Freitag, 31. Juli 2015

Rezension: Galgenhohle


Galgenhohle
von Eva Brhel
erschienen im KBV Verlag
ISBN  978-3-95441-232-7
Taschenbuch 350 Seiten
Erstausgabe: 01.05.2015
Bewertung: ✔✔✔✔✅



2. Fall für Hannah Henker

Klappentext:

Ein tiefer Weg, umsäumt von einer Kathedrale aus Bäumen und Büschen. „Die Galgenhohle“, flüsterte er … Das ist kein Suizid, ist Hannah Henkers erster Gedanke, als sie den erfolgreichen Manager Philipp Waldhoff erhängt im Krankenhaus in Bruchsal findet. Sie kannte den Toten und weiß, dass er im Begriff war, seinen Boss anzuzeigen. Also nimmt sie gemeinsam mit ihrem Team die Ermittlungen auf und stößt auf einen Kollegen Waldhoffs, der ein halbes Jahr zuvor auf den Bahamas ermordet wurde. Auf seine linke Hand hat der Sterbende damals noch ein letztes Wort gekritzelt: Galgenhohle. Noch versteht Hannah diese Botschaft nicht. Sie begreift nicht, was all das mit seltsamen religiösen Ritualen und alten Seilschaften zu tun hat. Sie erkennt nicht, dass sie sich längst in große Gefahr begeben hat.

Meine Meinung:

Schon allein der Name der Protagonistin "Hannah Henker" hat mich sehr neugierig gemacht. Und als ich dann noch gelesen habe, dass der Krimi sozusagen bei mir vor der Haustüre spielt war klar, dieses Buch möchte ich unbedingt lesen.

Nicht nur, dass ich Örtlichkeiten, Straßenzüge, Gebäude etc. kannte, nein auch der Titel Galgenhohle hatte mir als Fan historischer Romane sofort zugesagt.
Die Autorin beschreibt in ihrem vorliegenden zweiten Krimi, nach Abtsmoor, die Abgründe der Menschheit. Machtspielchen, Intrigen, Skrupellosigkeit. All dieses findet man in dieser Geschichte wieder.

Leider fand ich es stellenweise auch etwas zu langatmig und zäh.

Fazit:

Ein durchaus spannender und lesenswerter Krimi, nicht nur für Kraichgau Bewohner. Übrigens, der Kraichgau wird auch als die badische Toskana bezeichnet. Dann kann es doch nur gut sein, oder??? :-)

Dienstag, 28. Juli 2015

Rezension: Schlagzeilen



Schlagzeile
von Rolf von Siebenthal
erschienen im Gmeiner Verlag
1. Auflage Juli 2015
ISBN 978-3-8392-1761-0
Preis: 10,99 €
Bewertung: ✔✔✔✔✅



3. Fall für Max Bollag

Klappentext:

Der Tod einer Journalistin wühlt die Redaktion des Liestaler Tagblatts auf. Max Bollag ist überzeugt davon, dass seine Kollegin wegen einer Recherchearbeit sterben musste. Gemeinsam mit einer jungen Volontärin macht er sich auf die Suche nach dem Täter. Sie kommen einem Ring von skrupellosen Betrügern auf die Spur und dringen in dessen Netz ein. Bollag nähert sich der Wahrheit und wittert eine große Story. Erst spät merkt er, dass er sie mit seinem Leben bezahlen könnte.

Meine Meinung:

Auch mit dem dritten Band konnte der Autor mich wieder mal begeistern. Einfallsreich, spannend aber auch sehr unterhaltsam zeigt sich der neue Fall mit dem Journalisten Max Bollag.
Aber nicht nur Bollag, sondern auch die Lebensgefährtin Petra Mangold erhält mit diesem Krimi sehr viel Platz für ihre Geschichte. Teilweise hatte ich sogar das Gefühl, dass die Geschichte um sie, etwas zu viel Raum eingenommen hatte. Seitenlang ging es nur noch um ihre private Fehde mit Heusser oder ihrem Exmann Dani. Dafür musste leider der Krimi etwas weichen. Schade!
Auf den letzten Seiten hatte die Geschichte dann nochmal richtig Fahrt aufgenommen und ich bin nur noch so durch die Seiten geflogen, da sich die Lösung für alles überaus spannend gestaltete.
Der Autor hatte meines Erachtens, ein sehr interessantes Thema gewählt: fingierte Autounfälle und damit zusammenhängend auch Versicherungsbetrug. Es ist immer wieder erstaunlich, mit welchen Maschen die Betrüger agieren. Ich kann nur hoffen, niemals Opfer eines solchen Betruges zu werden.

