolog wusste ich, dass mich das Buch nicht kalt lassen würde. Ich sag nur: Spannung pur!
Auf den weiteren Seiten hatte mich die Story dann bereits fest in Griff.  Spannung, Action und Unterhaltung lösten sich immer wieder ab, so dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.
Allein schon eine Protagonisten, die eine Beinprothese trägt und eigentlich nur kurz im dem Dörfchen verweilt, ließ mich neugierig werden. Ganz langsam, ohne aufdringlich oder vordergründig zu wirken, hat der Autor eine kleine Liebelei in einen absolut spannende Thriller eingeflochten.
Auch der Revierleiter, von Helen auch Sheriff genannt, Knut ist ein sehr gut charakteristisch dargestellter Protagonist. Seine Handlungen erschienen mir nachvollziehbar und korrekt. Sehr schön fand ich auch die Erklärung des Sheriffsterns, der die Grundsätze darstellt: Charakter, Integrität, Wissen, Ehre, Höflichkeit, Loyalität und Gerechtigkeit. Dieses war mir vorher gar nicht bewusst bzw. ich hatte zuvor auch noch nie einen Gedanken über die Symbolik des Sheriffsterns nachgedacht.

👎
 
Jedoch ziehe ich einen Punkt ab, da es zwischendurch immer mal wieder gewisse Längen gab, bei denen ich fast schon geneigt war, ein paar Seiten zu überspringen.  💤💤💤


- Fazit -
 
Ein absolut, toller und spannender Thriller der auf jeden Fall einen Nachfolger verdient hat. Helen und Knut erschienen mir so sympathisch, so dass ich gerne mehr wissen möchte.
Von mir gibt es 4 Sterne


© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

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Sonntag, 17. Januar 2016

Rezension: Unterm Kirschbaum - ein Theodor Fontane Krimi von Horst Bosetzky

mit freundlicher Genehmigung des Gmeiner Verlags
 
Unterm Kirschbaum
von Horst Bosetzky
erschienen 2009
als broschierte Ausgabe mit 230 Seiten
ISBN: 978-3839210253
als ebook
mit einer Dateigröße: 1173 KB
ASIN: B00FOJ1R0E
 
 


Klappentext:
 

Hans-Jürgen Mannhardt, pensionierter Leiter der 12. Berliner Mordkommission und nebenamtlicher Dozent an der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege, besucht mit seinen Studenten die Justizvollzugsanstalt Tegel. Dort wird er von dem Häftling Karsten Klütz angesprochen, den man wegen Mordes zu einer langen Haftstrafe verurteilt hat. Mannhardt erkennt ihn wieder und erinnert sich dunkel an den Fall: Klütz war einmal ein prominenter Zweitliga-Fußballer. Er sei damals - 1998 - zu unrecht verurteilt worden, und bittet den Ex-Kommissar, dass er sich die Akten noch einmal vornehmen möge. Mannhardt und sein Enkel Orlando, der gerade sein Jurastudium begonnen hat, machen sich auf die Suche nach der Wahrheit. Der Fall liegt zehn Jahre zurück und die Beweise waren erdrückend, doch dann liefert ihnen ausgerechnet Theodor Fontanes Roman „Unterm Birnbaum“ einen entscheidenden Hinweis …

Ich bin eigentlich über den Untertitel auf das Buch aufmerksam geworden. Ein Theodor-Fontane-Krimi, was sich dahinter wohl verbirgt?
Bereits nach den ersten Seiten hatte ich den pensionierten Kommissar Hans-Jürgen Mannhardt, ins Herz geschlossen. Kess, frech und sehr erfrischend macht er sich an die Ermittlung eines sehr heiklen Fall. Dabei kommt im das Fontane Buch (hiermit schließt sich der Kreis zum Untertitel) "unterm Birnbaum" zu Hilfe. Jedoch möchte ich hier nicht mehr von der Geschichte verraten.
Der Autor Horst Bosetzky zaubert mit seinem modernen Schreibstil dem Leser immer wieder ein Grinsen ins Gesicht. Durch die flappsigen Sprüche des Ermittler, lockert es den Krimi immer wieder auf.

