Montag, 31. August 2015

Rezension: 1679 Wiener Pestwochen




Cover: Lovelybooks


erschienen 2014 bei Buch-Kreativ
ISBN B00PGY8Z0W
Preis: ebook mit ca. 59 Seiten 6,66 €
Bewertung: ✔✔✅✅✅
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Zum Inhalt:

Wien im Jahr 1679. Ausgehend vom jüdischen Ghetto breitet sich eine grausame Pestepidemie in der Stadt aus. Der Rektor der Wiener Universität, Prof. Dr. Paul DeSorbait findet kein wirksames Mittel gegen die Seuche, die Tausende hinweg rafft. Der neue Hofprediger Abraham a Santa Clara hält die Pest für die Strafe Gottes für die liederliche Wiener Lebensart. Seine Predigten bleiben ebenfalls wirkungslos. Lediglich der Straßenmusikant Augustin Marx (der liebe Augustin) trotzt der Krankheit, überlebt eine Nacht in der Pestgrube und findet in der Kellnerin Philomena sein Lebensglück. Ein historischer Roman nach teilweise wahren Begebenheiten.



Meine Meinung:

Ich bin ein ausgesprochener Liebhaber historischer Romane. Und sehr gerne lese ich Geschichten aus dem Mittelalter, gerne spätes Mittelalters. Deshalb ist mir das Thema Pest, Judenverfolgung, Inquisition auch nicht fremd. Voller Vorfreude habe ich mich an das vorliegende Buch gemacht. Eine Freude, die leider sehr getrügt wurde. Eine langweilige Story, bedingt durch die Aneinanderreihung mittelmäßig spannender Geschichten. Klar, dass es heute keine neuen Erkenntnisse über das Geschehen zu damaliger Zeit geben kann. Dennoch bin ich der Meinung, dass man Fakten spannender beschreiben könnte. Zumindest so, dass der Leser Interesse hat, weiter zu lesen.
Die Protagonisten wurden sehr lieblos dargestellt, so dass ich mich in keinster Weise in die Personen denken könnte. Von einem emotionsübergreifenden Werk ist man hier meilenweit entfernt.
Ein großer Vorteil ist, dass die Seitenzahl sehr überschaubar ist.



Fazit:

Liebhaber historischer Romane sollten vielleicht doch lieber zu einem anderen Buch greifen,  da die Enttäuschung vorprogrammiert ist.
Eine Empfehlung werde ich für das vorliegende Buch nicht aussprechen. Schade!!

©2015 by Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Samstag, 29. August 2015

Rezension: Ohnmacht






Ohnmacht - 3. Band der Tannenberg Serie
von Bernd Franzinger
erschienen 2004 im Gmeiner Verlag hier klicken
ISBN 978-3-89977-619-5
Preis: TB mit 377 Seiten 11,90 €/ebook 9,99 €
Bewertung: ✔✔✔✔✅










"Wein ist die Muttermilch für alte Männer" (s. Seite 29)

Zum Inhalt:

Von einem Eisenbahntunnel herunter wird ein betäubter Mann auf die Gleise geworfen und kurz danach von einem Intercity überrollt. Exakt 48 Stunden später wiederholt sich dieses makabere Szenario. Aber das ist nicht das Einzige, was die Toten miteinander verbindet: beide waren nackt, ihre Hinterteile zierte die gleiche auffällige Tätowierung. Da die Mordopfer ansonsten keinerlei Identifikationsmerkmale aufweisen, gestaltet sich die Ermittlungsarbeit zunächst äußerst schwierig. In Wolfram Tannenbergs privatem Umfeld ereignen sich derweil erfreuliche Dinge: Nichte Marieke hat ihren Traummann gefunden. Umso größer ist der Schock, als sie erfährt, dass ihr Freund nach einem Motorradunfall in eine Privatklinik eingeliefert werden musste.