Fazit:

Um noch größeren Lesespaß zu haben, empfehle ich die Reihe von Anfang an zu lesen, da die Protagonisten immer dieselben sind, aber immer mehr von ihnen preisgegeben wird.
Einen Stern ziehe ich ab, da mir die private Geschichte von Mangold etwas zu viel Raum eingenommen  und m.E. die Krimihandlung verdrängt hat.


(Bildquelle: Gmeiner Verlag)

Rezension: Höllenfeuer





Höllenfeuer
von Rolf von Siebenthal
erschienen im Gmeiner Verlag
1. Auflage 2014
ISBN 978-3-8392-1614-9
Preis: 11,99 €
Bewertung: ✔✔✔✔✔



2. Fall für Max Bollag

Klappentext:

Qualvoll stirbt der angesehene Arzt Dr. Michael Brunner beim Brand seiner Villa in Liestal. Schnell findet die Polizei Baselland heraus, dass sie es mit Mord zu tun hat. Personalmangel in den Sommerferien und zugeknöpfte Zeugen behindern die Ermittlungen von Kripo-Chef Heinz Neuenschwander. Zudem steckt auch noch der Journalist Max Bollag seine Nase überall hinein. Doch die beiden Männer müssen sich zusammenraufen, wenn sie Schreckliches verhindern wollen.

Meine Meinung:

Wow! Das ist das erste Wort, was mir hierzu einfällt. Nachdem ich schon den ersten Band verschlungen habe, wollte ich doch auch unbedingt den Nachfolger mit Max Bollag lese. Und ich muss sagen, er gefällt mir noch besser, als der Vorgänger.
Schonungslos erzählt der Autor vom Verschwinden eines Jungen, von Sterbebegleitung und von einer fanatischen religiösen Gemeinschaft. Der Leser wird von einem Thema direkt in das Nächste geschubst, oder dass es zu viel wird ohne man das Gefühl hat, überfordert zu sein.
Dieses Mal gewährt der Autor dem Leser auch ein paar Einblicke in das Leben des Journalisten. Interessant fand ich, auf jemanden zu treffen, sei es auch nur im Buch, der Gummibärchen ebenfalls nach den Farben ist und Mokka-Joghurt liebt. Ob der Autor mich heimlich beobachtet hat? :-)
Wer den ersten Band gelesen hat, wird die Akteure sehr schnell wieder erkannt haben. Für "Bollag" Neulinge wird es aber ebenfalls nicht schwierig sein, sich den bzw. die Protagonisten vorzustellen, da dieses sehr gut und detailliert dargestellt sind.
Durch die kleinen dialektischen Einlage, macht es diesen Krimi zu einem wahren regionalen Krimi.

Fazit:

Für Krimi-Fan ist diese Reihe meine absolute Empfehlung. Spannend, actionreich und sehr unterhaltsam. Ich bin schon sehr auf den dritten Band gespannt.


(Bildquelle: Gmeiner Verlag)

Montag, 27. Juli 2015

Rezension: Schachzug



Schachzug
von Rolf von Siebenthal
erschienen im Gmeiner Verlag
1. Auflage 2013
ISBN 978-3-8392-1441-1
Preis: 11,99 €
Bewertung: ✔✔✔✔✔




Band 1 der Max Bollag Reihe

Klappentext:

Liestal im Baselland. Ein präziser Schuss aus 600 Metern Entfernung reißt Marcel Lava, einen aufstrebenden Manager, aus dem Leben. Der Journalist Max Bollag, der Schwager des Toten, macht sich auf die Suche nach dem Mörder. Er hofft auf neuen Schwung für seine stockender Karriere und die kriselnde Ehe. Bei seinen Recherchen stößt Bollag auf einen Gegner, der eine Mission zu erfüllen hat - und keine Gnade kennt.


Meine Meinung:

Der Autor, Rolf von Siebenthal, hat mit seinem Protagonisten Max Bollag einen überaus sympathischen Ermittler geschaffen. Die Besonderheit an Bollag ist, dass er Journalist ist.

Mit kleinen witzigen schweizerdeutschen Ausdrücken bringt der Autor dem Leser die kriminalistische Welt in der Schweiz näher. Wenn ich mich recht erinnere, habe ich bislang noch keinen Krimi aus der Schweiz gelesen.

Die Protagonisten und Örtlichkeiten sind völlig ausreichend beschrieben.

Das Thema Elektrosmog sollte man wirklich ernst nehmen. Oder wird hier absichtlich, auch von Regierungszeit, nicht genügend informiert? Wissen wir, ob wir nicht auch darunter leiden? Ein sehr interessantes und durchaus ernstzunehmendes Thema.