Jedoch gab es für mich auch einen Kritikpunkt: Spannung. Leider habe ich diese gänzlich vermisst. Vielmehr plätschert alles so dahin, aber ohne jemals wirklich spannend zu sein.


Es handelt sich beim vorliegenden Buch um einen etwas anderen Krimi, der aber durchaus lesenswert ist. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.


Freitag, 15. Januar 2016

Rezension: Passagier 23 - ein Kreuzfahrt Thriller der besonderen Art von Sebastian Fitzek

Cover: Knaur Verlag
Passagier 23
von Sebastian Fitzek
erschienen 2015 als Taschenbuch mit 432 Seiten
ISBN: 978-3426510179
 
 
Klappentext:
 

Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt ...

Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.
Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm …

Dieses Buch wollte ich, trotz oder gerade aufgrund, der kontroversen Rezensionen unbedingt lesen.
Ich gehöre zwar nicht zu den Kreuzfahrterprobten Lesern, dennoch hat mich dieses Thema sehr interessiert. Vor allem, was hat es mit dem Titel auf sich???
Was die Sache mit dem Titel betrifft, so wurde es sehr schnell klar. wer Passagier 23 war. Was sich jedoch dahinter verbirgt, werde ich hier nicht verraten.

Aber gerne möchte ich darauf eingehen, dass wohl wirklich so viele Passagiere von Bord verschwinden. Ich hatte mir bis dato noch nie Gedanken darüber gemacht. Die Zahlen jedoch hier aufgezeigt zu kriegen ist schon etwas erschreckend. Fällt man wirklich so einfach über Bord? Sind es wirklich immer Selbstmörder? Ich weiß es nicht und bleibe mit diesem Rätsel zurück.
Der Autor hat es mit diesem überaus spannenden Thema wieder einmal geschafft, mich an dieses Buch zu fesseln. Ich konnte und wollte einfach nicht aufhören zu lesen. Zu viele Fragen sind aufgetaucht, die sich langsam geklärt haben. Seite für Seite kam man dem Verschwinden der Ehefrau bzw. des Sohnes des Ermittler immer näher.
Fast schon süchtig habe ich nach der Aufklärung des Falls gewartet. Dann plötzlich - der Showdown. Aber es wäre nicht Sebastian Fitzek, wenn er nicht zum Schluss noch ein Ass im Ärmel gehabt hätte.
Die Protagonisten, von denen es - wie sollte es auf einem Schiff auch anders sein - gab es genügend. Aber niemals war es verwirrend, sondern stets waren die Eigenschaften sehr deutlich herausgehobenen, dass ich mich oft schon als Zuschauer und nicht nur als Leser gefühlt habe.


Für mich war es ein toller Lesegenuss mit einem, für mich neuen, aber sehr spannenden Thema. Ein Buch, das ich absolut weiter empfehlen kann. Und das nicht nur an Kreuzfahrende.

Donnerstag, 14. Januar 2016

Rezension: Krähenmädchen - erster Band der Victoria Bergmann Trilogie von Erik Axl Sund

Cover: Goldmann Verlag

Krähenmädchen
von Erik Axl Sund
erschienen 2014 als broschierte Ausgabe mit 480 Seiten
ISBN: 978-3442481170


Klappentext:
 
Wie viel Schreckliches kann ein Mensch verkraften, eher er selbst zum Monster wird?

Stockholm. Ein Junge wird tot in einem Park gefunden. Sein Körper zeigt Zeichen schwersten Missbrauchs. Und es bleibt nicht bei der einen Leiche ... Auf der Suche nach dem Täter bittet Kommissarin Jeanette Kihlberg die Psychologin Sofia Zetterlund um Hilfe, bei der eines der Opfer in Therapie war. Ihr Spezialgebiet sind Menschen mit multiplen Persönlichkeiten. Eine andere Patientin Sofias ist Victoria Bergman, die unter einem schweren Trauma leidet. Sofia lässt der Gedanke nicht los, bei ihr irgendetwas übersehen zu haben. Schließlich müssen sich Jeanette und Sofia fragen: Wie viel Leid kann ein Mensch verkraften, eher er selbst zum Monster wird?
 