Meine Meinung:

Auch im vorliegenden dritten Band der Reihe um den Kaiserslauterer Hauptkommissar Wolfram Tannenberg,  entführt der Autor den Leser in einen spannenden Fall. Voller Wortwitz gepaart mit einem echt schrägen Ermittler wird es nie langweilig der Geschichte zu folgen.
Man muss nicht unbedingt die Örtlichkeiten in und um Kaiserslautern kennen, um viel Spaß zu erleben. Der Autor verschafft durch seinen Schreibstil eine ganz besondere Atmosphäre, die den Leser - auch ohne Ortskenntnis - in seinen Ban ziehen wird.
Durch die detaillierten Beschreibungen, fällt es dem Leser leicht, sich in gewisse Situationen zu versetzen. Beispielsweise wird das Sitten einer Mücke beschrieben. Da die Szene, in der dieses Geräusch auftaucht sowieso etwas angespannt ist. wird man sich dabei ertappen, wie man diese Mücke verscheuchen möchte. Wohlgemerkt, man ist aber nur Leser. Aber diese Szene ist so hervorragend beschrieben, dass einem dieses Geräusch auch schon auf die Nerven geht - obwohl man ja nur davon liest.
Durch diese detaillierten Beschreibungen ist es mir auch leicht gefallen, mich in die jeweiligen Personen hinein zu versetzen und Gedankengänge nachzuvollziehen.

Fazit:

Inzwischen bin ich bekennender Tannenberg- Fan, und das, obwohl ich nicht aus Kaiserslautern komme.
Krimiliebhaber, die neben regionalen Ereignissen auch noch die etwas frecheren Ermittler mögen, werden mit dieser Reihe voll und ganz auf ihre Kosten kommen.
Meine Empfehlung für diese Serie!

©2015 by Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Donnerstag, 27. August 2015

Lesetipp: Brocksteins letzter Vorhang


Heute stelle ich euch ein ganz besonderes Buch vor. Ein Buch, dass mich von der ersten bis zur letzten Seite total begeistert hat.

Es handelt sich nämlich um den Krimi:


Inhaltsangabe:

Daniel Brockstein spielt auf der Bühne der Braunschweiger „Komödie am Altstadtmarkt“ hingebungsvoll den Sterbenden. Doch als Brockstein und der Vorhang fallen, ist der Tod des Schauspielers echt: Er wurde vergiftet. Obwohl der Kreis der Verdächtigen zunächst groß ist, ahnt Oberkommissarin Simona Heller recht schnell, wer der Täter ist. Aber sie kann ihm die Tat nicht nachweisen, und der Mörder lacht sich siegessicher ins Fäustchen. Doch der Schein trügt nicht nur auf der Bühne, und Brocksteins letzter Vorhang ist noch lange nicht gefallen.

Meine Meinung:

Ich muss gestehen, dass ich ein richtiger Kunstbanause bin und auch mit Theater oder Schauspieler bislang nicht viele Berührungspunkte hatte. Deshalb bin ich auch etwas zwiegespalten an diesen Krimi gegangen. Es war dieser rote Vorhang auf dem Cover, der mich neugierig gemacht hatte. Irgendwie erinnert er mich an ein altes Theater z.B. in London, in dem Agatha Christie ihre Stücke aufführen ließ. Ich hatte allein beim Betrachten des Covers das Gefühl, den Muff des Theaters wahrzunehmen. Ich stelle mir weiter vor, dass das Theater mit roten Samtstühlen bestückt ist.
Nun aber zum Plot. Wie bereits geschrieben, bin ich mit gemischten Gefühlen an das Buch rangegangen. Aber nach 2,3 Seiten war ich schon in der Geschichte gefangen. Die Autorin versteht es, den Leser in die Theateratmosphäre eintauchen zu lassen. Die  Protagonisten sind so detailliert dargestellt, dass ich sie fast schon sehr lebendig empfunden habe. Ich konnte mich in die einzelnen Charakteren sofort rein versetzen, was den Lesefluss natürlich sehr gefördert hat.
Durch die diversen Fährten die gelegt wurden, wurde bei mir, das Lesen zum Miträtseln. Deshalb habe ich kaum bemerkt, wie die Seiten nur so dahin geflogen sind.

Fazit:

Ein sehr gelungener, spannender und unterhaltsamer Krimi, der nicht nur Theaterfreunde begeistern wird. Ich kann diesen Krimi absolut empfehlen.