Fazit:

Da mir das Thema des vorliegenden Buches sehr gefallen hat, bin ich schon sehr gespannt, was sich der Autor für den Nachfolgeband einfallen lässt.

Ich kann diesen Krimi absolut empfehlen!



(Bildquelle: Gmeiner Verlag)

Rezension: Gummitwist in Schalke-Nord



Gummitwist in Schalke-Nord
von Elke Schleich
erschienen bei Stories & Friends
ISBN 978-3-942181-16-7
Hardcover Ausgabe, 1. Auflage 2012
Preis: 18,90 €
Bewertung: ✔✔✔✔✅


Roman in 18 Geschichten

Klappentext:
Gelsenkirchen in den 60er Jahren. Leni wird 6 und wünscht sich nichts mehr, als ein eigenes Pferd. Ein unerfüllbarer Traum? Mit nostalgischen Blick erzählen 18 Geschichten von Lenins Mädchenjahren in Schalker.Nord, vom Grubenpferd Fanni, vom Bandenkrieg am Osterfeuer, der ersten Liebe, einer aufregenden Reise in die DDR, von Terroristen auf dem Nachbargrundstück und dem Glück auf dem Pferderücken.

Meine Meinung:
Obwohl ich aus dem Süden Deutschlands komme, haben mich  der Titel und die Covergestaltung sehr neugierig gemacht. Ich war regelrecht gespannt, was sich hinter den Geschichten verbirgt.
Und bereits nach der ersten Geschichte hatte ich das Gefühl, ich würde in einem Kreis von Senioren sitzen, die allesamt aus ihrer Jugend erzählen. Heiteres, besinnliches, lustiges aber auch nachdenkliches. Aber auf keinem Fall etwas langweiliges.

Fazit:
Wer einfach mal etwas ruhiges lesen möchte, ist mit diesem Buch sehr gut bedient. Man spürt, wie in Erinnerungen geschwelgt wird. Jedoch wird es wohl die jüngeren Leser nicht wirklich ansprechen und wie aus meinem Lesekreis zu entnehmen war, das Buch als "Omageschwätz" abgetan werden.

Samstag, 25. Juli 2015

Rezenzion: Auf Mädchenart


Auf Mädchenart
von Bernd Dachek
erschienen im Redlight Verlag
Erstausgabe Mai 2015
ISBN 9781512393071
Preis:
Bewertung: ✔✔✔✅✅





Sex and Crime

Klappentext:

Luzi, die junge geschäftstüchtige Tochter im Hause Franchetti - einem klassischen italienischen Familienunternehmen - hat es faustdick hinter den Ohren: In en Künsten der Erotik überaus erfahren, sinnt das gescheit Mädchen nach Rache, als ihr Vater eines Tages auf erniedrigender Weise ums Leben kommt. Au Mädchenart! Um den Mörder seiner gerechten Strafen zuzuführen, nutzt Luzie all ihre Verführungskünste. Mal als aufreizendes Girlie, mal als verführerischer Vamp verfolgt sie einen ausgeklügelten Plan.

Meine Meinung:

Ein Buch, das als Sex & Crime angekündigt wird ... na, wenn das mal nicht interessant klingt. So dachte ich zumindest ...

Leider musste ich feststellen, dass außer derben Ausdrücken (Zungen-Schwert, Schabenstachel etc.) kaum eine Handlung existiert. Von Crime, also einem Krimi ist das ca. 90 Seiten umfassende Buch, weit entfernt. Eigentlich geht es ja nur um Sex. Und zwar den puren Sex, also keine Erotik, sondern nur den Akt. Und das eben auf sehr derbe Art und Weise.

Man hat eigentlich nicht wirklich die Chance die Charakteren der Protagonisten kennenzulernen, da auf die Protas auch nicht das Augenmerk gelegt wird.

Fazit:

Als Krimileser bin ich doch etwas enttäuscht zurück geblieben.

Mittwoch, 22. Juli 2015

Rezension: Sonnenkönig




Sonnenkönig
von Richard Lifka
erschienen im Gmeiner Verlag (2010)
ISBN 978-3-8392-1096-3
Meine Bewertung: ✔✔✔✅✅





Krimi-Debüt im Gmeiner Verlag

Klappentext:

Der Wiesbadener Privatdetektiv Ninus Hagen erhält den Auftrag, die Botschafter-Tochter Carla Cosian zu überwachen. Gleichzeitig bittet ihn die Journalistin Lena Rotmilch, Informationen über die Geschäftsführerin einer Medienagentur zu beschaffen. Beide Aufträge werden durch mysteriöse Todesfälle jäh beendet, doch Ninus und Lena recherchieren auf eigene Faust weiter. Alle Spuren weisen in die Welt der Medienagenturen. Insbesondere der Chef eines großen Firmenimperiums, Andrej Rolozko, in der Branche als der „Sonnenkönig“ bekannt, rückt immer deutlicher in den Fokus der Ermittlungen …

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Meine Meinung:

Als begeisterter Krimi Fan hatte mich sowohl der Titel als auch der Klappentext angesprochen. Was ich dann beim Lesen erleben durfte, war eher ein müdes "Na ja".