Selten habe ich so ein anstrengendes, aber doch auch spannendes Buch gelesen.
Bedingt durch den Hype über das Buch bzw. die Serie und letztendlich auch des Covers war ich ganz schön neugierig, was mich hier erwarten würde. Auch die doch sehr kontroversen Bewertungen des Buches haben meiner Neugierde keinen Abbruch getan.
Jedoch musste ich bereits nach einigen Seiten feststellen, dass mich die Namen der Protagonisten, Orte, sowie die Geschehnisse mit Rückblenden komplett verwirren. Ich konnte keinerlei roten Fäden entdecken. Mehrfach hatte ich überlegt, das Buch abzubrechen, da ich keinerlei Zugang finden konnte.
Dennoch habe ich ausgeharrt, was sich letzt endlich auch bezahlt machte. Nach etwa 150 Seiten  des Buches wurden mir auch die Zusammenhänge klarer und ich empfand die Story sogar spannend. Trotzdem gab es zwischendurch immer wieder etwas langatmigen Passagen, die ich dann nur noch überflogen habe, um schnell wieder zur Spannung zurück zu finden.
Klar war, dass dieses Buch mit einem Cliffhanger enden wird, jedoch überlege ich ernsthaft, ob ich den zweiten Band lesen werde. Vielleicht sollte ich erst Mal etwas Zeit ins Land gehen lassen.


Wen brutale Schilderungen von Folter, Verstümmelungen etc nicht abschrecken, findet hier ein - zumindest zeitweise - sehr spannenden schwedischen Thriller.  Von den ca. 420 Seiten würde ich etwa 150 Seiten als spannend einordnen, weitere 150 Seiten Langeweile und die restlichen Seiten sind verwirrend und einfach nur Seitenfüllend.
Deshalb vergebe ich auch nur 3 Sterne, obwohl die Idee bestimmt hervorragend ist, jedoch bei der Umsetzung schlecht beraten wurde.

Mittwoch, 13. Januar 2016

Rezension: Aareschwimmen - ein sehr zeitgemässer Krimi aus der Schweiz von Tony Dreher


Cover: Gmeiner Verlag
Aareschwimmen
von Tony Dreher
erschienen 2015 als broschierte Ausgabe mit 278 Seiten
ISBN: 978-3839217634
 
 
Klappentext:
 
Kaum hat sich Journalist Mike Honegger in der Aare abgekühlt, wird sein Aufenthalt im erfrischenden Nass durch einen jähen Schrei unterbrochen: Eine Leiche wurde treibend im Flusswasser gefunden. Trotz vermehrter Warnungen versucht Mike Honegger die Identität des Toten aufzudecken und begibt sich dabei in Lebensgefahr. Sein Weg kreuzt sich mit dem zweier amerikanischer Agenten, die einen Waffenschmuggel in der Schweiz aufdecken sollen. Die Spuren führen schließlich bis in die höchste Ebene von Politik, Finanz und Industrie.
 


Als Fan der Gmeiner Krimis und Romane, war ich gespannt, einen Krimi aus der Schweiz lesen zu dürfen.
Ich gebe zu, die Schweiz ist nicht unbedingt mein bevorzugtes Krimiland, jedoch wurde ich bislang auch nie enttäuscht. Eher im Gegenteil. So war ich nun auch gespannt, was mich hier erwartet.
Da wäre Mike, ein Journalist, der beim joggen an der Aare auf eine Leiche trifft. Oder anders gesagt, er kommt hinzu, als die Leiche geborgen wird. Als er einen interessanten Artikel dahinter vermutet, macht er sich an die Recherche und findet sich plötzlich inmitten von CIA und NSA.
Doch mehr möchte ich gar nicht verraten. da es sich wirklich lohnt, diesen sehr modernen und zeitgemäßen Krimi zu lesen.
Der Autor bedient sich einer sehr leichten, aber direkten Sprache, die das Lesen sehr flüssig macht. Auch die Protagonisten sind sehr zeitgemäß beschrieben, ohne jedoch besonders in den Vordergrund zu treten.  Man konzentriert sich in diesem Buch einzig und allein auf das Geschehen bzw. das vergangene Geschehen.
Einen kleinen Abzug mache ich jedoch, da es einige kleine Hänger gab. Deshalb bleiben trotzdem noch 4 Sterne