Buchdetails:
            
Brocksteins letzter Vorhang
von Mara Laue Hier gehts zur Homepage
erschienen im Prolibris Verlag
Erstausgabe : 20.11.2014
ISBN 9783954750993
Preis: Broschiert mit 244 Seiten 12,95 € / ebook 8,99 €

©2015 by Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Montag, 24. August 2015

Rezension: Die Fährmannstochter

 
Die Fährmannstochter
von Andrea Schacht
erschienen im Blanvalet Taschenbuch Verlag
Erstausgabe: 16.02.2015
ISBN: 9783442382552
Preis: TB mit 432 Seiten 9,99 € ebook 8,99 €
Bewertung: ✔✔✔✅✅




Band 1 der Fährmannstochter Myrna

Klappentext:

Brandstiftung in der Domstadt? Bei einem mysteriösen Feuer im Kloster der Machabäerinnen kommt die Oberin zu Tode. Verdächtigt wird eine kranke Pilgerin, die vor einigen Tagen von Myntha, der Tochter des Mülheimer Fährmanns, aus den Fluten des Rheins gerettet wurde. Myntha glaubt nicht an die Schuld der Pilgerin, zumal bekannt wird, dass die Oberin unmittelbar vor ihrem Tod mit einem Mann über die Qualität von Weihrauch gestritten haben soll. Steckt womöglich der düstere Fremde dahinter, der sich vor Kurzem mit einer Schar Kolkraben in der Nähe des Fährhauses einquartiert hat?


Meine Meinung:

Ich bin ja begeisterte Leserin historischer Romane und selten vergeben ich dafür drei Sterne/Punkte, aber mit dem vorliegenden Buch bin ich irgendwie gar nicht klar gekommen.

Sehr viele verschiedene Personen, die für mich alle ziemlich farblos dargestellt wurden, so dass ich mich mit keinem Charakter besonders anfreunden konnte.

Dann hatte ich ständig das Gefühl, einen Band aus einer Reihe zu lesen, da sehr viel auf Personen und Geschehnisse zurückgegriffen wurde, die ich nicht kannte und mir auch der Zusammenhang schleierhaft blieb.

Mehrfach habe ich es überprüft - doch, es ist der Auftakt, also doch auch der erste Band. Seltsam!

Mir hat auch diese kleine kriminalistische Handlung nicht besonders gefallen, da alles so offensichtlich war.

Positiv anzumerken wäre jedoch das Cover, das ich sehr gelungen finde.

Fazit:

Ich bleibe zurück mit dem Gefühl, die Fortsetzung gar nicht erst lesen zu wollen. Schade!


©2015 by Diana Jacoby für Chattys Bücherblog 


Samstag, 22. August 2015

Rezension: Goldrausch





Goldrausch
von Bernd Franzinger
erschienen 2004 im Gmeiner Verlag  hier klicken
ISBN 978-3-89977-609-6
Preis: TB mit 339 Seiten 9,90 € / ebook 8,99 €
Bewertung: ✔✔✔✔✅









2. Band der Tannenberg Reihe

Inhaltsangabe:

Der Lockruf des Geldes …  Brand in einer renommierten Softwarefirma! Bei der Brandnachschau finden Feuerwehrleute im Büro des Finanzvorstandes einen stark verkohlten Leichnam, dessen Schädel mit einem schweren Gegenstand brutal zertrümmert wurde. Hauptkommissar Tannenberg nimmt nur widerwillig die Ermittlungen auf, denn sie führen in eine Welt, in der er sich ganz und gar nicht zu Hause fühlt. Während er sich, genervt von einem cleveren Anwalt und überhäuft von privaten Problemen, mit der frustrierenden kriminalistischen Alltagsarbeit herumplagt, werden seine Kollegen vom Virus der Geldgier infiziert. Der Traum vom mühelosen Reichtum wird schließlich so dominant, dass selbst der heimtückische Mord an einem Obdachlosen von den Mitarbeitern des K1 nur als störende Randerscheinung wahrgenommen wird. Doch plötzlich überstürzen sich die Ereignisse …

Meine Meinung:

Ich gebe es zu: ich bin ein Serienjunkie. Deshalb war mir auch nach dem Lesen des Vorgängerbandes "Pilzsaison" klar, dass ich unbedingt mehr über den Hauptkommissar Wolfram Tannenberg wissen möchte. Was liegt also näher, als die Fortsetzung zu lesen.
Auch in diesem Band besticht der Autor, Dr. Bernd Franzinger, wieder durch seinen Schreibstil. Er beschreibt mit feinen, sanften Worten Szenen, die ich bildhaft vor mir hatte. z.B. die Kaffeeszene gleich zu Beginn. (Seite 8) "... tupfte mit der Zunge die süßen Kristalle behutsam ab und verteilte sie im Mund. ... Genüsslich sog sie die ersten Tropfen der zartherben Flüssigkeit auf..." um dann mit Pauken und Trompeten zum Krimi zurück zu kommen mit den Worten "Es war der letzte angenehme Sinneseindrücke ihres Lebens".  Wie ich finde, eine hervorragend beschriebene Szene, die den Leser in unterschiedliche emotionalen Ebenen beamt.
Sehr zu meinem Leidwesen, bin ich nun mit meiner Neugier zu Tannenberg Privatleben nicht wirklich schlauer, da dieses im vorliegenden Band leider keine Röller spielt. Anfangs wird davon berichtet, dann endet dieses jedoch abrupt. Schade eigentlich, denn das macht den Hauptkommissar doch etwas menschlicher.
Es handelt sich hier aber nicht nur um einen Krimi, nein, der Leser lernt automatisch auch ich dazu. Wie z.B., dass fast jeder Mensch zu barbarischen Handlungen fähig ist. Hauptsächlich Männer scheinen jedoch betroffen zu sein. Man zeigt dieses am Beispiel eines liebevollen Familienvater auf, der im Blutrausch zu einem bestialischen Kriegsverbrecher werden kann. Beispiele eines solchen Verhaltens haben wir wohl alle schon mal gehört oder gelesen.
Der Leser lernt zudem, dass es beim Trinken von Federweissen, bei einigen Menschen zu Problemen im Verdauungstrakt kommen kann. Nein, nicht so, wie man gleich vermutet, sondern eher mit der Hefe, die mit einer hohen Konzentration im neuen Wein vorzufinden ist. Lange Zeit nimmt der Geniessende die Wirkung kaum wahr, dann haut es ihn um. Blackout!

Fazit:

 Selbstverständlich werde ich der Reihe weiterhin treu bleiben (die Fortsetzung liegt auch schon griffbereit).
Eine Reihe, die ich absolut empfehlen kann.

©2015 by Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Donnerstag, 20. August 2015

Lesetipp: Die Suche


Heute stelle ich euch ein ganz besonderes Buch vor. Ein Buch, dass mich von der ersten bis zur letzten Seite total begeistert hat.

Es handelt sich nämlich um den Thriller:

Inhaltsangabe:

Eine entführte Wissenschaftlerin. Ein Mann, der sie fieberhaft sucht. Eine Bedrohung von internationalem Ausmaß. In Amsterdam sterben Menschen. Jeden Tag werden es mehr. Malaria breitet sich in der Stadt aus, übertragen von gezielt ausgesetzten Mücken. Eine könnte helfen: Die Wissenschaftlerin Erica Strout-Jones steht kurz vor dem Durchbruch in der Malaria-Forschung. Doch sie ist spurlos verschwunden - alles deutet auf eine Entführung hin. Ihr Freund Max Carver sucht in der Amsterdamer Unterwelt nach ihr. Max muss wissen, woran Erica zuletzt gearbeitet hat, nur so lässt sich die Katastrophe aufhalten. Seine Suche führt ihn immer tiefer in Ericas Vergangenheit. Was hat sie in den 90er Jahren in Afrika gemacht? Und was hat das mit der Malaria-Epidemie zu tun? Max muss feststellen, dass er Erica kaum gekannt hat, denn was er über sie herausfindet, ist lebensgefährlich ...