Die Protagonisten waren zwar gut beschrieben, aber irgendwie ziemlich langweilig. Ebenso die Beschreibung der Örtlichkeiten, einfach ohne Spannung und Motivation.

Ich denke, dass die Idee der Geschichte sehr gut gewesen wäre, jedoch mit dieser Umsetzung völlig belanglos ist.

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Fazit:

Ein Krimi, der mich so gar nicht begeistern konnte. Nette Idee, jedoch schlechte Umsetzung.

Montag, 20. Juli 2015

Rezension: Der Tod der Bänkelsängerin

Der Tod der Bänkelsängerin
von Dieter Bührig
erschienen im Eckpunkt Verlag
ISBN: 978-3-00-049406-2
Preis: 9,99 €
Bewertung: ✔✔✔✅✅


Ein Lübecker Kriminalfall vom 1740

Klappentext:

DIE GLUT IM KOPF Was heute der Fernsehreporter ist, war früher der Bänkelsänger. Unterstützt von Bildtafeln singt er von Gräueltaten und Kriegswirren, um sein Publikum zu unterhalten und moralisch zu belehren. Doch wehe, er verlernt es, zwischen seiner Bilderwelt und der Wirklichkeit zu unterscheiden und begeht im Wahn selbst eine Gräueltat. - So wie Friederike Louise von Rantzau. Trotz mehrerer Schicksalsschläge und einer psychischen Krankheit gelingt es ihr, sich immer wieder hochzurappeln. Denn sie hat eine starke Waffe: ihr musikalisches Talent. Bis sie eines Tages dem zwielichtigen Leutnant Seecki begegnet … - Ein spannender Einblick in das Leben vor 300 Jahren - Ein Lübecker Kriminalfall von 1740 - Roman über eine unangepasste Frau, deren Schicksal bereits damals die Debatte über den Sinn der Todesstrafe anheizte.

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Meine Meinung:

Ich habe mich wohl vom Untertitel "Ein Lübecker Kriminalfall..." etwas in die Irre führen lassen. Denn statt des erwarteten historischen Krimis, handelt es sich bei diesem Buch eher um eine Biografie.

Zugegeben, die Geschichte um die Protagonistin ist sehr gut recherchiert und detailgetreu erzählt. Auch die Sprache hat der Autor sehr gut gewählt, so dass der Leser gedanklich in die vergangene Zeit reisen kann. Durch die ausführlichen Beschreibungen fühlt man sich gelegentlich nicht nur als Leser, sondern fast schon als Zuschauer.

Dennoch blieb ich etwas enttäuscht zurück. Wo war der Kriminalfall?

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Fazit:


Wer sich für historische Persönlichkeiten interessiert, wird mit diesem Buch voll auf seine Noten kommen. Leider war der Untertitel, für mich, etwas unglücklich gewählt.

Samstag, 18. Juli 2015

Rezension: Kitzbühel Ice



Kitzbühel Ice
von Edwin Haberfellner
erschienen im Emons Verlag
1. Auflage 2015
ISBN 978-3-95451-552-3
Preis: 9,90 €
Bewertung: ✔✔✔✅✅




Kommissar Schröck ermittelt wieder - 5. Fall

Klappentext:

Nach einer spektakulären Explosion, bei der ein junger Mann ums Leben kommt, ermittelt Kommissar Schröck im Tiroler Nobelort Kitzbühel. Als sich herausstellt, dass in der Wohnung des Toten Crystal Meth hergestellt wurde, vermutet er das Motiv im Drogenmilieu. Damit liegt er aber nur fast richtig...

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Meine Meinung:

Als großer Krimi-Fan hatte ich das Glück in der Leserunde das vorliegende Buch zu gewinnen. Da ich bislang noch keinen Krimi aus Kitzbühel gelesen hatte, war ich schon sehr gespannt. Leider hielt diese Spannung dem Ganzen nicht ganz stand.
Möglicherweise lag es daran, dass ich den Vorgängerband nicht kenne, jedoch musste ich sehr schnell feststellen, dass mir die Protagonisten allesamt sehr farblos erschienen. Ich muss sogar soweit gehen und sagen, dass ich die Charakteren überaus langweilig fand.