Wer regionale Krimis liebt, wird mit diesem Schweizer Krimi seine Freude haben. Moderne Geschichte mit sehr zeitgemäßen Protagonisten.
Über eine Fortsetzung würde ich mich freuen.

Dienstag, 12. Januar 2016

Rezension: Die Hure und der Meisterdieb - ein Historischer Roman von Bettina Szrama

Cover: Gmeiner Verlag

Die Hure und der Meisterdieb
von Bettina Szrama
erschienen 2011 als Paperback mit 375 Seiten
ISBN: 978-3-8392-1214-1
 

Klappentext:
 
Thüringen, im Dezember 1695. Der ehemalige Soldat und Wirt Nickel List, eigentlich ein herzensguter Kerl, zündet seine Wirtschaft an, um sich an seinem verräterischen Eheweib Magdalena und ihrem Liebhaber zu rächen. Enttäuscht verlässt er seine Heimat und trifft auf die schöne Diebin Anna. Die ist ihrem Mann, einem reichen Hamburger Weinhändler, davongelaufen und ebenso wie Nickel auf der Flucht. Jahre später ziehen sie als Herr von der Mosel und Anna von Sien durch den Norden. Selbst die größten Kirchen sind vor dem berühmt-berüchtigten Räuberpaar nicht mehr sicher. Doch ihre Häscher sind ihnen bereits auf den Fersen …

Als großer Fan historischer Romane, ist mir das Cover des vorliegenden Buches sofort ins Auge gesprungen. Eine farbenprächtige Marketenderin, die von Kerzenschein beleuchtet wird. Klar, dass ich dieses Buch sofort lesen wollte.
Jedoch wurde der Lesespass bereits nach wenigen Seiten getrübt. Die Protagonisten Anna und Nickel machen sich als Räuberpaar einen Namen und versetzen alle Leute in Angst und Schrecken. Was hier in einem knappen Satz zusammen gefasst steht, erscheint im Buch als ein nicht endend wollender Bericht. Wo ist die Spannung? Wo ist das Leben im Buch? Zeitweise hatte ich das Gefühl, ich würde eine emotionslos Reportage sehen. Oder anders ausgedrückt, die beiden Hauptprotagonisten blieben mir bis zum Ende fremd.

Aber da wäre auch noch die unzähligen Nebenschauplatz bzw. Nebencharakteren, bei denen man aufpassen musste, nicht alle durcheinander zu bringen.


Für mich war dieses Buch leider enttäuschend. Bedingt durch das Cover hatte ich mir viel mehr versprochen.
Ich vergebe deshalb 3 Sterne!

Montag, 11. Januar 2016

Rezension: Rebentod - ein Krimi für Weinkenner von Norbert Klugmann

Cover: Gmeiner Verlag
Rebenblut
von Norbert Klugmann
erschienen 2004 als Paperback mit 214 Seiten
ISBN: 978-3-89977-613-3
 
 
 
Klappentext:
 
Bezaubernd schöne Landschaften - ein weltgewandter Weinliebhaber, der sogenannte Marchese - der von all dem unbeeindruckte Gelegenheitsdieb Rikki, der schließlich beim Marchese in die Lehre geht - und der grausame Mord am weinseligen Bischof: Alles in allem ein mehr als schwieriger Fall für Kommissarin Kaja. Zumal die Kriminalistin große Mühe hat, sich dem Charme des Marchese und seiner Weine zu entziehen.