Meine Meinung:

Puh, tief erschüttert und betroffen habe ich das Buch nun beendet und zur Seite gelegt. Es ist wirklich kaum in Worten zu fassen, wie die Medizin speziell die Pharmaindustrie hier mit den Menschenleben spielt.
Statt des Menschen geht es nur um Macht, Neid, Gier und natürlich Geld.
In kurzen, prägnanten Sätzen vermittelt der Autor eine ziemlich düstere Geschichte, die zwar komplett seiner Fantasy entsprungen ist, jedoch total realistisch wirkt.
Die Protagonisten werden sehr detailliert dargestellt, so dass man deren Handeln und Denkweisen gut nachvollziehen kann. Man könnte auch sagen: Alles wirkt so echt.
Schon im ersten Kapitel, das einem Prolog gleichkommt, wird der Leser tief in die Geschichte gezogen. Man denkt nur noch: "Oh Gott, bitte nicht" Erst danach lässt der Autor den Leser in die Geschehnisse eintauchen, die allesamt am Ende zusammenlaufen und das Bild stimmig machen.

Fazit:

Wer auf Thriller der besonderen Art steht, wird hiermit auf jeden Fall voll auf seine Kosten kommen. Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen.

Buchdetails:
            
Die Suche
von Nick Louth
erschienen im Ullstein Taschenbuch Verlag
Erstausgabe : 08.05.2015
ISBN: 9783548287362
Preis: Broschiert mit 416 Seiten 12,99 € / ebook 9,99 €

©2015 by Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Montag, 17. August 2015

Rezension: Wohin du auch gehst



Wohin du auch gehst
von Leisa Rayven
erschienen im Fischer Taschenbuch Verlag
Erstausgabe: 23.07.2015
ISBN: 978-3-596-03322-5
Preis: TB 496 Seiten 14,99 € / ebook 12,99 €
Bewertung:  ✔✔✔✅✅



Band 1 der Reihe Bad Romeo and Broken Juliet

Inhaltsangabe:

Ethan und Cassandra teilen den Traum vom ganz großen Broadway-Erfolg. Doch die Auswahlverfahren für die zu besetzenden Rollen werden für sie immer wieder zu schicksalshaften Begegnungen: Ihre Körper ziehen sich so sehr an, dass die Spannung auf der Bühne nahezu greifbar ist. Hinter den Kulissen herrscht hingegen Krieg. Cassandra ist sich sicher: nie wieder Ethan! Doch jetzt steht er vor ihrer Tür und will für die wahre Liebe kämpfen.

Meine Meinung:

Ehrlich gesagt, bin ich über die vielen positiven Bewertungen etwas überrascht. Denn mich hat das Buch leider nicht wirklich überzeugt.  Die angepriesene Liebesgeschichte blieb meines Erachtens deutlich auf der Strecke, jedoch war das Geplänkel zwischen den Protagonisten sehr ausufernd und dadurch auch stellenweise langatmig.
Der männliche Protagonist Ethan wirkt nach einiger Zeit nur noch nervig und ich war froh, als ich das Buch zur Seite legen konnte.
Was mir auch nicht gefallen hat, war der Cliffhanger am Ende. Klar, die Autorin möchte auch ihren zweiten Band verkaufen, dennoch mach ich solche Enden nicht, da sie den Leser beinahe schon nötigen, die Fortsetzung zu kaufen.
Als großen Pluspunkt sehe ich aber den Schreibstil. Dieser hat mir sehr gut gefallen, da er sehr locker und flockig ist und man auch sofort in die Geschichte eintauchen kann. Leider "taucht" man nicht wirklich lange.

Fazit:

Für mich ist es leider kein Buch, das ich weiter empfehlen werde. Auch hält sich mein Interesse an der Fortsetzung sehr in Grenzen, um nicht zu sagen, dass es eigentlich gar nicht vorhanden ist.

©2015 by Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Samstag, 15. August 2015

Rezension: Inspektor Gino


Inspektor Gino - der Ermittler auf vier Pfoten
von Marion von Vlahovits
erschienen bei Books on Demand
Erstausgabe: 17.02.2015
ISBN 9783738606348
TB, 120 Seiten
Bewertung: ✔✔✔✔✔


Band 1 mit dem cleveren Labrador


Inhaltsangabe:

Mein Name ist Gino und wie man auf den ersten Blick erkennen kann bin ich ein weißer Labrador. Ich lebe mit meinen zweibeinigen Gefährten ein recht gemütliches Leben. Mit meiner Freundin Laila, einer Berner Sennen Hündin streife ich gerne durch die Natur. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit. Eigentlich bin ich nämlich ein vielgefragter Detektiv. Mit meinem ausgeprägten Spürsinn und meiner Intelligenz löse ich auch die schwierigsten Fälle. Unterstützt werde ich dabei von meinem zweibeinigen Assistenten Carlo. Marion von Vlahovits berichtet euch in diesem Buch von meinem ersten Fall. Erlebt gemeinsam mit mir, wie ich von der Fürstin Sonja von Rosenstein beauftragt werde, um ihre Lieblingshündin zu retten. Die bildschöne Dalmatinerdame Arabella wurde im Schlossgarten entführt. Nicht einmal der Wachhund der Fürstin konnte dies verhindern und so wurde ich, der berühmte Inspektor Gino, gebeten den Fall zu lösen. Natürlich gelingt es mir die Entführer zu entlarven und Arabella unversehrt wieder zu ihrem Frauchen zurück zu bringen. Nebenbei löse ich auch noch das Geheimnis um ein seltsames Ungeheuer, das in meinem Lieblingswald alle Tiere in Angst und Schrecken versetzt.

Meine Meinung:

Zugegeben, ich bin schon aus den Kinderschuhen entschlüpft und das bereits seit vielen Jahren. Dennoch fand ich die vorliegende Geschichte sehr spannend. Gerade, oder weil, das Rätsel um den Geruch wirklich erst am Ende aufgelöst wird.
Die Autorin beschreibt Gino so lebendig, dass jedem Leser das Gefühl vermittelt wird, selbst Hundebesitzer zu sein. Man scheint den Hund wirklich zu kennen und muss ihn einfach lieb haben.
Die einzelnen Szenen, z.B. die störende Flieger wird so detailliert beschrieben, dass man selbst schon dazu neigt, mit der Hand vor dem Gesicht rum zu wedeln.
Ich habe das Buch mit meinem 5jährigen Neffen gelesen, der sofort nach einer Fortsetzung verlangt hat. Diesem Wunsch kann ich mich voll und ganz anschließen.

Fazit:

Ein spannendes Abenteuer für Erstleser, aber auch für Vorleser. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.


An dieser Stelle möchte ich mich auch noch einmal ganz herzlich bei Marion von Vlahovits für das zur Rezension zur Verfügung gestellte Leseexemplar bedanken.

Montag, 10. August 2015

Rezension: Luzifers Töchter


Luzifers Töchter
von Gabriele Breuer
Verlag : Ullstein Taschenbuchvlg.
ISBN: 9783548286464
Erstausgabe: 07.1.2015
Flexibler Einband 420 Seiten
Preis: 9,99 €
Bewertung:✔✔✔✔✔



"Werden Zwillinge geboren, so sagt das Volk, so muss eines der Kinder vom Teufel selbst gezeugt sein."

Buchrückentext:

Köln im 13. Jahrhundert: Vom Hunger geplagt, schließen sich die verwaisten Zwillingsschwestern Yda und Griet einem Wunderheiler an. Als Yda ernsthaft erkrankt, verliert Griet beinahe jede Hoffnung. Bis sie sich in den jungen Henkersknecht Luca verliebt. Noch während Luca versucht, Yda zu heilen, wird Köln plötzlich belagert - und die Schicksalsgemeinschaft verliert sich in den Wirren aus den Augen ...

Meine Meinung:

Wow! Was für eine tolle Geschichte. Ich bin immer noch hin und weg. Eine brillante Story mit tollen Protagonisten. Ich bin begeistert.
Nun wird man sich fragen, weshalb diese Begeisterung? Ganz einfach! Ich liebe es, wenn in historischen Romanen der Beruf des Scharfrichters bzw. Henker näher beschrieben wird. Oftmals wird er so bunt ausgeschmückt, dass man fast denken könnte, er wäre ein Held. Nein, der Henker hatte einfach einen ganz normalen Beruf, ohne den eine Stadt einfach nicht hätte sein können. Die Aufgaben waren ja nicht nur das Richten, sondern wie hier im Buch sehr gut beschrieben, auch das Abdecken der Tiere, sprich die Entsorgung. Ein Beruf, der aufgrund der hygienischen Verhältnisse unabdingbar er.
Aber auch die Protagonisten wurden sehr detailliert beschrieben, so dass man sich als Leser sofort ein Bild machen konnte, um die Protas vor dem geistigen Auge lebendig werden zu lassen. Alleine die Beschreibungen von Rinchens Krankheit oder dem Antoniusfeuer zeigen, wie sehr sich die Autorin mit der Thematik "Krankheiten im Mittelalter" auseinander gesetzt hat.
Die Landschaft und das Umfeld der Protagonisten wurden ebenfalls so beschrieben, dass ich teilweise das Gefühl hatte, selbst das Rascheln der Blätter zu hören (z.B. bei der Pfarrer-Friedhofs-Szene, bei der ich übrigens sehr schmunzeln musste).