Aber nicht nur das, auch den Tathergang bzw. das Motiv ließ mich mit einem großen Fragezeichen zurück. Ich habe einfach nicht in die Story reingefunden.

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Fazit:

Vielleicht sollte man zum lesen dieses Krimis besser die Reihenfolge beachten, damit einem die Charakteren der Protagonisten näher kommen. Es wäre ein Versuch wert.

Freitag, 17. Juli 2015

Rezension: Gift im Brezelteig

Gift im Brezelteig
von Ulrich Maier
erschienen im Gmeiner Verlag
1. Auflage 2015
ISBN 978-3-8392-1772-6
Preis: 10,99 €
Bewertung: ✔✔✔✅✅


Ein witziger und erschreckend aktueller Schwabenkrimi (lt. Klappentext)

Klappentext:

Die Welt in dem beschaulichen Städtchen Bäringen ist aus den Fugen. In der Schule am Ort ist der Teufel los. Gleichzeitig hält die Bäringer ein mysteriöser Erpressungsfall in Atem. Brezelfabrikant Eberle soll 10.000 Euro zahlen, sonst wird sein Brezelteig vergiftet. Zwischen Gewalteskalation, ungebremstem Medienkonsum und geschäftlichen Machenschaften suchen die Journalisten Nils Niklas und Rita Delbosco nach Spuren und stoßen schon bald auf eine Verbindung zwischen den Vorfällen an der Schule und dem Erpresser.

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Meine Meinung:

Mit dem vorliegenden Buch entführt uns der Autor in die schwäbische Krimiwelt.

Mit einem sehr aktuellen Thema, nämlich Gewalt an Schulen bzw. Medienkonsum, wird im vorliegenden Buch die kriminalistische Handlung mit der Realität verknüpft.

Leider fand ich den Titel etwas irreführend, da meiner Meinung nach, nicht das Gift im Brezelteig im Vordergrund steht.

Insgesamt fand ich den Krimi etwas langatmig, was bestimmt auch an dem Schreibstil lag, der mich weder zum Miträtseln noch animierte der Geschichte mehr abzugewinnen als sie war. Meines Erachtens ist die Geschichte auch einfach nur so dahin geplätschert. Wie sagt man so schön: sie hat mich nicht berührt.

Einzig und allein die dialektischen Einwürfe fand ich sehr gelungen und haben mir dann und wann ein Lächeln abgerungen. Möglicherweise habe ich auch in der letzten Zeit zu viele Krimis gelesen, in denen der Ermittler ein Journalist ist. Diese Krimis haben mir jedoch deutlich besser gefallen.

Die Protagonisten fand ich etwas zu farblos dargestellt - es fehlte mir sozusagen der Pepp, das gewisse Etwas. Meiner Meinung nach, muss ein Ermittler in der heutigen Bücherwelt etwas Besonderes sein oder können, damit er nicht in Vergessenheit gerät.

Die Örtlichkeiten und Randfiguren fand ich sehr gut beschrieben, so dass ich mich fast schon wie zuhause gefühlt habe.

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Fazit:

Da m.E. jeder eine zweite Chance verdient hat, würde ich mich freuen, bald wieder vom Jounalistenteam zu lesen, um die Weiterentwicklung verfolgen zu können.

Donnerstag, 16. Juli 2015

Rezension: Die schwarze Lilie

Die schwarze Lilie
von Silke Nowak
erschienen bei CreateSpace Independent Publishing
ISBN 978-1512368338
Preis: 9,95 €
Bewertung: ✔✔✔✅✅


Wie alles begann

Klappentext:

In Frankreich war die Lilie das Wappenzeichen des Königs. Die schwarze Lilie aber war das Symbol des Bösen. Sie wurde mit einem glühenden Eisen auf die Schulter gebrannt. Auch Frauen, die "unkeusch" und modern lebten, wurden mit der schwarzen Lilie gebrandmarkt.

Als die Studentin Maria Adler mit einer Brandwunde tot aus dem Landwehrkanal geborgen wird, denkt jemand an diesen Zusammenhang. Allein die junge Psychologiestudentin Clara Schwarzenbach zweifelt am Selbstmord ihrer Freundin.

Zusammen mit Kriminalhauptkommissar David Mayer stellt sie Ermittlungen an und betritt ein Gebäude aus Lebenslagen und Illusionen. Schnell wird klar: Wer hier einstürzt, findet den Tod.

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Meine Meinung:

Da ich vor einiger Zeit eines der nachfolgenden Bücher der Autorin gelesen habe, war ich doch sehr gespannt, wie das Erstlingswerk sein wird.