Dieses Buch lag schon sehr lange Zeit auf meinem SUB. Keine Ahnung warum! Am Titel konnte es nicht liegen, da dieser ja doch irgendwie interessant klingt. Auch die Seitenzahl ist überschaubar. Aber dennoch hat mich dieses Buch nie wirklich in seinen Bann gezogen. Nachdem ich es nun gelesen habe, kann ich sagen, dass ich wohl eine Vorahnung hatte.
Denn selten habe ich so einen langweiligen Krimi gelesen.
Anfangs war ich noch sehr verwirrt, da ständig der Begriff Marchese fiel. Keine Ahnung, was das bedeuten soll,  da dieser Begriff auch nie wirklich erklärt wird. Offensichtlich ist der Autor davon ausgegangen, dass der Leser dieses Buches sich als Weinkenner zeigt. Aber falsch gedacht. Denn Krimi und Wein gehören ja nicht zwangsläufig zusammen. Wie sich jedoch im Verlauf des Buches rauskristallisierte, ist ein Marchese wohl ein Weinkenner. Aber muss man deshalb diesen Begriffen gefühlte zehntausend Mal anbringen? Ich einem Absatz von 5 Sätzen, kam dieses Wort genau auch 5 mal vor, sprich in jedem Satz. Sorry, aber so hält man den Spannungsbogen leider gar nicht.

Apropos Spannungsbogen! Es gab gar keinen! Absolut flach! Und leider auch etwas nichtssagend.
Der einzige Lichtblick war für mich Rikki, und das auch nur stellenweise, da er mir sehr oft etwas dämlich rüberkam. Möglicherweise war das aber auch beabsichtigt. Jedoch waren die Wortgefechte sehr amüsant.


Ein Krimi, der keiner ist! Begriffe, die nur ein bestimmtes Klientel nutzt!  Protagonisten, die unsympathisch und nichtssagend sind.
Leider nur der Daumen nach unten! 2 Sterne!


Sonntag, 10. Januar 2016

Rezension: Schmetterlingstod - ein Freiburg Krimi von Oliver Becker

Cover: Gmeiner Verlag

Schmetterlingstod
von Oliver Becker
erschienen 2012 als Paperback mit 375 Seiten
ISBN: 978-3-8392-1322-3
 
 
 
Klappentext:
 
 John Dietz hat den Sprung ins kalte Wasser gewagt und in Freiburg eine Privatdetektei eröffnet. Unterstützt von seiner rechten Hand Elvis: einem Papagei. Er hat eine Waffe, einen Computer und jede Menge Enthusiasmus – nur leider keinen Fall. Bis eine frühere Bekannte sein Büro betritt: Laura Winter. Lauras Schwester ist tot. Überfahren von einem Unbekannten. John Dietz beginnt zu ermitteln – und sticht in ein Wespennest.

Als großer Fan der Gmeiner Krimis habe ich mich sehr auf diesen Krimi aus Freiburg gefreut.
Bedingt durch das Cover und den Titel war ich sehr gespannt, welcher Fall sich in der badischen Stadt abgespielt hatte.

Da ist also ein Privatdetektiv. Nicht besonders erfolgreich, um nicht zu sagen, sehr erfolglos. Jedoch macht er auch nicht den Eindruck, daran wirklich etwas ändern zu wollen. Eines Tages kommt eine Klientin, die er noch aus Schultagen kennt. Sie beauftragt ihn, Einzelheiten über ihre Schwester herauszufinden. Hier ist nicht der Tod der Schwester das Ausschlaggebende, sondern das Leben davor. Denn scheinbar hatte sie all ihren Verwandten ein anderes Leben vorgespielt. John Dietz, der Detektiv, macht sich an die Ermittlungen.
Tja, und nun ..... hmmm, wie soll ich es sagen. Irgendwie ist seit dieser Erkenntnis auch schon der spannendste Teil des Krimis erzählt. Etwas zäh, emotionslos gestaltet sich nun die Ermittlung. Ich hatte nie den Eindruck, dass man wirklich den Fall aufklären wollte. Es wurden mehrere Ansätze versucht und Details gestreut, jedoch wurde vergessen, den Spannungsbogen einzubauen. Der Krimi ist einfach nur so dahin geplätschert. Der Leser wird nie zum mitdenken angeregt. Es ist einfach nur so.... ohne Ambitionen zur Spannung.
Leider hat mir auch Lokalkolorit gefehlt. Wo ist der Dialekt? Wo sind die Beschreibungen der Örtlichkeiten? Oder war die Namensnennung des Turms oder der Studentenkneipe schon alles?
Auch hat sich mir der Titel des Krimis nicht erschlossen? Weshalb Schmetterlingstod?