Fazit:

Ich könnte mir vorstellen, dass die Geschichte auch als Film sehr gut geeignet wäre. Ob es wohl eine Fortsetzung geben wird? Ich würde mich sehr darüber freuen.
Dieses Buch wird auf jeden Fall mein Lesetipp!

Donnerstag, 6. August 2015

Rezension: Höllisch heiss



Höllisch heiss
von Britta Bendixen
Verlag : Boyens Buchverlag
Erstausgabe: 01.03.2014
ISBN: 9783804213937
Taschenbuch mit 304 Seiten
Meine Bewertung: ✔✔✔✅✅



Ein Ostsee Krimi

Rückentext:

Trügerische Idylle am Ostseestrand Zehn Jahre nach Ende der Studienzeit lädt Marius Schumann seine ehemaligen Mitbewohner und Mitbewohnerinnen zu sich an die Flensburger Förde ein. Doch was als lustiges Wochenende gedacht war, um die alten Freundschaften wieder aufleben zu lassen, entwickelt sich schnell zum Albtraum für alle Beteiligten. Zunächst sind Marius, Kristina, Jan und Svenja froh darüber, nach so langer Zeit gemeinsam in alten Erinnerungen schwelgen zu können. Zusammen mit ihren Partnern verbringen sie fröhliche Stunden in Marius Haus am Ostseestrand. Aber die Idylle bekommt schnell erste Risse. Die Vergangenheit ist nicht an jedem von ihnen spurlos vorübergegangen, und es gibt jemanden, der ein böses Spiel mit seinen Mitmenschen treibt. Schließlich wird einer der Gäste tot in der Sauna aufgefunden. Während die Polizei die Ermittlungen aufnimmt, herrscht in der Gruppe Misstrauen. Es ist klar, dass nur einer der Anwesenden der Täter sein kann …

Meine Meinung:

Als ich die vielen positiven Bewertungen gelesen habe, war ich sehr erfreut, das Buch ebenfalls lesen zu dürfen. Nach den ersten Seiten bzw. dem Prolog konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Spannung pur! Es war fast schon zum Nägelkauen spannend.
Also habe ich schnell weitergelesen und ....wurde enttäuscht. Denn irgendwie blieb nun die Spannung auf der Strecke. Ein heilloses Durcheinander von "Wer mit wem und warum". Da war nichts von dem anfänglichen Krimi zu spüren, vielmehr erinnerte mich die Geschichte vielmehr an einen Frauenroman. Untreue Männer, Frauen die es mit der Ehrlichkeit und Treue auch nicht so genau nehmen. Aber was war mit dem Toten in der Sauna vom Prolog?
Am Schluss hatte sich dann alles wieder dem Krimi zugewandt, leider aber auch nur mit mässiger Spannung.
Da ich ein grosser Krimifan bin, habe ich natürlich auch schon viele Ostseekrimis gelesen. Den vorliegenden bringe ich jedoch nicht mit der Ostsee in Verbindung. Oder ist es ein Ostsee-Krimi, weil die Protagonisten ein Mal ans Meer fahren? Sorry, aber da hatte ich wirklich etwas anderes erwartet.

Fazit:

Wer hier nicht allzuviele kriminalistischen Handlungen erwartet und aber gerne Frauengeschichten liest, wird mit diesem Buch absolut richtig liegen                             

👀 Lesetipp: Psychoid 👀


                              
                               Heute habe ich einen ganz besonderen Lesetipp für euch:



"Mein Name ist Oliver ... und ich bin Psychopath" (aus Psychoid)

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Zum Inhalt:
Oliver ist zweiundzwanzig Jahre alt und in einer psychiatrischen Klinik. Ihm wird vorgeworfen, seine Eltern verstümmelt zu haben.  Dr. Klein nimmt sich seiner an und startet mit ihm ein Versuchsprogramm. Er möchte mehr über Oliver Gefühlsleben und die Intention seine Eltern zu töten, erfahren.  Nach und nach kommen mehr Details über Oliver Leben ans Tageslicht. Details über Grausamkeiten, seelischer und psychischer Art.