Hierin sollten die Anfänge und auch das Zusammenfügen der Charakteren beschrieben sein. Beim Lesen des vorliegenden Buches musste ich jedoch schnell feststellen, dass mir die Protagonisten viel zu farblos blieben. Auch die Geschichte erscheint mir viel zu durcheinander und verworren. Viele Worte, aber ohne Inhalt - so hätte es mein damaliger Deutschlehrer wohl beschrieben.

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Fazit:

Leider hat mich das Buch nicht so richtig überzeugt. Weder die Protagonisten noch die Story selbst konnten mich so richtig fesseln. Mit Sicherheit eine gute Idee, jedoch in der Umsetzung noch viel Platz nach oben.

Mittwoch, 15. Juli 2015

Rezension: In den Trümmern

In den Trümmern
aus der Reihe: Ein M.O.R.D.s-Team
Band Nr. 7
von Andreas Suchanek
erschienen bei Greenlight Press
ASIN B00YC4LH8O
Preis: 2,49 €
Bewertung: ✔✔✔✔✔


Band Nr. 7

Klappentext:

Der Gründungstag wird zum Debakel. Die von Kaminski deponiert Bombe kann nicht rechtzeitig entschärft werden und deponiert. Innerhalb der Schule kämpfen die Überlebenden mit den Auswirkungen der Explosion. Außerhalb hängt das Leben von Chris Archer am Sirenen Fäden. Olivia versucht alles, ihren Freunden im Schulhaus beizusteuern. Gleichzeitig kann sie nur auf die Nachricht warten, die darüber entscheidet, ob Chris und Sie eine Zukunft haben werden - oder der Traum vom gemeinsamen Glück endet.

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Meine Meinung:

Und wieder hat mich die Geschichte total in Griff. Sobald ich auch nur die ersten Zeilen gelesen habe, will ich mehr. Mehr und mehr und mehr.

Jedoch versteht es der Autor sehr geschickt das Ganze nur Häppchenweise aufzudecken. Neue Geheimnisse werden gelüftet, weitere Handlungsstränge eröffnet und zurück bleibt immer wieder die Frage: Was ist denn damals wirklich passiert.

Ich stelle nachwievor fest, dass ich nahezu süchtig nach der Geschichte und ihrer Auflösung bin.

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Fazit:

Inzwischen gehe ich mit gemischten Gefühlen die Geschichte. Ich bin zwar neugierig wie alles weiter geht, könnte mir aber auch vorstellen, dass der zahlende Leser so langsam etwas ungeduldig wird.


Dienstag, 14. Juli 2015

Rezension: Brocksteins letzter Vorhang

Brocksteins letzter Vorhang
von Mara Laue
erschienen im Prolibris Verlag
ISBN 978-3-95475-099-3
Preis:
Bewertung: ✔✔✔✔✔


Ein Braunschweig Krimi


Klappentext:

Daniel Brockstein spielt auf der Bühne der Braunschweiger "Komödie am Altstadtmarkt" hingebungsvoll den Sterbenden. Doch als Brockstein und der Vorhang fallen, ist der Tod des Schauspielers echt: Er wurde vergiftet. Obwohl der Kreis der Verdächtigen zunächst groß ist, ahnt Oberkommissarin Simons Heller recht schnell, wer der Täter ist. Aber sie kann ihm die Tat nicht nachweisen, und der Mörder lacht sich siegessicher ins Täuschen. Doch der Schein trügt nicht nur auf der Bühne, und Brocksteins letzter Vorhang ist noch lange nicht gefallen.

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Meine Meinung:

Ich muss gestehen, dass ich ein richtiger Kunstbanause bin und auch mit Theater oder Schauspieler bislang nicht viele Berührungspunkte hatte. Deshalb bin ich auch etwas zwiegespalten an diesen Krimi gegangen. Es war dieser rote Vorhang auf dem Cover, der mich neugierig gemacht hatte. Irgendwie erinnert er mich an ein altes Theater z.B. in London, in dem Agatha Christie ihre Stücke aufführen ließ. Ich hatte allein beim Betrachten des Covers das Gefühl, den Muff des Theaters wahrzunehmen. Ich stelle mir weiter vor, dass das Theater mit roten Samtstühlen bestückt ist.

Nun aber zum Plot. Wie bereits geschrieben, bin ich mit gemischten Gefühlen an das Buch rangegangen. Aber nach 2,3 Seiten war ich schon in der Geschichte gefangen. Die Autorin versteht es, den Leser in die Theateratmosphäre eintauchen zu lassen. Die Protagonisten sind so detailliert dargestellt, dass ich sie fast schon sehr lebendig empfunden habe. Ich konnte mich in die einzelnen Charakteren sofort rein versetzen, was den Lesefluss natürlich sehr gefördert hat.