Leider hat mich dieser Krimi nicht wirklich berührt, zum rätseln angeregt oder mir Land und Leute näher gebracht.
Schade! Deshalb ziehe ich auch zwei Sterne ab.

Freitag, 8. Januar 2016

Rezension: Das Pestdorf - Der dritte Band der Pesttrilogie von Deana Zinßmeister

Cover: Goldmann Verlag

Das Pestdorf
von Deana Zinßmeister
erschienen 2015 als Taschenbuch mit 480 Seiten
ISBN:  978-3-442-48101-9
 
 
Klappentext:
 
Im Jahr 1671 liegt der Dreißigjährige Krieg lange zurück, und die Pest scheint ausgerottet. Der Arzt Urs und seine Frau Susanna haben die Schrecken der vergangenen Jahrzehnte verwunden und leben friedvoll mit ihren beiden Kindern Gritli und Michael in Trier. Doch als die fünfzehnjährige Gritli eines Tages mit einem Freund eine Botenfahrt in das Dorf Piesport an der Mosel macht, bricht die Pest dort völlig unerwartet wieder aus, und der Ort wird von der Außenwelt abgeriegelt: Niemand darf mehr hinein oder hinaus. Mit Entsetzen hören Susanna und Urs von der Gefahr, in der ihre Tochter steckt. Doch es scheint keine Möglichkeit zu geben, Gritli zu retten ...
 
Endlich war es soweit. Der dritte Teil der Pesttrilogie um Susanna, Urs und den bereits bekannten Protagonisten war erschienen. Logisch, dass ich mir diesen Band auf gar keinem Fall entgehen lassen wollte.
 
Dieses Mal hatte sich die Autorin, Deana Zinßmeister einem ganz besonderen Thema zugewandt: Homosexualität in der Neuzeit/Mittelalter. Ein wirklich schwerwiegendes Thema, wenn man sich die Diskussionen heute ansieht. Aber wie muss das erst im Mittelalters gewesen sein.
Die Autorin erzählt von Michael, der in Italien seine große Liebe zu Andrea entdeckt hat. Nun, Andrea? Ja, denn dieses ist auch ein männlicher Name. So stellt sich nunmehr heraus, dass Michael schwul ist. Seine Eltern verstehen die Welt nicht mehr. Was haben sie nur falsch gemacht? Auch seine Schwester fürchtet sich nun vor ihm. Was wird ihr Verehrer dazu sagen? Wird er sie überhaupt noch annehmen wollen? Nicht zu vergessen, die Kirche, die Homosexualität strikt ablehnt und als Krankheit bzw. Strafen abtut. Aber nicht genug damit, nun bricht auch noch erneut die Pest aus.
Mir haben diese beiden Handlungsstränge sehr gut gefallen, da sie sehr anschaulich dargebracht wurden. Wie man im Nachwort auch lesen kann, hat die Autorin wirklich sehr gründlich recherchiert, weshalb ihr auch m.E. ein großartiger Roman gelungen ist.

Die Protagonisten, bereits aus den beiden Vorgängerbänden (Das Pestzeichen und der Pestreiter) bekannt, haben sich hervorragend mit den doch sehr schwierigen Themen ergänzt. Alles wurde so bildhaft beschrieben, dass man als Leser das Gefühl hat, den Duft der Blumenwiese, aber auch den Gestank des faulen Fleisches selbst wahrzunehmen.


Wer historische Roman liebt, wird mit diesem Buch genau ins Schwarze treffen. Ein fesselnder, unterhaltsamer und auch spannender Roman, dem ich sehr gerne 5 Sterne vergebe und meinen Lesetipp ausspreche.