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Meine Meinung:
Wow, das war das erste Wort, dass mir nach dem Lesen des Buches eingefallen ist. Wow, wegen dieser Brutalität, aber auch wow, wegen der Geschichte bzw. der Wendung.
Die Autorin beschreibt in einer eigentlich sehr sachlichen Art und Weise das Leben des Psychopathen. All die Ängste, aber auch Gedanken werden sehr klar transportiert.  Bedingt durch die Brutalität in den Schilderungen, stockt dem Leser jedoch der Atem und das Buch wird zu einem Psycho-Horror-Thriller-Schocker.

Ich habe sogar etwas dabei gelernt: Defäkationsfantasien.
Das Wort war mir bislang völlig unbekannt. Die Erläuterungen zum Wort erspare ich mir hier jedoch.

Ein weiteres Wort begegnet dem Leser mehrfach: fuchtig. Nein, es ist kein Schreibfehler, es fehlt auch kein Buchstabe.  Es soll wohl vielmehr: wütend, fuchsig, rasend, wild bedeuten.

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Fazit:
Definitiv kein Buch für schwache Nerven! Wer sich jedoch auf die Geschichte einlässt, wird das Buch "verschlingen" wollen und begeistert sein.


Buchdetails:
Autor: Loni Littgenstein
erschienen bei: CreateSpace Independent Publishing Platform
Erstausgabe: 20.08.2013
ISBN 9781492180678
Taschenbuch: 7,90 €
ebook: 2,99 €           

Dienstag, 4. August 2015

Rezension: Pilzsaison



Pilzsaison
von Bernd Franzinger
erschienen im Gmeíner Verlag
ISBN: 9783899776065
Flexibler Einband 425 Seiten
Erstausgabe: 01.09.2003
Bewertung: ✔✔✔✔✔


1. Fall für Wolfram Tannenberg

Klappentext:
Wolfram Tannenberg, frischgebackener Leiter der Kaiserslauterer Mordkommission, wird in seinem ersten Fall gleich mit einem mysteriösen Verbrechen konfrontiert. Im Stadtwald wird eine weibliche Leiche entdeckt, in deren aufgeschlitzter Kehle mehrere Pilze stecken. Der Kommissar kann weder eine Spur zu einem Verdächtigen finden, noch ist auch nur der Ansatz eines möglichen Tatmotivs zu erkennen. Wenige Tage später finden Spaziergänger eine weitere Frauenleiche. Tannenbergs Gegner - offenbar ein Serienmörder - erscheint übermächtig, denn er ist ein geschickter Stratege, ein leidenschaftlicher Spieler, der immer eine Überraschung für seine Häscher bereit hält.Dieses Buch hatte ich lange Zeit auf meinem SUB liegen, nun durch eine Challenge war der Titel sehr passend und ..... ich war überrascht. Ich weiß gar nicht, weshalb ich das Buch nicht schon früher gelesen habe.

Meine Meinung:
Der Protagonist, Wolfram Tannenberg, wird vom Autor so lebensnah dargestellt, dass ich mehrfach das Gefühl hatte, diesen Typen zu kennen. Möglicherweise macht es auch die richtige Portion an Lokalkolorit aus, dass alles so echt und lebendig erscheinen lässt.. Ich habe mich weniger als Leser, sondern fast schon als Kollegin des Ermittlerteams gefühlt.
Die Story selbst klingt so banal, könnte aber jederzeit wieder passieren. Auch das Lied "Mama" wird dem Leser am Ende nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Fazit:
Da es sich um den ersten Band des sympathischen Ermittler aus Kaiserslautern handelt, wird wohl in den Folgebänden noch mehr auf das Liebesleben eingegangen werden. Kurzum, ich muss unbedingt wissen, wie es mit Tannenberg weiter geht und welche Fälle ihn noch erwarten.