Durch die diversen Fährten die gelegt wurden, wurde bei mir, das Lesen zum Miträtseln. Deshalb habe ich kaum bemerkt, wie die Seiten nur so dahin geflogen sind.

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Fazit:

Ein sehr gelungener, spannender und unterhaltsamer Krimi, der nicht nur Theaterfreunde begeistern wird. Ich kann diesen Krimi absolut empfehlen.

Montag, 13. Juli 2015

👀 Rezension:1001 Angst 👀


1001 Angst
von Lily Konrad
erschienen im Titus Verlag (2014)
ISBN 978-3-944935-23-2
Preis: 7,90 €
Bewertung: ✔✔✔✔✔





Klappentext
Bislang hat die junge Lina ein ganz normales Leben geführt. Doch nun wird sie in einem dunklen Kellerräume gefangen gehalten, gequält, erniedrigt und auf bestialische Weise misshandelt. Wie ist Lina in diesen Keller geraten? Wer ist Soap? Und was kann ihr neuer Freund Jimmy für Lina tun?

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Meine Meinung

Wow! Was für eine Story! Mit einem doch etwas beklemmende Gefühl habe ich das Buch nach dem Lesen zur Seite gelegt. Was es nur eine erfundene Geschichte oder doch die Realität? Dieses lässt sich hier kaum unterscheiden.

Die Autorin schafft es, durch ihre schonungslose Wortwahl und den Cliffhangern am Ende der Kapitel, den Leser ganz für sich einzunehmen. Man taucht als Leser geradezu in die Geschichte ab und fühlt mit den Protagonisten. Kaum zu glauben, dass Lily Konrad vorher noch nie einen Thriller geschrieben hatte.

Und immer wieder taucht Jimmy auf? Wer oder was ist Jimmy? Dann kommt die Auflösung. Und ehrlich gesagt, ich war verwirrt. Ich hätte alles für möglich gehalten, aber das ...?! Da kann ich nur sagen: Hut ab, Frau Konrad. Sehr gut!

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Fazit

Ein wirklich außergewöhnlicher Thriller, der bei den "Großen Meistern" des Genres ohne Frage mitspielen darf.

Ich werde das Buch uneingeschränkt empfehlen!

Sonntag, 12. Juli 2015

Rezension: Die Tochter des Medicus



Die Tochter des Medicus
von Gerit Bertram
erschienen im blanvalet Verlag
ISBN 978-3-7645-0440/3
Preis: 14,99 €
✔✔✔✔✅









Das Schicksal einer Frau wird zum Vermächtnis einer ganzen Familie

Klappentext:

Als Gideon Morgenstern in Regensburg das Erbe seines Großvaters antritt, ahnt er nicht, dass der Koffer, den der alte Mann ihm vermischt hat, sein Leben für immer verändern wird. Gideon, der stets gegen die Traditionen aufbegehrte und als Einziger in der Familie nicht Arzt wurde, entdeckt die tragischen Zeugnisse einer längst verschwundenen Welt: alte Fotografien, ein Hochzeitsgewand - und vor allem einen uralten Holzkoffer. Dieser gehörte Daniel Friedmann, einem jüdischen Arzt, der 1519 in Regensburg bei einem Pogrom ermordet wurde. Als einzige Überlebende aus der Familie nahm seine Tochter Alisah den Medizinkoffer an sich und führte sein Handwerk fort. Doch als jüdische Frau war es nicht nur gefährlich, sondern auch verboten, als Ärztin tätig zu sein.

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Meine Meinung:

Wie man viel schon bemerkt hat, bin ich ein Fan historischer Romane. So war mir auch sehr schnell klar, dass ich das vorliegende Buch unbedingt haben wollte.

Schon der Anblick des Covers hatte mich total neugierig gemacht. So neugierig, dass ich nach dem Erhalt des Rezensionsexemplars sofort mit dem Lesen begonnen habe.

Einfühlsam, aber niemals kitschig beschreibt das Autorenpaar (Iris Klockmann und Peter Hoeft) das Schicksal einer jungen Frau um 1500, die trotz aller Auflage, Verbote und Schwierigkeiten ihrer Berufung nachgehen möchte. Aber nicht nur das. Im zweiten Handlungsstränge, begründet durch den Fund eines Tagebuchs, wird die Geschichte von Gideon erzählt. Gideon lebt allerdings im hier und heute. Er lernt durch das Tagebuch nicht nur seine Vorfahren kennen, sondern hat nun auch die Möglichkeiten sein Leben in eine andere Richtung zu lenken. Beide Handlungsstränge laufen parallel und sind jedoch deutlich zu unterscheiden.

Sehr detailliert werden die Zeitgeschehen beschrieben, so dass man als Leser das Gefühl hat, mitten dabei zu sein. Also nicht nur Leser, sondern vielmehr als Zuschauer. Deshalb könnte ich mir die Story sehr gut verfilmt vorstellen.

Sehr schön fand ich auch die Beschreibung des "Koffers wider des Vergessens". In der Tat sollten solche Schätze gewürdigt und nicht in Vergessenheit geraten.

Vergessen dürfen wir auch nicht die Worte, die noch heute im Sprachgebrauch sind, ihren Ursprung jedoch in der jüdischen Sprache haben: Bammel, Schmonzes etc. Siehe hierzu auch das Glossar, das Aufschluss über die verwendeten Begriffen bietet.

Einen kleinen Wehmutstropfen hatte es aber doch. Stellenweise, etwa ab 2/3 des Buches, fand ich die historische Geschichte, also die Geschichte der Alisah etwas zu langatmig und nur seitenfüllend. Ich war manchmal geneigt einfach weiterzublättern, habe dann aber doch tapfer durchgehalten.

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Fazit:

Ein toller historischer Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt. Absolut Lesenswert!


Samstag, 11. Juli 2015

Rezension: Goldener Schuss




Goldener Schuss
von Stefan Schweizer
erschienen im Gmeiner Verlag
ISBN 978-3-8392-1688-0
Preis: 11,99 €









Privatdetektiv Enzo Denz erster Fall

Klappentext:

Privatdetektiv Enzo Dez erhält von dem türkischen Unternehmer Mehmet Gül den Auftrag, dessen untergetauchte Tochter zu suchen. Er findet Canan in der Ravensburger Szenekneipe "Räuberpistole". Aber sie ist tot! Gestorben an einem "Goldenen Schuss". Für Denz weisen alle Indizien auf Mord hin. Ein Abgrund aus Drogen- und Menschenhandel tut sich auf ...

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Meine Meinung:

Als grosser Krimi-Fan war ich total glücklich ein Leseexemplar vom Autor selbst zu erhalten. Doch schon nach den ersten Seiten habe ich eine leichte Diskrepanz zwischen meinen Erwartungen und dem Gedruckten festgestellt. Um deutlicher zu werden, ich hatte starke Zweifel an der Glaubhaftigkeit dieses Ermittlern. Deshalb hatte ich das Buch erst nochmal zur Seite gelegt, um ihm zu gegebener Zeit eine zweite Chance zu geben. ➖

Aber auch beim zweiten Anlauf konnte mich Enzo nicht für sich gewinnen. Ein ewig nach Bier lechzender und Drogen nicht abgeneigter Ermittler ist einfach nicht das, was ich gerne lesen möchte. Und wie bereits geschrieben, fehlt mir hier einfach die Glaubhaftigkeit, dass diese Person ein gut gehendes Detektivbüro betreibt. Gut gehend, na ja, zwar immer in Geldnot, aber zumindest nicht brotlos. ➖

Anmerken möchte ich jedoch, dass mir der Schluss der Geschichte sehr gut gefallen hat, wenngleich ich auch die ganze Zeit über den Täter in Verdacht hatte und somit nicht überrascht war. ➕

Interessant haben sich alle Fäden am Ende zusammengefügt, so dass der Plot insgesamt doch sehr rund erschien. ➕

Störend fand ich allerdings, die vielen kleinen Randgeschehen, die immer wieder ablenkten. Manchmal hatte ich den Verdachts, dass sie nur als Füllsel waren, um auf die geforderte Seitenzahl zu kommen. Beispiel Hymer Wohnmobile ➖

Zu bemerken wäre auch noch, dass die Kneipe "Räuberpistole" wie auf der Rückseite des Buches beschrieben, in der Story selbst einen anderen Namen hatte. (Turm-Eck) Da hatte wohl die Abstimmung zwischen Verlag und Autor nicht so ganz funktioniert. ➖

Als lehrreich könnte man auch die vielen Abkürzungen bezeichnen: GSB = ganz schön beschissen, NZM = nix zu machen. Fraglich ob es sie wirklich lehrreich sind oder nur einfach trendy. ➕➖

Last but not least haben mich diese Multiple Choice Pläne enorm im Lesefluss gestört. Ich fand sie vollkommen unnötig und auch in einem Krimi sehr unpassend.➖

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Fazit:

Ein Ermittler, dem ich in seiner Funktion wohl hoffentlich nicht begegnen werde. Ansonsten eine sehr interessante Story mit Luft nach oben.